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Weird Park: Unheimliche Märchen


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Herausgeber: Alawar Games
Entwickler: Keine Angabe

Download: Deutschland-Spielt
Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 13.12.2012
Deutsch: 26.01.2013


Während einer Autofahrt siehst du plötzlich den Geist eines Mädchens, verursachst einen Unfall und landest außerhalb einer verlassenen Stadt. Von dem Schock bezüglich des Geistes erholst du dich erstaunlich schnell und nimmst die Aufgabe, Geister diverser Kinder zu retten, die nicht mehr mit "ihm" spielen möchten, ohne weitere Verwunderung an. Ebenso schnell erfährst du, dass Louis, der Clown und Mr. Dudley (die dir beide aus Weird Park: Broken Tune bekannt sind) wieder aufgetaucht sind. Und erneut sind Kinder ihre Opfer, die sie in ihre grausam-tragische Phantasiewelt locken.

Wobei man zugeben muss: Die Bezeichnung "grausam-tragisch" ist meiner Feder entsprungen und trifft nicht wirklich den Kern der Geschichte. Die dümpelt nämlich eher vor sich hin und wird von der Protagonistin mit stoischer Ruhe hingenommen. Es ist momentan ein Trend, Spiele mit klassischen Märchen zu verbinden; im Gegensatz zu den meisten Spielen ist dies hier aber nicht erfolgreich gelungen.

Witzig gemacht ist der Tipp. Dieser zeigt sich als Teddybär (eine Zurücklassung des Geistes aus der ersten Szene), welcher einen Ballon aufbläst. Wie lange dies dauert, hängt von deiner Wahl der beiden zur Verfügung stehenden Modi ab, die ebenfalls darüber entscheiden, ob dir aktive Szenen per Glitzer angezeigt werden. Ist der Ballon prall, zeigt dir der Hinweis ein übersehenes Objekt, in Wimmelbildern einen willkürlichen Gegenstand deiner Suchliste oder die Richtung, in der du etwas tun kannst. Letzteres scheint manchmal falsch zu sein, doch der Spieler tut gut daran, sich die Nahansicht gut anzusehen; manchmal fällt erst auf den zweiten Blick auf, dass ein Puzzle nicht nur auf ein noch fehlendes Bestandteil wartet.

Die Wimmelbilder sind klassisch, jede Wortliste beinhaltet ein gelb geschriebenes Objekt, dass nur durch einen zusätzlichen Klick in zusätzlichen Verstecken wie zum Beispiel einer Schublade oder einem Vorhang gefunden werden kann. Sie sind überfüllt, aber die Gegenstände trotzdem gut zu finden. Auch hier erhältst du nur ein Inventarobjekt am Ende, was dich spätestens dann an der Intelligenz der Entwickler (die offensichtlich nicht namentlich genannt werden möchten) zweifeln lässt, wenn du die gleiche Szene innerhalb einer Minute noch einmal spielen musst. Das ist nicht bei jedem Wimmelbild so, aber die Abstände zwischen den beiden Suchaufträgen sind häufig zu kurz. Dabei sind es insgesamt zwar ausreichend, aber nicht unbedingt zuviel Wimmelbilder - es gibt auch längere Abschnitte, in denen sie nicht auftauchen. Dann aber wieder gehäuft und das fühlt sich an, als wäre das Spiel in unsichtbare Abschnitte eingeteilt. Zumal man ja, durch anfängliche Überraschungen klug geworden, immer wieder nachschaut, ob nicht doch an den bekannten Stellen Wimmelbilder erneut aktiv sind.

Die Puzzles sind klassisch, es gibt keine Überraschungen, sie benötigen keine Gehirnakrobatik, sind aber gut gemacht. Gut genug jedenfalls, dass auch der erfahrene Spieler sich nicht langweilt, während der Neuling im Gewerbe eine faire Chance hat, sie zu lösen. Neues oder gar Originelles allerdings findet man nicht. Und manches Mal hat man viel Lauferei auf sich genommen, um das noch fehlende Teil eines Puzzles zu lösen; das Ergebnis enttäuscht dann oft, denn es gibt nur selten einen Durchbruch, nur selten bringt dich der ergatterte Gegenstand oder das geöffnete Schloss in deinem Spiel entscheidend weiter.

Und genau hier hakt es ein wenig, bei Weird Park: Unheimliche Märchen. Du läufst einen Marathon, du tust und machst, aber schon die ersten drei Örtlichkeiten zu verlassen und ein Stück in der Geschichte weiter zu kommen, dauert eine gefühlte Ewigkeit. Man verzettelt sich in Kleinigkeiten, die schon in der ersten Stunde Müdigkeitserscheinungen aufkommen lassen. Dabei ist das Spiel grafisch schön anzusehen, trotz der Nachtszenerie (wie sollte es anders sein, das Klischee sagt: "Das Böse ist dunkel", also taucht es nur in der Nacht auf....) ist alles ausreichend erhellt. Die Farben sind kräftig, die Bilder deutlich.

Diese Kleinkrämerei verhindert auch, dass man wirklich eintauchen kann, in dieses Spiel. Es nimmt dich nicht wirklich mit und das liegt weniger an der dünnen Geschichte, sondern an dem Zwang, jeden Ort gefühlte fünzig Mal zu betreten. Immer nur, um eine Sache zu erledigen, während es beim Rest heißt: Hier fehlt noch etwas. Die nicht wenigen Einblendungen sind häufig irrelevant - warum muss man sich zwei Minuten lang anschauen, wie Mr. Dudley eine Treppe fegt?

Zurück bleibt ein Spiel, das Unterhaltungswert hat, aber bei dem es an vielen Stellen an Politur fehlt. Wie schon beim Vorgänger fehlt der durchgehende rote Faden und das viele Hin- und Her ist einfach nur nervig. Auf der anderen Seite sind die fairen Puzzles, die schönen Grafiken und der Einbau so ziemlich aller klassischen Momente eines Wimmelbild-Puzzle-Abenteuers ein Garant dafür, dass man in den ca. 4 Stunden Spielzeit nicht völlig enttäuscht, sondern eher angenehm unterhalten wird.


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