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Virtual City 2: Paradise Resort


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Herausgeber: G5 Entertainment
Entwickler: G5 Entertainment

Downlaod: G5 Entertainment (Entwicklerseite)
Download: BigFish Games.de

Wenn Du Virtual City 2: Paradise Resort auch bewerten und die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 06.10.2011


Lange haben die Fans darauf gewartet, jetzt ist er endlich da: Der zweite Teil von Virtual City. Das Land ist groß und deine Assistentin zieht einen wichtigen Auftrag nach dem anderen an Land. In Virtual City 2: Paradise Resort geht es in vier Touristenstaaten in den USA; Utah, Florida, Alaska und Nevada warten in 52 anspruchsvollen Leveln darauf, von dir bebaubt und befahren zu werden. Jeder Staat hat seine Eigenheiten, aber eines haben sie alle gemeinsam: Sie wollen ertragreiche Industriegebiete, gut besuchte Urlaubsorte, umweltfreundliche Wohngegenden. Und du sollst ihnen all das geben.

Der reine Spielverlauf hat sich nicht geändert. Jeder der vier Staaten ist in Städte unterteilt, die du über eine Karte erreichst. Deine Assistentin erzählt dir zu Beginn, um was genau es bei dem Auftrag geht. Die ersten Level sind ein Tutorial, dass auch den Kennern der Serie zu empfehlen ist. Deine Aufgabe ist es, die einzelnen Ziele zu erreichen, aber die sind selten einfach geradeaus. Um einen Kuchen an den Supermarkt verkaufen zu können, benötigst du eine Getreidefarm und eine Mühle um aus dem Getreide Mehl zu machen. Außerdem brauchst du Milch vom Milchhof. Das alles muss zur Bäckerei gebracht werden und von dort dann in den Supermarkt. Transportiert wird alles mit Lkws, allerdings solltest du nicht vergessen, die Müllwagen einzusetzen, denn jedes aktive Gebäude produziert Müll, dass in der Recyclinganlage verarbeitet wird. Recycling kann oft in anderen Produktionsstätten gebraucht werden, zum Beispiel um Plastik herzustellen, was ebenfalls bei einigen Produkten von Nöten ist. Zum Beispiel bei der Herstellung von Möbeln.

Und nicht vergessen wollen wir die Einwohner der einzelnen Städte. Die brauchen Häuser. Aber auch Unterhaltung und natürlich Jobs. Und da heute offensichtlich keiner mehr zu Fuß geht, die Straßen aber voller Lksws sind, müssen Busse eingesetzt werden. Aber nicht nur die Stadtbewohner brauchen Transport, auch Touristen wollen zu den Hotels und Urlaubsorten gebracht werden, wenn sie am Bahnhof oder Flughafen ankommen. Um allerdings alles schön ökologisch zu halten, wird ein Flugzeug oder Zug nur dann Urlauber holen, wenn auf dem Hinweg Produkte mitgenommen werden können.

Das alles hört sich ziemlich verwirrend an und das ist es oft im ersten Augenblick auch. Aber es gibt etwas Besonderes in der Virtual City Serie: G5 Entertainment hat ein beherrschbares Chaos geschaffen. Situationen, die im zuerst unübersichtlich wirken, sich aber klären, ineinanderfügen und Sinn (und Geld) ergeben, wenn man begriffen hat: Kühle Überlegung ist der Schlüssel, nicht wilde Klickorgie. Wer sich die Mühe macht zunächst einmal die Aufgaben zu überdenken, die vorgegebenen Gebäude und Gegebenheiten zu betrachten, der wird fest stellen: Ja, es geht und es ist nicht chaotisch, es ist organisiert. Und so ist der Levelneustart in vielen Leveln schon fast Pflicht, denn nur so wirst du dir erst in Ruhe einen Überblick verschaffen können und dann anschließend frisch an die Arbeit gehen.

Nun könnte man meinen, dass sich eigentlich nicht viel geändert hat, als sei Virtual City 2: Paradise Resort nur ein Paket zusätzlicher Level. Aber weit gefehlt. Wenn auch die Basisarbeit die gleiche ist: Der zweite Teil beginnt, wo der erste geendet hat. Die neu hin zugekommen Touristen und Jobs und die damit zusammenhängenden cleveren Wertungssysteme für Zufriedenheit, Jobs und Touristen gehen weit über die normalen Wertungssysteme hinaus, die wir in aus anderen Zeitmanagementspielen kennen. Vieles ist miteinander verknüpft und geht erheblich tiefer als der einfache Bau von Gebäuden und der Aufbau von Transportketten. Du musst die Zusammenhänge sehen können um alle Ziele zu erreichen. Und manchmal auch einfach um die Ecke denken.

Das Erreichen eines Zieles wird dir Investitionspunkte bringen. Mit diesen kannst du Gebäude und Aufwertungen freischalten. Du hast eine Hauptzeit, schaffst du es in dieser, wirst du mehr Investitionspunkte bekommen und damit leichter die Aufwertungen kaufen können. Schaffst du es nicht, kannst du das Level auch geruhsam in deinem eigenen Tempo zu Ende spielen. Keine Angst: fehlen dir Investitionspunkt dann kannst du Level jederzeit wiederholen. Die Punkte werden dir gutgeschrieben und du kommst so ebenfalls an die wichtigen Aufwertungen. Sehr praktisch: Wenn du später noch einmal Level spielst, stehen dir gekaufte Aufwertungen zur Verfügung. So kann man manches Level, dass einem hoffnungslos vorkam vielleicht ja doch noch in der Hauptzeit beenden.

Gibt es irgendetwas, was das Spiel nicht richtig macht? Nun, das Einzige was mir einfällt: Zwar kann man innerhalb des Level jederzeit einen Neustart machen, kommt aber von dort nicht zur Karte sondern nur zum Hauptmenü. Aber nicht mal das ist wirklich lästig, die Ladezeiten sind so kurz, dass das keine Unbequemlichkeit sondern nur ein zusätzlicher Klick bedeutet. Die Grafik ist wunderbar, alles ist zu erkennen, Aufwertungen sind als solche zu sehen, Animation, Musik, Hintergrundgeräusche, alles ist gut. Richtig gut. Und es ist lang: 52 Level mag sich wenig anhören, aber Levelzeiten von 15-20 Minuten und länger sind keine Seltenheit sondern eher normal ab dem zweiten Staat. Und willst du in der Hauptzeit abschließen wirst du so manches Level ein oder mehrmals spielen.

Virtual City ist die Mutter aller Zeitmanagementspiele, auch wenn es später als die ersten dieser Art heraus kam. G5 Entertainment hat die Konzepte der verschiedenen Spiele zusammengenommen, hier etwas dazu gefügt, dort etwas weggenommen und eine einzigartige Mischung geschaffen. Es war schwer vorstellbar, dass dies noch mal getoppt werden könnte, dass eine Nummer 2 nicht Qualitätsverluste mit sich bringt. Und doch ist es gelungen. Gerade im Zeitmanangement (und 3-Gewinnt) sehen wir bei Serien häufig Verbesserungen von kritisierten Anteilen der Vorgänger. Das ist großartig, zeigt es doch dass die Entwickler lernen. G5 Entertainment aber hat nicht "poliert", nicht den Staub aus den Ecken geholt, sondern ein geniales Spiel um Komponenten erweitern, die jedem Entwickler zeigen, was Zeitmanagement bedeuten kann!

Virtual City 2: Paradise Resort geht tiefer, ist komplexer, nicht nur als sein Vorgänger sondern auch jedes andere Spiel dieses Genres. Und trotz allem Anspruch wird es niemals frustrierend, hinterlässt keine Fragezeichen. Es ist trotz 73 unterschiedlicher Gebäude, 42 Produkten, 12 Produktionsketten niemals unübersichtlich. Virtual City 2: Paradise Resort ist ein Kind, auf das jede Mutter stolz wäre. Es hat die Vorzüge der Mutter übernommen und zusätzliche Qualitäten entwickelt, die das Gesamtkonzept noch unterhaltsamer machen. 5 Tassen sind nur ein blasser Abklatsch dessen, was dieses Spiel verdient.

 


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