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Whispered Secrets: Geraubte Talente


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Grandma Studios

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 14.11.2014
Deutsch (Normal): 06.01.2015


Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer, dem frischer Wind gut zu Gesicht gestanden hätte
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Wir werden in die beschauliche Stadt Ridleton gerufen, da dort immer wieder Menschen vermisst werden. Zusätzlich fegen starke Winde durch das örtchen und mit jedem Erscheinen verschwindet auch ein Bewohner. Mit Hilfe eines roten Pandas und einer Jägerin versuchen wir herauszufinden, wer bzw. was dahinter steckt und nach welchen Kriterien die Opfer ausgewählt werden. Doch wir müssen uns beeilen, denn ein noch größerer Sturm braut sich über uns zusammen.

Schnell stellen wir fest, dass der so opulent beschriebene Sturm in grafischer und geschichtlicher Hinsicht eher ein laues Lüftchen ist, das schnell seinen Schrecken verliert. Das liegt auch an der äußerst farbenfrohen Gestaltung der Bilder und der fehlenden Hintergründigkeit der Handlung. Wieder mal schließen Bürger einen Pakt mit dem Teufel, den nun alle zusammen auszubaden haben und dessen Auflösung nur durch uns möglich ist. Zumindest bewegen sich die Figuren in den Gesprächen etwas und auch eine gewisse Dramatik in der musikalischen Untermalung kann man den Entwicklern nicht absprechen.

Die drei Schwierigkeitsstufen, die wir natürlich jederzeit während des Spiels ändern können, unterscheiden sich in folgenden Punkten: Schnelles, langsames und sehr langsames Aufladen von Tipp und überspringen, aktive Bereiche und Wimmelbilder glitzern oder auch nicht und die Karte enthält Hinweise oder eben keine. Selbst im einfachsten Modus funktionieren allerdings der Hinweisgeber und die Karte des öfteren nicht einwandfrei. Entweder wird uns ein Gegenstand angezeigt, mit dem wir momentan gar nichts anfangen können oder wir werden zu einem Ort geschickt an dem nichts zu tun ist. Das ist gerade dann ärgerlich, wenn das Inventar leer ist und uns partout nicht einfallen will, wo wir als nächstes nachsehen sollen, um irgendein weiteres Utensil zu finden.

Als Helfer in der Not ist uns ein kleiner, roter Panda zur Seite gestellt, der ausnahmslos gut animiert ist. Unser Mauszeiger verwandelt sich in eine Pfote, wenn er zum Einsatz kommen soll. Dazu kann es schon mal vorkommen, dass er sich am unteren Bildrand schlafen legt und leise Schnarchgeräusche von sich gibt, wenn gerade keine Aufgaben für ihn anfallen. Im Trophäenzimmer, das nur in der Sammleredition angeboten wird, besteht die Möglichkeit, ihm einen Namen zu geben, im Spiel selbst findet sich dieser aber nirgends. Außerdem erhalten wir noch einen Spiegel, über den wir mit der Jägerin kommunizieren können. Meist erhalten wir so einen Hinweis, der unseren nächsten Schritt betrifft. über ein Journal können wir zudem alle Zwischensequenzen noch einmal ansehen und kurze Abschnitte nachlesen.

Jedes der zehn Wimmelbilder besuchen wir ein zweites Mal und das auch gerne in kurzen Abständen hintereinander. Meist handelt es sich um Wortsuchlisten, die die gängigen Zwischenschritte beinhalten. Eher selten stoßen wir auf eine Umriss-Suche oder auf die Variante, bei der wir gleiche Objekte zu finden haben. Alternativ besteht die Möglichkeit, immer in ein sehr einfaches 3-Gewinnt-Spiel zu wechseln.

Fast 40 Rätsel umfasst der Hauptteil. Bis auf zwei oder drei Ausnahmen werden wir dabei in keinster Weise herausgefordert, zumal es sich ausnahmslos um die gängigsten Minispiele handelt, die im Moment auf dem Markt sind. So verschieben wir Teile, bis ein Bild entsteht, wiederholen irgendwelche Sequenzen, balancieren Fledermäuse nach Farbe und Gewicht aus und befördern eine Kugel mittels Drehbewegungen durch ein Labyrinth. Die bereits beschriebenen Ausnahmen unterscheiden sich von den anderen Puzzeln nicht im Schwierigkeitsgrad sondern lediglich darin, dass uns dabei mehr Geduld abverlangt wird. Alle anderen Rätsel dagegen sind mit einem Minimum an Klicks zu lösen und befriedigen wohl nur diejenigen, die keinerlei übung darin haben.

Da ist es auch nicht verwunderlich, dass wir recht zügig zum Ende gelangen, das keine überraschungen bereit hält. Das Bonuskapitel beginnt mit den Worten „Ich hätte wissen sollen, dass es noch nicht vorbei ist“ und so erhören wir die Bitte des Schmieds und machen uns erneut auf den Weg nach Ridleton, um das Böse endgültig auszumerzen. Die Extras der Sammlerediton beinhalten das Suchen von 168 Flammen, die als kleine Pünktchen in jeder Szene dargestellt werden. Klicken wir diese an, lodern sie auf. Am linken Bildrand können wir dann zusätzlich sehen, wie viele davon noch in der jeweiligen Szene versteckt sind. Haben wir alle kleinen Feuer gefunden, müssen wir anschließend ein weiteres Rätsel lösen hinter dem sich letztendlich ein verstecktes Kapitel befindet, das nochmal ein paar Minuten Spielzeit mit sich bringt. Außerdem stehen uns Wallpapers, Musik, Filme und Konzeptkunst zur Verfügung.

„Whispered Secrets: Geraubte Talente“ ist weder besser noch schlechter, als seine Vorgänger. Nichts wurde verändert oder gar interessanter gestaltet, alles versinkt im Sumpf des Gewöhnlichen, Vorhersehbaren und Nichtssagenden. Lediglich etwas tiefer in den Tuschkasten haben die Entwickler gegriffen, was aber nicht über die sonstige Eintönigkeit hinwegtäuscht. Für Neueinsteiger ist es sicherlich nicht der schlechteste Start, Vielspieler dagegen wird es zutiefst langweilen.


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