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bei Egge Diercksen von

Herr Diercksen ist Head of Portal Operations bei Deutschland-Spielt! und verantwortet die Online-Aktivitäten der Marke

GS: Herr Diercksen, wie seit wann gibt es Deutschland-Spielt!?
E.G.: Der Startschuss für das Portal www.deutschland-spielt.de fiel im Jahr 2003. Damit wurde Deutschland-Spielt! als Marke von den heutigen Partnern Konstantin Nikulin und Thorsten Kolisch ins Leben gerufen.

GS: Überall hört und liest man, dass Deutschland die Spielewelt im Internet mehr und mehr entdeckt. Haben Sie die gleichen Erfahrungen?
E.G.:Der Gamesmarkt in Deutschland boomt, davon bleiben wir natürlich auch nicht unberührt. In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen dreistellige Wachstumsraten zu erreichen. Dies ist vor allem das Verdienst unserer treuen Kunden, auch jener die unser GAME CLUB Angebot nutzen, wir verdanken dies aber auch den Anstrengungen unserer Kooperationspartner. Diesen Erfolg empfinden wir als Aufforderung unseren Weg fortzusetzen und werden auch in Zukunft ständig daran arbeiten das Angebot von Deutschland-Spielt! noch besser zu gestalten.

GS:Wieviele Spiele hat Deutschland-Spielt! zur Zeit im Angebot und wie oft werden neue Spiele veröffentlicht?
E.G.: Zur Zeit nehmen wir wöchentlich drei neue Spiele in unseren Katalog auf. Mittlerweile ist dieser auf über 200 Spiele (223) (Anm. von GS:Interview ist vom 08.10.2008) angewachsen, die fast ausnahmslos für 60 Minuten kostenlos getestet werden können.

GS: Wie gross sehen Sie Deutschland-Spielt! im Vergleich mit anderen deutschsprachigen Spieleportalen?
Wir sehen uns auf dem deutschen Markt klar als Marktführer für herunterladbare Casual Games. Unser Vorteil liegt im Gegensatz zu den beiden ausländischen Firmen, dass wir als deutsche Firma näher an den Bedürfnissen der Spielbegeisterten dran sind.

GS: Wie kommen die Spiele zu Deutschland-Spielt!?
E.G.: Wir arbeiten eng mit den besten Entwicklungsstudios der Branche zusammen. Da ergibt es sich häufig, dass Spiele bei uns ihre Deutschlandpremiere feiern. Auch stehen wir im regen Kontakt mit unseren Kunden, so dass wir auf Vorschläge und Wünsche reagieren können, die wir dann an die Entwickler weitergeben, um zukünftige Spiele noch unterhaltsamer zu machen.

GS: Entwickelt Deutschland-Spielt! auch selber Spiele?
E.G.: Ja, unter der Marke INTENIUM haben wir bis dato 25 eigene Spiele entwickelt, wie den Klassiker “Hühner-Attacke” mit der Henne Paula, die legendäre “Beetle Ju” Serie, und unseren neuesten Puzzlehit “Green Valley – Das schöne Alpental”.

GS: Hat Deutschland-Spielt! besondere Schwerpunkte was die Benutzer angeht? Der ‘Young Style’ zum Beispiel ist sicherlich für junge Mädchen und Teenager sehr attraktiv.
E.G.: Ich glaube nicht, dass man von einem typischen Deutschland-Spielt!-Nutzer sprechen kann, da auch die Kleinsten, bis hin zu Menschen im Ruhestand unsere Spiele spielen, teils sogar gemeinsam. Mit “Young Style” konnten wir einen Bereich etablieren, der sehr gut von der von Ihnen beschriebenen Benutzergruppe angenommen wurde, ein Modell, dass wir fortsetzen wollen. Allgemein kann man sicher sagen, dass wir heute und auch in Zukunft auf Inhalte verzichten, die nicht für die gesamte Familie geeignet sind.

GS: Viele Spiele kommen ja im Original aus dem englischsprachigen Bereich, bzw. werden zuerst in englisch veröffentlicht. Wer übersetzt diese Spiele eigentlich ins Deutsche? Und wie ist das mit den Titeln der Spiele?
E.G.: Im Gegensatz zu anderen Online-Portalen bieten wir Spiele ausschließlich auf Deutsch an. Immer häufiger werden Spiele bereits auf Deutsch angeliefert, ein klares Signal, wie wichtig der deutsche Markt mittlerweile für die Spieleschmieden geworden ist. Bei der Titelfindung spielen ganz unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Da sind zum Beispiel markenrechtliche Aspekte zu bedenken, der Wiedererkennungswert und auch achten wir auf darauf, dass ein Titel möglichst klangvoll ist.

GS: Gibt es einen Trend bei deutschen Spielern bezüglich besonders bevorzugter Spiel-Genre?
E.G.: Der Boom von downloadbaren Casual Games ist vor allem ein weltweites Phänomen. Allerdings hat der deutsche Markt tatsächlich seine Eigenheiten. Wir beobachten, dass die klassischen Puzzlespiele sich besonders in Deutschland ungebrochener Beliebtheit erfreuen, auch ist ein gewisses Faible für Hühner in Computerspielen vor allem ein Merkmal des deutschen Publikums. Der stärkste Trend ist wohl das Genre der Wimmelbildspiele, das sich mittlerweile seinen festen Platz in den Herzen der Spieler erobert hat.

GS: Wie würden Sie “Casual Games” übersetzen?
E.G.: Daran haben sich schon viele probiert und an einer direkten Übersetzung möchte ich mich erst gar nicht versuchen. In meinen Augen beschreibt der Begriff ein Genre, dass Spiele bezeichnet die sich in ihrer Komplexität von den sog. “Core Games” durch intuitive Bedienbarkeit unterscheiden. Am ehesten würde ich die Spiele auf Deutschland-Spielt! als “kleine, leicht erlernbare Spiele zum Herunterladen für jedermann” beschreiben.

GS: Was macht Ihrer Ansicht nach die Faszination von Casual Games für die Spieler aus?
E.G.: Das ist bei jedem Spieler unterschiedlich, den einen gefällt die hübsche Grafik, andere vertiefen sich in die Geschichten. Viele nutzen die Spiele um ihre kognitiven Fähigkeiten zu schärfen, andere jagen Highscores oder wollen einfach nur etwas Zeit verjubeln.

GS: Sind Casual Games weiter im Kommen oder stagniert die Branche Ihrer Ansicht nach?
E.G.: Manche beschreiben Casual Games auch als Spiele für Leute die eigentlich gar nicht spielen. Trifft dies zu, so sieht die Zukuft für Casual Games rosig aus, da hier noch ein riesiges ungenutzes Potential liegt.

GS: Im englischsprachigen Raum gibt es Awards und Preise für besonders gute oder beliebte Casual Games in den verschiedensten Kategorien (z.B. Zeeby Award). Gibt es so etwas auch in Deutschland oder für den deutschsprachigen Raum?
E.G.: Die Zeebys sind natürlich legendär, aber auch hierzulande wird beispielsweise der Deutsche Entwicklerpreis für das beste Casual Game des Jahres verliehen.

GS: Bitte verraten Sie uns doch zum Abschluss noch, ob Sie selber auch Casual Games spielen und wenn ja, welches ist ihr Lieblingsgenre/Lieblingsspiel?
E.G.: Natürlich spiele ich Casual Games, hauptsächlich ist dies natürlich beruflich begründet, doch besonders die kleinen Wirtschaftssimulationen, in denen man einen kleinen Mikrokosmos am Laufen halten muss, haben es mir angetan.

GS: Wir danken Ihnen für Ihre interessanten Antworten und freuen uns auf die neuen Spiele von Deutschland-spielt!

Eure

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