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Witches' Legacy: Drohende Finsternis

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elefun Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): Bigfish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 25.03.2015
Deutsch (Normal): 10.07.2015

Bester Teil der Serie, aber in Teilen nicht ausgereift
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Zur Feier des Hochzeitstages gehst du mit deiner Tochter Lynn und ihrem Ehemann Edward auf den Jahrmarkt. Und natürlich fehlt auch dein treuer Begleiter, der Imp nicht. Doch dann musst du hilflos mit Ansehen, wie Edward zu einer Marionette transformiert wird. Ein Magier zwingt Lily mit ihm durch ein Spiegelportal zu gehen, droht, dass Lynn sonst ihren Mann nie wieder sehen wird.

Dein Spiel beginnt damit, dass du einen von vier Modi aussuchst; der Vierte ist für personalisierte Einstellungen im Bereich Glitzer und Klickstrafen bei Wimmelbildern, allgemeines Geglitzer und Aufladezeiten. Die Karte, die Standort und aktuelle Aufgaben anzeigt, ist in keinem Modus betroffen. Sie ist in der Normalversion von Witches' Legacy: Drohende Finsternis auf zwei Seiten aufgeteilt. Die Karte ist zuverlässig, aber im Grunde nicht nötig. Zwar läufst du viel von A nach B und von B nach A, doch deine Einsatzorte sind immer begrenzt auf einige Wenige. Der Tipp, soweit per Modus vorhanden, erledigt seine Aufgabe ebenfalls zufriedenstellend, sowohl als Suchmaschine als auch als Richtungsweiser.

Als ständiger Begleiter, der mit viel Gefiepse allerlei für dich erledigt, steht dir der Imp wieder zur Seite. Er kriecht, krabbelt, klettert, springt und oftmals musst du für ihn Extrazubehör besorgen, wie Tauchmaske, Schuhe, Seile und so weiter. Während sein eigentlicher Einsatz noch ganz witzig gemacht ist, nervt er bei seiner zweiten Aufgabe. Es gibt kein Buch und der Imp ist dafür zuständig, dir aktuelle Ziele vor Augen zu halten. Klickst du ihn an, rollt er ein Schriftband aus. Doch klickst du ihn nicht an, wird er winken, hampeln und zappeln, bis du ihm endlich die notwendige Aufmerksamkeit schenkst. Schwiegersohn-Marionette Edward hat als Helfer im Inventar auch einige wenige Auftritte.

Wimmelbilder gibt es zahlreiche und sie sind durchaus abwechslungsreich. Bildergeschichten, Wortsuchlisten, die zunächst freigespielt werden müssen, Umriss-Suche mit anschließendem Worträtsel, Interaktionen und kleine Fenster, die du öffnest und die notwendigen Dinge in der Umgebung finden musst, ergänzen Wortsuchlisten, die hinter jedem gefundenen Gegenstand etwas verbergen und eine "aus dem Inventar wieder zurücklegen-Szene. Abwechslungsreich gemacht kommen sie fast alle zweimal vor. Zum Ende hin werden die Abstände sehr kurz und auch wenn die gleiche Szene immer unterschiedliche Varianten hat, unschön ist es trotzdem. Zu Beginn des Spieles sind die Such-Varianten abwechslungsreicher, dann läßt es nach, doch zum Ende erholt sich dies wieder ein wenig. Alle ganz-szenigen Wimmelbilder können durch ein Memory ersetzt werden.

Die Puzzles sind alte Bekannte, doch sie sind gut gemacht. Es gibt nicht sehr viele; wie häufig bei Elefun Games, ist auch Witches' Legacy: Drohende Finsternis eher wimmelbildlastig. Doch beides, Wimmelbilder und Puzzles, sind gut gemacht, interessant und, eine Spezialität von Elefun Games, selbst Legepuzzles können hier eine kleine Herausforderung sein.

In der Sammleredition gibt es zusätzlich 33 veränderliche Objekte und Puzzleteile zu finden. Beide sind zum Teil gut versteckt. Die veränderlichen Objekte sammelst du für eine der zwölf möglichen Auszeichnungen, die Puzzleteile ermöglichen es dir, in den Extras am Ende vier Legepuzzles der einfachsten Art zu machen und so über die vier Hauptdarsteller (von denen einer nur ca. 1 Minute in einem Spiegel aktiv ist) mehr zu erfahren. Die Spielzeit des Bonusspieles liegt unter einer Stunde und besucht 9 bereits im Hauptspiel erarbeitete Orte. Es ist aber eine eigenständige Geschichte, die zwar an die des Hauptspieles anschließt, nicht aber direkt dazu gehört.

Neben dem nervigen Imp sind die Ladezeiten von Szene zu Szene ein absoluter Minuspunkt. Ein schwarzes Bild mit Ladeleiste zeigen, dass hier nicht unbedingt ein Meister der Komprimierung am Werk ist. Die Angewohnheit, den Spieler häufig hin und her laufen zu lassen, um jeweils nur ein Objekt zu finden, dann einsetzen zu lassen, um etwas zu finden, was am vorherigen Ort eingesetzt werden muss, führt dazu, dass man stellenweise länger wartet als spielt. Dies gilt auch, wenn die Karte benutzt wird. Ansonsten gibt die Sammleredition nur Musik (und hier leider nicht alles) und was sonst üblicherweise angeboten wird, her.

Grafisch oft etwas dunkel gehalten, kann es an einigen Stellen vorkommen, dass man Dinge nur schlecht erkennen kann. Ansonsten sind die Bilder gut gemacht und geben die Atmosphäre wieder. Die Hintergrundmusik sticht an vielen Stellen klar gegen das übliche Gedudel heraus, ist einfühlsam, unterstützend und schon fast emotional. Die Geschichte hat einen roten Faden und ist interessant genug, um weiter zu spielen. Weniger um zu erfahren, was passiert; das ist wie immer klar. Aber der Weg ist das Ziel und gerade weil die Karte noch zu entdeckende Orte zeigt, möchte man doch zu gern erfahren, wo es noch hingeht.

Witches' Legacy: Drohende Finsternis ist wohl das beste Spiel der Serie. Die Ladezeiten und auch Herr Nervig Imp mit seinem Gezappel sind die größten Minuspunkte, hier und da fehlt es an Logik, aber das ist schon fast Meckern auf hohem Niveau, verglichen mit dem, was uns sonst zugemutet wird. Elefun Games schließt die Geschichte zwar ab, doch der Verlauf gibt durchaus Stoff für eine Fortsetzung, die, wäre sie in gleicher Qualität, frohen Mutes erwartet werden kann. Witches' Legacy: Drohende Finsternis ist eine, kleine, Perle bei den Normalversionen und eine Niete bei den Sammlereditionen.

 


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