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Wonderburg
Nachlese

Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:ShinyTales

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Autor: Claudia K.

Die Wirtschaftskrise boomt, der Immobilienmarkt bricht ein... aber in der Spielewelt ist genau diese Branche schon fast ein Erfolgsgarant. Wonderburg, das neue Spiel von ShinyTales, führt uns in die fantastische Welt von Alisa, einer guten Fee und ihrem Freund Rudi, dem Zwerg. Eine Riese ist durch ihr Dorf getrampelt und hat alles niedergestampft, was ihm unter die Zehen kam. Und damit nicht genug. Als Alisa und Rudi sich auf die Suche nach dem Riesen machen, stellen sie fest, dass zusätzlich überall im Land Hexen, Trolle und Geister ihr Unwesen treiben und die Bewohner aus den Häusern treiben Nun, Zwerge sind gegnadete Bauarbeiter und Du bist ihr Helfer. Baue die Dörfer wieder auf und hilf Alisa und ihrer Familie, die Geister und Trolle zu vertreiben, so dass die Einwohner wieder in Frieden leben können.

Wer Build-a-lot oder auch Be Rich! gespielt hat, kennt das Spielprinzip. Du klickst ein freies Grundstück an, stellst sicher, dass Du ausreichend Material und Arbeiter hast, wählst ein Haus und baust. Häuser können mit bis zu 4 Sternen aufgewertet werden, was nicht nur ihr Mieteinkommen erhöht, sondern auch den Verkaufswert. Im Laufe des Spieles stehen Dir fünf verschiedene Häusertypen zur Verfügung, vom einfachen Shak (eine Art Hütte) bis zur herrschaftlichen Villa. Und auch verschiedene Gebäude können gewählt werden. Einige, wie das Warenhaus oder der Workshop stehen Dir immer zur Verfügung und sind von grossem Vorteil. So kannst Du im Warenhaus zum Beispiel günstiger Holz kaufen oder in der Schule einen Zauber erwerben, mit dem Alisa die Häuser gegen Flüche immun macht. Andere Gebäude, wie der Florist wirst Du nur einmal bauen, sie gehören zur Geschichte.

Die oben genannten Flüche sind eine sehr schöne und bisher noch nicht dagewesene Erweiterung bei Wonderburg. Denn ein Gebäude, dass nicht entsprechend geschütz ist, kann nicht nur Schaden davon tragen, den Du dann reparieren musst, sondern auch verflucht werden. Dann muss Alisa oder jemand anders aus der Familie einen Exorzismus durchführen. Aber Zauberkräfte könne auch anderwertig von Nutzen sein. Zum Beispiel um die Zwerge schneller arbeiten zu lassen. Oder Hausbesitzer dazu zu überreden, ihre Häuser zu verkaufen, wenn Du dringend Platz brauchst.

In jedem Level bekommst Du verschiedene Ziele, die Du innerhalb einer bestimmten Zeit erreichen musst. Das können Gesamtgewinn - Vorgaben sein, eine bestimmt Höhe der Mieteinahmen, bestimmte Häuser, die Du bauen musst, und so weiter. Einmal pro Kapitel wirst Du eine Zusatzaufgabe bekommen. Dein Mauszeiger verwandelt sich in einen Zauberstab und Du musst z.B. 10 Trolle aus der Stadt verjagen oder 15 Studenten auftauen, die eingefroren sind. Leider gibt es ansonsten keine unerwarteten Ziele.

Schaffst Du alle Level eines Kapitels in Goldzeit, schaltest Du damit ein Bonuslevel frei. Ohne Zeitdruck musst Du dort ein von Kapitel zu Kapitel ansteigendes Gesamtgewinn - Ziel erreichen. Du kannst die Bonuslevel sofort spielen oder erst später. Das bleibt Dir überlassen. Jedes Level, einschliesslich der Bonuslevel, kannst Du zu jedem Zeitpunkt über die Karte noch einmal spielen.

Die handgemalten Grafiken sind wunderschön, ein echtes Highlight. Die Szenen ändern sich je nach Kapitel und es macht Spass den Zwergen, Einwohnern und magischen Wesen zuzuschauen, wie sie durch die Strassen pesen. Die Häuser und Gebäude haben liebevolle Details, die Farben sind fröhlich. Und die Geschichte, die zwischen den Bildern in animierten Szenen weitererzählt wird, hat viel Humor. Auch wenn Du solche Sequenzen sonst weiterklickst: Wer englisch gut versteht, der sollte sich die Zeit zum lesen (und lachen) nehmen.

Mit 32 Leveln ist Wonderburg leider etwas kurz geraten. Zwar hast Du auch die nicht in zwei oder drei Stunden durchgespielt, aber etwas mehr hätte man doch erwarten dürfen. Auch der Schwierigkeitsgrad ist nicht überwältigend. Es bedeutet keine grössere Anstrengung, die Goldzeit in jedem Level zu erhalten. Im letzten Drittel ändert sich auch die Strategie nicht mehr. Die Ziele sind mehr oder minder immer die gleichen und erfordern keine änderungen in den eingefahrenen Bahnen. Schade, etwas mehr Pep, etwas mehr Anspruch wären wirklich schön gewesen. Die Premium-Grundstücke sind in den höheren Leveln nur schwer erkennbar. Das macht es unnötig und ärgerlich schwierig, wenn Du bestimmte Häuser darauf bauen sollst. Anforderungen, die keinen Sinn machen, braucht ein gutes Spiel eigentlich nicht. Verwöhnt, wie wir Spieler nun mal sind, fällt auch auf, dass die Häuser keinerlei Veränderung erfahren, wenn sie aufwertet werden.

Wonderburg hätte das Potenzial gehabt, den König des Bauens, Build-a-lot, vom Thron zu stossen. Doch leider fehlt es genau an den Kleinigkeiten, die Buid-a-lot so besonders machen. Unterschiedliche Anforderungen, die unterschiedliche Strategien erfordern, Levelziele, die nicht grundsätzlich auf dem einfachsten Weg zu erreichen sind, ein bisschen mehr Politur in den Animationen. So ist es ein sehr schönes Spiel, dass den Download lohnt, aber hinter seinen grossen Brüdern zurücksteht.

 

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