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9 Clues: The Ward


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Herausgeber: Artifex Mundi
Entwickler: TapIt Games

Download: Artifex Mundi.com
Download: BigFish Games.com

Autor: Elke M.
Datum: 30.09.2014


Außerordentlich spannende und gut durchdachte Geschichte mit einigen Längen
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Uns, eine junge Privatdetektivin, und ihren älteren Partner erreicht ein Besorgnis erregender Anruf aus einer psychiatrischen Anstalt. Nach einer anstrengenden Anreise erreichen wir das Gebäude und sehen gerade noch, wie Dr. Crow, der Anrufer, aus einem Fenster stürzt. Doch das alte Gemäuer hält noch mehr ungeklärte Geheimnisse für uns parat. Was geschah beispielsweise mit Ginger, einem kleinen Mädchen? Welches Rätsel lüften wir, wenn wir uns einen der Patienten näher ansehen? Und wer ist die unheimliche Gestalt, deren böse Püppchen wir immer und überall finden?

Trotz lässig gezeichneter Charaktere und satter Farben ist die Handlung blutig, düster, absolut spannend und außerordentlich gut nachvollziehbar. Das liegt vor allen Dingen an den extrem vielen Einspielern und Dialogen. Teilweise fühlen wir uns eher wie in einem Kino sitzend, als vor einem PC. Die Figuren sind aber auch beim Sprechen gewohnt wohltuend animiert und es ist eine wahre Freude ihnen zuzusehen. Nichts desto trotz bleibt das Spielen an sich gelegentlich auf der Strecke. Herrlich schräg klingen einige der Stimmen und auch ein Quäntchen Augenzwickern hier und da fehlt nicht. Vorkenntnisse zum ersten Fall sind nicht notwendig, da es sich hier um eine komplett neue Geschichte handelt.

Doch bevor wir so richtig einsteigen und die Pforten zum Irrenhaus öffnen können, ist es notwendig, einen Schwierigkeitsgrad auszuwählen. Wir können uns für „Normal“, „Fortgeschritten“ oder „Experte“ entscheiden. Die Unterschiede bestehen in den Klickstrafen, der Aufladegeschwindigkeit von Tipp und überspringen, ob aktive Bereiche glitzern und wie umfangreich die Karte gestaltet sein sollen. über den Unterpunkt Optionen ist es uns jederzeit gestattet, die Stufe zu wechseln, falls wir es uns während des Spielens anders überlegen sollten.

Wie auch schon im Vorgänger „9 Clues: Das Geheimnis von Serpent Creek“ steht uns wieder ein Detektiv-Modus zur Verfügung. Immer dann, wenn im Bild Fragezeichen auftreten, wird eine Liste eingeblendet, deren Begriffe allerdings durchgestrichen sind. Unsere Aufgabe ist es, die Hinweise im Raum zu finden, damit alle Indizien sichtbar sind. Anschließend müssen wir diese in die richtige Reihenfolge bringen, damit uns ein Film vorgeführt werden kann, in dem wir sehen, wie es zu jener Tat kam. In einem Journal wird dieses Szenario ebenfalls nochmal hinterlegt, genauso wie Informationen zu den einzelnen Darstellern und eine Aufgabenliste. Dazu sind im Spiel selbst unzählige Zettelchen und Notizen hinterlegt, die wir meistens nur lesen können, aber nicht aufnehmen. Das ist insofern störend, da sich diese Szenen nicht mehr schließen und dadurch des öfteren von uns aus Versehen erneut angeklickt werden, wenn wir uns auf der Suche nach etwas befinden.

Eine gute Nachricht gibt es für alle, die weniger gerne Wimmelbilder spielen. Es ist jedes Mal möglich, in einen Mahjong-Modus zu wechseln und diese somit zu umgehen. Ansonsten sind acht Wimmelbilder integriert, die wir ziemlich schnell ein zweites Mal aufsuchen, dort aber andere Begriffe finden müssen. Dazu gesellen sich kleine Interaktionen, die aber eher auf der einfachen Seite angesiedelt sind. Wenn wir alle Objekte gefunden haben, erhalten wir anschließend immer eines für unser Inventar.

Die Rätsel sind, wie auch schon im Vorgänger-Spiel, relativ einfach. Zwar wurden sie hervorragend in Szene gesetzt und auch passend platziert, der Schwierigkeitsgrad dagegen ist alles andere als mittel oder hoch. Wiedermal beschäftigen wir uns mit Rohren, die gedreht werden müssen, Linien, die alle nur einmal abzufahren sind und Sequenzen, die wir zu wiederholen haben. Außerdem entschärfen wir noch eine Bombe, bringen alle Augenpaare zum Leuchten und biegen Arme in die richtige Position. Fast alle Minispiele lösen wir in kurzer Zeit und mit wenigen Handgriffen, für Neueinsteiger sind sie aber sicherlich eine gute Gelegenheit, um zu üben.

Viele Drehungen und Wendungen später endet „9 Clues: The Ward“ mehr als zufriedenstellend und das auch noch in einer durchaus vernünftigen Länge. Absoluter Höhepunkt ist die großartige Handlung, die Krimi- und Thrillerfans sicherlich begeistern wird. Hier rückt das Spielen an sich etwas in den Hintergrund, aber dafür lassen uns die Entwickler an einem spannenden Fall teilhaben, der zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Die Probestunde würde ich allen empfehlen und das aus zwei Gründen. Zum einen kann es durchaus sein, dass das Spiel einigen zu viel Gewalt oder Blut beinhaltet zum anderen um zu testen, ob die vielen Zwischensequenzen tatsächlich gefallen. Ich habe mich auf jeden Fall extrem gut unterhalten gefühlt, auch wenn die Wimmelbilder und Rätsel durchaus noch eine kleine Steigerung vertragen könnten.


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