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Club der Ermittlerinnen 2: Dunkelgraue Schatten
(Women's Murder Club 2: A darker Shade of Grey)
Nachlese

Herausgeber:Oberon Games
Entwickler:Floodlight Games

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Autor: Claudia K.

Ein Kadett der James Moore Militär Akademie hat bei einer Schulung in Presidio einen tödlichen Unfall. Doch schnell erweist sich der vermeintliche Unfall als Mord. Nur dies zu beweisen nicht leicht. Denn die Leitung der Akademie versucht alles, um die Ermittlungen zu behindern. Dies ist der neue Fall der vier Powerfrauen aus James Patterson's Erfolgsserie "Club der Ermittlerinnen" . Jill die Staatsanwältin, Claire, die Gerichtsmedizinerin, Cindy, die Reporterin und Lindsay, die Detektivin sind zurück. In 10 Ermittlungen mit insgesamt 37 Leveln suchst Du nach Beweisen und Spuren, musst Puzzle und Rätsel lösen.

Dabei spielst Du in drei unterschiedlichen Rollen: Lindsay, die Detectivin, macht die Hauptarbeit, Cindy, die Reporterin, hilft bei den Recherchen und arbeitet sogar Undercover und Claire, die Gerichtsmedizinerin analysiert die forensischen Spuren.

Für Kenner des ersten Spieles sei vorweg gesagt: Claires Rolle in diesem Spiel ist deutlich kleiner und das Puzzle zur Blutgruppenbestimmung wurde durch ein neues ersetzt, welches dann auch nur zwei mal gespielt werden muss.

Die diversen Puzzle und Rätsel sind unterhaltsam, wenn auch meist nicht all zu anspruchsvoll. Es gibt wenig reine Suchszenen und einige wenige Mal wirst Du eine bestimmte Anzahl von Schnipseln, Buchstaben etc. finden müssen. Zwar gibt es auch hier ab und an das bereits aus Womens Murder Club 1 bekannte Problem, dass die Dinge zu klein sind, aber zumindest hast Du hier mehr als ausreichend Hinweise zur Verfügung. Jedes Ermittlung beschert Dir fünf Hinweise. Zwar kannst Du auch hier keine dazu bekommen, aber nicht genutzte Hinweise nimmst Du mit in die nächste Ermittlung und addierst Deine Hinweise somit. Da es nur sehr wenige Szenen gibt, in denen nicht schon alles schimmert, was Du anklicken musst, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Du hier mit den Hinweisen prima auskommen wirst. Selten einmal wirst Du Dinge nehmen und ins Inventar legen, wo Du es dann später gebrauchen kannst. So musst Du zum Beispiel eine Gegensprechanlage reparieren und erst einmal die Dinge finden, die Du dafür brauchst. übrigens die einzige Szene, wo Dir nicht durch schimmern oder sonstige Hinweise gesagt wird, was genau Du jetzt suchen musst.

Und schon eines der ersten Puzzle kann sehr frustrierend sein. Du musst Buchstaben mit einem Stift vervollständigen und während das bei fast allen Buchstaben recht gut funktioniert, ist ein Buchstabe dabei, bei dem ein ganz bestimmter Pixel benutzt werden muss, damit die Lösung gültig ist.

Schimmern? Ja, das ganze Spiel schimmert und glitzert vor sich hin. Wo immer es etwas interessantes zu sehen oder tun gibt, dort schimmert es dann auch. Du bekommst in dem Spiel nicht allzu viel Möglichkeiten, wirklich selber zu kombinieren oder Dir Gedanken zu machen, wo Du wohl noch nach Spuren suchen könntest. Du brauchst auch nicht mehr nachdenken, wenn Du etwas in den Recherche Computer eingeben musst - diesmal steht direkt genau daneben, wonach Du suchst. Selbst als Du eine codierte Nachricht entschlüsseln sollst, lassen sie dich überlegen, wie den das Schlüsselwort heisst. Sie schreiben es gleich mit auf den Zettel, den es zu dekodieren gilt (naklar, die Leute schreiben ja auch ihr PIN Nummern auf Kreditkarten, warum dann nicht auch das Schlüsselwort auf den codierten Text)

Grossartig sind, wie nicht anders erwartet, die Grafiken. Handgemalt, detailiert, Jane Jensen, die Künstlerin, ist wirklich eine der Besten ihres Faches. Women's Murder Club: A darker Shade of Grey ist erfreulicher Weise auch heller als der Vorgänger. Das macht es noch angenehmer.

Aber auch hier: Ja, ich mag die Grafiken. Nein, es stört nicht weiter, dass alle vier immer wieder so aussehen, als hätten sie Tränen in den Augen. Und auch, dass Cindy es schafft, sich zwischen zwei Sätzen in einem Telefongespräch den knallroten Nagellack von den Fingern zu machen und dann mit babyzarten, unlackierten Fingern weiter telefoniert, ist nichts Gravierendes. Aber das ich mir die endlosen Gespräche zwischen durch anhören, bzw. schauen muss und nicht zumindest schneller durchklicken kann, das war dann doch ärgerlich. Ich kann verstehen, dass man die Künstlerin besonders präsentieren möchte. Aber bitte, wer braucht denn ein bis anderthalb Minuten um einen Satz zu lesen? Klickst Du, bekommst Du die Möglichkeit, den gesamten Dialog wegzuklicken. Machst Du das am Ende, wirst Du das Ende nicht erleben.

Das Videospiel in der Reporterbar wurde ausgetauscht. Schade, denn das Wörterraten war erheblich unterhaltsamer als dieses Memory, bei dem Du insgesamt 5 Runden spielen musst. Oder auch sehr viel mehr. Denn Dein Ziel ist es je eine Karte mit einer Ente und einem Bauern zu finden. Leider ist eine Schlange unterwegs, die Deine Karten per Zufallsgenerator frisst. Erwischt sie das Küken, verlierst Du ein Leben. Erwischt sie das Küken insgesamt drei mal, musst Du komplett von vorne anfangen. Nervig!

Das Spiel hat nur einen Modus, der ohne Zeit ist. Es gibt ein Punktesystem. Für erfolgreiche Aktionen ohne Fehler bekommst Du eine unbestimmte und sehr unterschiedliche Anzahl von Punkten. Insgesamt erreichen kannst Du 540. Das mag für manche ein Ansporn sein, dass Spiel noch einmal zu spielen, um die eigene Punktzahl zu erhöhen.

Jedes Puzzle kann weggeklickt werden. Du bekommst dann eben keine Punkte dafür. Die Hinweise helfen aber auch bei den Puzzlen.

Die Geschichte erzählt sich zum Teil durch das, was man herausfindet, zum Teil durch die Zwischensequenzen weiter. Sie ist nicht immer ganz schlüssig, aber es spielt ja auch beim Militär, da soll ja schliesslich nicht gedacht werden ;)

Das Spiel ist deutlich länger als Club der Ermittlerinnen, nicht nur wegen der endlos dauernden Zwischenszenen. Trotzdem schätze ich, dass ein erfahrener Spieler nicht länger als ca. 4 Stunden brauchen wird, wenn man die Szenen wegklickt. Enttäuschend ist, dass man sich wieder nicht die Mühe gemacht hat, Dinge anders zu verstecken, wenn sie ein zweites Mal gesucht werden müssen. Sowohl zwei Faxe beim Sheriff als auch die Mikrofiches für die Recherche, die zweimal gesucht werden müssen, liegen exakt an der gleichen Stelle. Fast alle Puzzle tauchen zwei mal auf. Auch das hilft, mit den Hinweisen auszukommen.

Club der Ermittlerinnen: Dunkelgraue Schatten bietet nichts Neues, hat Altes, das frustriert hat, teilweise eleminiert und dafür anders gebracht. Der Wiederspielfaktor ist gering, das alle Objekte immer an der gleichen Stelle liegen und man nur sein eigenes Punkte-Konto verbessern kann. Die Grafiken sind grossartig, aber in den Zwischensequenzen hatte ich das Gefühl, dass man mich zwingen will, diese zu bewundern. Die Musik ist nett, aber nichts besonderes. Die Puzzle sind teilweise gut gemacht, aber zu einfach oder nerven, weil sie künstlich in die Länge gezogen werden. Das Spiel hat keinen Wimmelbildcharakter mehr, was aber nur informativ und nicht wertend zu verstehen ist.

Es ist etwas länger als das erste, aber nicht wesetlich besser. Wer also von Club der Ermittlerinnen begeistert war, wird auch Club der Ermittlerinnen: Dunkelgraue Schatten mögen. Wer schon auf Teil 1 hätte verzichten können, der wird auch bei Teil 2 nicht wirklich etwas verpassen.

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