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Viking Saga

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Herausgeber: Realore
Entwickler: Realore

Download: BigFish Games.com

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Autor: Elke M.
Datum: 01.08.2013

Anspruchsvolles Zeitmanagementspiel mit schwierigen Leveln

Die Geschichte beginnt im Reich von Konung Arnar, dem ruhmreichen Anführer der Wikinger. Der alte Mann war unglaublich reich und gerissen und die Herrlichkeit seiner vergangenen Siege erstrahlte noch immer. Er hatte zwei Söhne. Sein älterer Sohn Rorik war ein mutiger Wikinger, bekannt für seine Kunststücke, zudem ein würdiger Erbe. Der Jüngere, Ingolf, wurde unterdessen mit einer wichtigen Mission betraut, die ihn auf ein Schiff führte. Doch eines Nachts wurde dieses von einem schweren Sturm erfasst und gegen die Felsen geschleudert. Odin sei Dank, Ingolf und seine Mannen überlebten und suchten Schutz auf einer Insel. Als erstes musste dort eine Truhe wiedergefunden werden, die sich noch als Grund für diese Reise herausstellen sollte.

In 40 Levels machen wir uns daran, einen Ring von seinem Fluch zu befreien. Wir kämpfen uns durch Wälder, Eislandschaften und Höhlen, die von Spinnen bewohnt werden, treffen auf Eisbären, Druiden, Handwerker und verschlossene Tore. Wie bei vielen anderen Zeitmanagementspielen dieser Art können wir von Beginn an Beeren pflücken und Bäume fällen. Mit dem Bau einer kleinen Hütte verdienen wir Silber, dass wir wiederrum benötigen, um größere Anschaffungen wie ein Sägewerk, eine Mühle oder einen Steinbruch zu erwerben. Die darin produzierten Waren müssen wir allerdings mit unserem Silber bezahlen, unser Lager füllt sich nicht automatisch.

Die gekauften Produkte verwenden wir, um einen Weg durch den jeweiligen Level frei zu räumen, damit wir die zu Beginn genannten Ziele erreichen können.  In den meisten Runden müssen wir zuerst eine im Spiel befindliche Person aufsuchen, diese ist dann oftmals bereit, uns weiterzuhelfen, allerdings nur, wenn wir ihr einen Gefallen tun. So kommen meist im Spielverlauf noch zusätzliche Aufgaben hinzu, gerne auch am Ende des jeweiligen Levels, mit denen wir teilweise gar nicht mehr gerechnet haben und die uns zu allergrößter Eile zwingen.

Hat man gerade zu Anfang noch genügend Zeit, um alle Aufträge zu erledigen, gestaltet sich dies im fortschreitenden Spielverlauf als wesentlich schwieriger. Bei manchen Leveln erscheint es uns geradezu unmöglich, alle drei Sterne zu erreichen, die an einem Zeitstrahl unten rechts zu erkennen sind. Ist bereits eine gewisse Zeit verstrichen, ploppt der erste Stern weg, nach einer Weile der Zweite. Den dritten Stern kann man allerdings nicht mehr verlieren, die Zeit ist nach Verlust der ersten beiden Sterne unendlich, so dass wir nie eine Runde zwangsweise wiederholen müssen.

Natürlich kann man sich diesen Stress auch ersparen und den leichten der drei Schwierigkeitsgrade auswählen. Der Normalmodus ist für fortgeschrittene Spieler gedacht, die gegen die Zeit spielen möchten. Der dritte und schwerste Modus richtet sich an Experten, die sich nicht vor Herausforderungen fürchten. Entscheidender Nachteil ist bei diesem Schwierigkeitsgrad aber die Tatsache, dass man nicht wie bei den beiden anderen Rubriken, eine beliebige Folge von Aktionen vorab anwählen kann, die der Wikinger dann Punkt für Punkt abarbeitet. Im schweren Modus muss der Arbeiter eine Aufgabe vollenden, zur Hütte zurücklaufen, erst danach kann man ihm eine neue Tätigkeit zuweisen. Zudem rast die Zeit nur so. Selbst die wenigen Power-Ups, wie z. B. zweiter Wikinger, schneller laufen, schneller arbeiten helfen nur geringfügig, um ein 3-Sterne-Ergebnis zu erreichen.

Haben wir jeweils 10 fortlaufende Level mit drei Sternen im Gepäck zu Ende gebracht, können wir ein Bonuslevel spielen, das aber die viele Mühe nicht wert gewesen wäre, da wir zum Beispiel nur 100 Kohlköpfe anpflanzen und abernten müssen, um es abzuschließen. Interessanter werden dann schon aber der Hälfte die Runden, in denen wir kleine Lagerfeuer anzünden, um bereits vorhandene Mühlen oder Sägewerke aufzutauen. Nach einer gewissen Zeit erlöschen diese Feuer aber wieder und wir müssen sie abermals entfachen. Ist dann gerade kein Holz mehr vorrätig, beginnt Hektik auszubrechen, da die ganze Produktion ins Stocken gerät. So ähnlich verhält es sich auch mit den Höhlen-Leveln. Dort befinden sich z. B. vier Spinnen hintereinander, danach noch deren Netz, dessen Vernichtung unsere eigentliche Aufgabe ist. Haben wir also genug Material zusammen, um die erste Spinne zu eliminieren, stellen wir ziemlich zeitnah fest, dass dieses Tier sofort wieder erscheint, wenn wir nicht umgehend auch den zweiten, dritten, vierten Achtbeiner und das Netz beseitigen. Das fordert uns nicht nur rechnerisches Geschick ab, sondern eine aufwendige Gestaltung der gesamten Fabrikation.

Bei „Viking Saga“ ist vieles ähnlich wie bei „Royal Envoy“ und „My Kingdom for the Princess“, dennoch wurden hier und da Kleinigkeiten verändert. Und das ist gut so, da es ein Umdenken erfordert und wir nicht mehr die gleichen Strategien wie bei oben erwähnten Spielen verwenden können. Das macht oftmals Spaß, kann andererseits aber auch frustrierend sein, weil wir selbst nach dem 20. Versuch unsere Aufgaben nicht mit drei Sternen abschließen können.  Um in den Genuss der Bonuslevel zu kommen, bleibt dann nur der Wechsel auf den leichten Modus, denn dort beenden wir jede Runde ohne Zeitlimit mit vollem Sternenkonto.

„Viking Saga“ kommt sehr langsam in die Gänge, ist grafisch schön anzuschauen und füllt den Breitbildmonitor komplett aus. Allerdings entpuppt es sich im Laufe des Spiels als Wolf im Schafspelz, weil es einige knackige Herausforderungen beinhaltet, die die 40 Level ganz schön lange erscheinen lassen. Vermutlich mehr für Vielspieler im Sektor Zeitmanagement geeignet als für Neueinsteiger.


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