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Witch's Pranks: Frogs Fortune


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Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Shaman Games

Download: BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 17.05.2014

Erfrischendes Abenteuerspiel im Zeichen des Frosches
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Nichts Böses ahnend begehen wir gerade einen dichten Wald und stoßen auf ein Haus. Zufällig beobachten wir dort durch ein Fenster, wie eine Hexe gerade dabei ist, einen Prinzen in einen Frosch zu verwandeln. Nur ein Kuss von ihr erlöst den armen Kerl von diesem Zauber und verdammt ihn dazu, sie zu heiraten. Während wir also noch versuchen, diesem Schicksal zu entkommen, hat uns bereits die Agenten-Spinne der Hexe entdeckt. Durch ihre Magie betäubt, erwachen wir kurze Zeit später eingesperrt in ihren Gemächern. Zum Glück  befindet sich die Hexe gerade bei der Kosmetikerin, was uns Zeit verschafft, dem Prinzen zu helfen, seine ursprüngliche Gestalt wieder anzunehmen.

Die Rahmenhandlung basiert auf dem „Froschkönig“ der Gebrüder Grimm. Doch mit viel Witz und Charme haben Shaman Games es geschafft, die Figuren so in Szene zu setzen, dass dieses gern genutzte Thema wesentlich unterhaltsamer ist, als alles bisher gesehene. Der Comicstil und die bunten Farben passen hervorragend ins Gesamtbild. Gespickt wird das Ganze mit lustigen Tagebucheinträgen, die von der Hexe stammen und uns in regelmäßigen Abständen verdeutlichen, wie sehr sie sich doch einen Prinzen als Gatten wünscht. Dazu sind viele kleine Szenen detailverliebt ausgearbeitet worden, so dass selbst längere Zwischensequenzen ein wahres Vergnügen sind. Auch dann, wenn sich uns ihr großer, roter Kussmund bedrohlich nähert und wir das Verlangen verspüren, uns in Luft aufzulösen.

Der Bildschirm ist etwas anders aufgeteilt, als sonst üblich. Das Inventar befindet sich in einer Tasche am oberen linken Bildrand. Empfehlenswert ist hier, dieses mit dem Schloss zu befestigen, um es immer im Blick zu haben. Auf der rechten Seite gehört uns ein Augenamulett, das anzeigt, welche Richtungen und Orte in der momentanen Szene aufgesucht werden können. Der Hilfe-Button und das Journal befinden sich ebenfalls in der linken oberen Ecke, so dass der untere Bereich, dieses Mal vollkommen frei von Equipment ist.

Bevor wir beginnen, haben wir die Möglichkeit, einen von drei Schwierigkeitsgraden auszusuchen. Der normale Modus beschert uns eine schnelle Tipp- und Skip-Funktion, außerdem ist hier das oben bereits erwähnte Auge verfügbar und eine Einführung. Der Modus „Fortgeschritten“ unterscheidet sich vom einfachsten nur dadurch, dass die Ladezeiten etwas länger sind. „Experten“ müssen sich für Hinweise und überspringen enorm gedulden und zusätzlich auf Auge und Tutorial verzichten. Ein Wechsel ist über das Menü, das sich in diesem Fall oben rechts befindet, jederzeit möglich.

Eine Karte suchen wir vergeblich. Da die Geschichte aber immer einen roten Faden besitzt, die Wege nicht allzu weit sind und das Inventar überschaubar gefüllt ist, behalten wir meist den überblick. Zu Unterbrechungen im Spiel kommt es höchstens dann, wenn wir nicht alles mit detektivischem Spürsinn abgesucht und somit die ein oder andere Aktion bzw. Gegenstand übersehen haben. Darum ist es wichtig, die grünen Pfeile zu beachten, die uns darauf hinweisen, dass wir in einigen Bereichen das Bild nach links und rechts oder oben und unten ziehen können.
Im Journal werden alle wichtigen Informationen mitgeschrieben, automatisch unserem Tun hinzugefügt und wenn notwendig mit Erledigt-Häkchen versehen.

Wimmelbilder sind keine vorhanden. Insgesamt fünfmal gibt es eine entfernte Abhandlung davon. Dann ist es unsere Aufgabe, zwei Teile eines Gegenstandes zu finden und dieses vollständige Objekt irgendwo im Bild wieder einzusetzen. Meistens geht es im Endeffekt darum, irgendeine Kiste oder Schatulle zu öffnen. Auf klassische Wortsuchlisten und ihre Varianten wurde komplett verzichtet.

Bei den Minispielen merken wir schnell, dass sie sich in zwei Schubladen einordnen lassen. Zum einen gibt es die ganz einfachen Rätsel, bei denen wir mal schnell ein Rädchen drehen oder zwei, drei Symbole anklicken. Zum anderen stoßen wir aber auch auf Vertreter der aufwendigeren Art. Zwar haben Shaman Games die Puzzle nicht neu erfunden, aber einige doch so umgestaltet, dass sie wesentlich interessanter und teilweise auch schwieriger sind, als die gängigen Versionen. Wird von uns z. B. verlangt, dass wir gleiche Paare finden sollen, so ist hier der Knackpunkt, dass sich die Steine, falls sie nicht zusammenpassen, an einen anderen Platz verschieben. Und das Entwirren von Fäden, bis sich keiner mehr überlappt, beinhaltet noch die Zusatzaufgabe, eine vordefinierte Form damit zu erstellen. Natürlich gibt es auch Altbewährtes, das immer mit der jeweiligen Umgebung harmoniert und perfekt eingearbeitet wurde.

Aber Dreh- und Angelpunkt sind bei „Witches’ Pranks: Frog‘s Fortune“ die Frösche. Sie sind nicht nur niedlich anzusehen, sondern übernehmen auch die Rolle des Helfers. Wollen wir einen Baumstamm durchsägen, zieht das Fröschlein am anderen Ende der Säge, kommen wir an eine Stelle nicht heran, hilft es uns dabei. Doch es kann auch unglaublich verliebt durch ein Teleskop sehen und seiner Angebeteten Luftküsse zuwerfen, in einer Höhle vor Kälte zittern und bei fremdartigen Kreaturen vor Angst schlottern. In Verbindung mit ulkigen Lauten, das es von sich gibt, ist das ein großer Spaß und sorgt mit Sicherheit für den einen oder anderen Lacher.

Doch leider hat auch mal das schönste Spiel ein Ende, dieses zumindest nach ca. 3,5 Stunden, in denen wir Dornröschen und Schneewittchen ihre Prinzen wiedergebracht haben. Außerdem erfahren wir, was mit der Hexe geschieht. Im ca. 45-minüten Bonuskapitel verhelfen wir auch noch Rapunzel zu ihrem Geliebten, allerdings werden wir hier gezwungen, mit allen Tricks zu arbeiten, da die Gute sich als ziemlich störrisch erweist. In den Extras können wir zusätzlich noch auf Bildschirmschoner, Wallpapers, Konzeptkunst und Musik zugreifen.

Ich hielt mit „Witches’ Pranks: Frog‘s Fortune“ das bis jetzt beste Spiel des Jahres in den Händen und wollte es auch gar nicht mehr loslassen. Ein mehr als verbrauchtes Thema wie Märchen so genial umzumodeln ist schon eine Kunst. Natürlich sollte man diese Art der Grafik mögen und die etwas langsame Aktionszeit tolerieren. Wer aber auf gelungenes Entertainment steht, sollte hier hemmungslos zugreifen und wer Frösche noch nie leiden konnte, wird sie danach lieben, versprochen. 


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