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Web of Deceit: Tödlicher Sand


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Blam! Games

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 25.09.2013
Deutsch (Sammler): 15.12.2013

Gelungene Fortsetzung mit tollen Rätseln
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Mit unserem Flugzeug steuern wir durch einen plötzlich aufkommenden Sandsturm und stürzen dabei ab. Es ist pures Glück, dass wir das Unglück überlebt haben. Zufälligerweise befindet sich unsere Absturzstelle in der Nähe des Anwesens unseres Onkels Sam. Er hat uns zu sich gebeten, da er Hilfe benötigt. Wir rappeln uns also auf, und machen uns umgehend auf den Weg zu seinem Haus. Als wir dort ankommen und nach ihm rufen, antwortet uns niemand.

Wie auch im ersten Teil „Web of Deceit: Die Schwarze Witwe“ geht es hier um Morgana, Herrscherin über die Spinnen. Allerdings tritt sie dieses Mal im Doppelpack zusammen mit ihrer Tochter gegen uns an. Von ihren achtbeinigen Freuden ist allerdings bis zum Ende des Hauptspiels wenig zu sehen, erst dann bekommen wir sie in mechanischer Form zu Gesicht.

Wieder wurde auf echte Schauspieler zurückgegriffen, denen wir im aktuellen Teil ein gewisses Talent nicht absprechen können, zumindest wirken die Schmerzen des Hauptprotagnisten Onkel Sam durchaus glaubwürdig. Auch bei der Synchronisation und der Auswahl der Stimmen haben sich die Entwickler ordentlich ins Zeug gelegt. Die häufigen Zwischensequenzen sind interessant, dennoch kurz gehalten, so dass hier keine Langeweile aufkommt.

Bei der Frage nach dem Modus können wir aus „Normal“, „Fortgeschritten“ und „Schwer“ wählen. Für ein entspanntes Spielen wird uns die Stufe „Normal“ empfohlen, da dort der Tipp schnell wieder auflädt und aktive Bereiche glitzern. Im Fortgeschrittenen-Modus erhalten wir in den Wimmelbildern Klickstrafen, die Wartezeit auf den Hinweisbutton ist etwas länger und auf das Funkeln müssen wir ganz verzichten. Experten dürfen sich an „Schwer“ versuchen, da es dort keine Tipp- und überspringen-Funktion gibt. Zusätzlich können wir auf der interaktiven Karte einstellen, ob wir Orte, an denen noch etwas zu tun ist, angezeigt bekommen möchten oder nicht. Dazu kommt, dass wir uns über sie fortbewegen können. Alle eingestellten Punkte sind über die Optionen jederzeit änderbar.

In der linken Ecke unseres Bildschirms sind übersichtlich die Karte, das Menü und ein Journal angeordnet. Das Notizbuch ist zudem wie ein Film aufgebaut, die Geschichte wird darin nur ganz kurz zusammengefasst, Videosequenzen kann man sich noch einmal ansehen. Außerdem werden wichtige Codes mitgeschrieben. Auf der rechten Seite können wir unsere aktuelle Aufgabe abrufen und den Tipp in Form einer Kristallkugel in Anspruch nehmen.

Alle 13 Wimmelbilder werden nur einmal gespielt und sind im Aufbau immer gleich. Wir müssen eine Wortsuchliste abarbeiten, bei der manche Begriffe farbig gekennzeichnet sind. Bei diesen Wörtern sind dann eine oder mehrere Interaktionen notwendig, um an den Gegenstand heranzukommen. Ein Objekt wird danach unserer meist sowieso schon sehr gut gefüllten Inventarleiste hinzugefügt. Zu erwähnen ist noch, dass sie nicht zu einfach sind, allerdings sind die Wimmelbildszenen auch im zweiten Teil extrem überfüllt, dazu mit einer Menge unnützem Zeug, das überhaupt nicht reingehört.

Deutlich mehr Mühe haben sich Blam! Games dieses Mal bei den Rätseln gegeben, zudem sind sie grafisch auf einem sehr guten Niveau. Meinen wir zu Spielbeginn noch, dass es wieder ein Spaziergang durch die Welt der Minispiele für uns werden wird, werden wir im fortschreitenden Verlauf eines besseren belehrt, da der Schwierigkeitsgrad doch deutlich ansteigt. Wir bekommen schnell den Eindruck, dass viele bekannte Rätsel miteinander kombiniert wurden, um so ein Neues daraus zu entwickeln. So haben wir hier zum Beispiel wieder Mal eine Rohrleitung, durch die ein Edelstein bugsiert werden muss, allerdings können wir die Rohrstücke nicht drehen, sondern müssen sie verschieben und dazu noch Schleusen öffnen. Und vermutlich haben viele Spieler sich schon mal am klassischen Schach versucht, aber auf einem runden Brett? Sehr schöne Idee!
Anscheinend wurde aber die ganze Kraft in die Rätsel investiert, so dass die Geschichte etwas auf der Strecke bleibt. Vom totbringenden Sand ist weit und breit nichts zu sehen, außer im Prolog, ihr erinnert euch, wir sind deshalb abgestürzt, ansonsten bleibt er aber außen vor.

Und so endet „Web of Deceit: Tödlicher Sand“ nach ca. 4 Stunden mit einem äußerst knappen Ende, das sehr unverhofft kommt, haben wir doch immer noch ein Trüffelschwein und ein Analysegerät in unserem Inventar. Beim ungefähr 90-minütigen Bonuslevel ist das Borstentier dann verschwunden und wir werden wohl nie erfahren, was aus unserem Freund geworden ist. Noch einmal sollen wir unserem Onkel Sam helfen, da die Spinnen außer Kontrolle geraten sind und Achtung: Im Bonuslevel wimmelt es nur so vor den Krabblern in allen Größen, zwar sind sie mechanischer Natur, aber in geballter Ladung. Zusätzlich können wir unterwegs 30 Poster einsammeln und verschiedene Auszeichnungen erlangen, was uns aber sehr schwer fallen wird, weil wir vorab nicht in Erfahrung bringen können, wofür es Auszeichnungen gibt! Erst im Spiel wird uns zwischendurch eingeblendet, wenn wir eine Errungenschaft gemacht haben, das kann z. B. dann vorkommen, wenn wir ca. 20 Mal den Tipp benutzt haben. Eine unsagbar schlechte Idee, liebe Entwickler. Neben den obligatorischen Wallpapers, Konzeptkunst, Musik und Videosequenzen sind 9 der aufwendigeren Rätsel wiederspielbar.

„Web of Deceit: Tödlicher Sand“ ist eine Weiterführung des ersten Teils, trotzdem auch dann spielbar, wenn man „Web of Deceit: Die Schwarze Witwe“ nicht kennt. Gerade was die Karte, die Rätsel und den schlüssigen Handlungsverlauf angeht, hat sich dieses Spiel auf jeden Fall gesteigert. Es ist noch nicht das ganz große Kino, wie wir es aus anderen Reihen kennen, aber auf einem guten Weg dorthin. Besonders hervorzuheben ist dieses Mal, dass die Probestunde der schlechteste Part ist, weil es danach nicht wie so oft abfällt, sondern stetig besser wird. Eine klare Kaufempfehlung, ob es allerdings die Sammleredition sein soll, muss jeder für sich selbst entscheiden.


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