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Westward
Nachlese

Herausgeber:Sandlot Games
Entwickler:Sandlot Games

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Autor: Claudia K.


Kannst Du Dich noch an früher erinnern, wenn im Fernseh die Sachen über den Wilden Westen liefen? Nun, was immer Du davon noch weisst, vergiss es. Denn jetzt ist es kein Regisseur mehr, der das Leben in der Cowboys darstellt, sondern es liegt in Deinen Händen, aus einem Lager eine blühende Stadt zu machen und den Leute ein gutes Leben zu bescheren.

Westward ist kein Zeitmanagement-Spiel. Es geht um Strategie und Ausdauer. Du hast für die meisten Aufgaben, die Dir gestellt werden, so lange Zeit wie Du eben brauchst. Oder eben die anderen. Denn anders als bei Wimmelbildspielen oder 3-Gewinnt Spielen ist es hier so, dass Deine Leute zum Beispiel Wasser und Nahrung brauchen, auch wenn Du nur in der Gegend rumstehst (immer daran denken, auf Pause zu gehen, wenn Du vom Bildschirm weggehst)

Ein ausführliches Tutorial wird Dir helfen, die einzelnen Situationen zu meistern. Du lernst Häuser und andere Gebäude zu bauen, Holz und Gold ab- und Gemüse anzubauen. Deine Bevölkerung wächst und Du musst dafür Sorge tragen, dass sie nicht nur Wasser und Nahrung, sondern auch einen Job haben. Wer keine Arbeit hat, verlässt die Stadt.

In der Geschichte an sich geht es um einige Siedler, die von Doc Vostrikov ein Stück Land mit dem Namen Hoffenbach gekauft haben. Es stellt sich heraus, dass Vostrikov (auch "Der verrückte Russe" genannt), es an mehr als eine Siedlergruppe verkauft hat. Die Leute tun sich zusammen und von da ab ist Dein Tutorial mehr oder weniger zu Ende.

Während Du also in Hoffenbach anfängst eine blühende Gemeinschaft aufzubauen, werden immer wieder Aufgaben an Dich herangetragen. So sollst Du jemandem 40 Nahrungseinheiten geben. Dafür wird er Dir beim Aufbau der Stadt helfen. Ein anderer möchte Holz haben, schenkt Dir dafür später das Sägewerk, Du musst eingesperrte Siedler befreien und vieles mehr.

Die wenigsten Aufgaben kannst Du sofort angehen. Meist sind erst Vorbereitungen nötig. Um die eingesperrten Leute zu befreien, benötigst Du Dynamite. Das bekommst aber nur, wenn Du hilfst, ein Haus zu reparieren, was Du nur kannst, wenn Du vorher die Gegend nach Holz absuchst. Und dieses Beispiel gehört noch zu den einfacheren Aufgaben. Denn eine der grossen Stärken von Westward ist die tiefe des Spieles. Alles ist miteinander verknüpft, Du kannst nie nur einer Sache Deine Aufmerksamkeit schenken.
So ist es nicht möglich ohne Blick auf den Zustand der Stadt die Gegend zu erkunden. Wenn Nahrung knapp ist, solltest Du alles an Nahrung sammeln, was Du findest. Gleichzeitig solltest Du die Finger von der Nahrung lassen, wenn genug vorhanden ist. Denn Beeren und Äpfel wachsen nicht nach und ist Dein Potential ausgeschöpft, dann sammelst Du z.B. die Beeren vom Strauch, hast aber nichts davon.

Anders als in vielen anderen Spielen, spielst Du hier nicht nur einen Helden. Du schlüpfst in mehr als 10 verschiedene Rollen, bist mal Sheriff, mal Siedler. Das macht es abwechslungsreich und "realistischer". Denn der Segen eines Kommunenaufbaus hängt von der Gemeinschaft ab, nicht vom Einzelnen.

Die Musik, der subtile Humor des Spieles (Harris Pilton, der Hotelmogul ;) oder auch kleine Sätze, die die Figuren fallen lassen (Esmerelda Fitzsimmons sagt zum Beispiel "I just can't get good tiramisu around here!"(Hier bekommt man einfach kein vernünftiges Tiramisu), die aber nicht übersetzt wurden. Auch die Tips, die man beim Ortswechsel auf dem Bildschirm sieht, haben kleine humoristische Einlagen, die auch übersetzt wurden), die Grafiken, die immer dem Westernthema verhaftet bleiben, all das macht Westward zu einem grossartigen Spiel. In der Spielzeit, die man mit 30 - 40 Stunden ansetzen kann, gibt es 20 Hauptaufgaben und unzählige kleinere Aufgaben zu lösen. Insgesamt stehen Dir 25 Gebäude zur Verfügung, die Dir helfen, Deine Stadt aufzubauen, die Bevölkerung zu vermehren und den Leuten neben Nahrung und Wasser auch Arbeit, Unterhaltung, Wohnraum, Luxus und mehr bieten.

Es gibt nicht viel auszusetzen an Westward, aber ein paar Kleinigkeiten stören doch. So kann man nicht rein- und rauszoomen, um einen besseren Überblick über das Gebiet zu bekommen. Auch über die angebotene Karte gibt es keine Möglichkeit, einen entfernteren Teil schneller zu sehen. So ist es manchmal ermüdend, mit einem der Charaktere erst ans entgegen gesetzte Ende zu wandern, um zum Beispiel zu sehen, ob der grosse Stein nun Stein oder Goldader ist. Auch kann man keinerlei Aktionen etwas verschnellern. Sie hatten Zeit, damals im Wilden Westen. Und deshalb hast auch Du Zeit, wenn Du Deinen Charakter von A nach B schickst. Nicht immer geschickt, wenn Deine Bevölkerung wegläuft, weil Du nicht schnell genug irgendwo Nahrung findest. Von Zeit zu Zeit tauchen kleinere Programmierfehler auf. Du hast Schwierigkeiten einen Charakter hinter einem Baum anzuklicken, bzw. dort wieder herauszuholen. Oder eine Gruppe von Leute steckt an einem Durchgang fest. Es dauert ewig, bis Du sie einzeln wieder befreit hast. Auch ist es lästig, wenn ein Charakter beschliesst, einen riesigen Umweg um eine Baumgruppe zu machen, während der nächste einfach hindurch wandern kann.
Aber solche Dinge kommen nur selten vor und lassen sich, wenn es denn dann passiert, mit ein wenig Geduld beheben.

Westward ist ein grossartiges Strategyspiel, dass es einem nicht leicht macht, mit dem Spielen aufzuhören. Es wurde mit sichtlichem Produktionsaufwand hergestellt, ist verständlich aufgebaut, so dass auch solche Spieler es spielen können, die ansonsten nicht so viel mit Strategiespielen am Hut hatten. Die Story ist interessant und humoristisch. Fazit: Probier es aus! Es macht Spass! Yippie Yeah!

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