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Veronica Rivers 2: The Order of Conspiracy
Nachlese

Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Vogant Interactive

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Autor: Sternchen
16.01.2010

Veronica Rivers weilt in Japan im Urlaub, presst sich einen Orangensaft und plötzlich: eine Nachricht hängt am Holzpfeiler, aufgespiesst mit ihrem Messer. Diese Nachricht führt sie rund um die Welt, denn sie enthält im Groben die Aussage: Das Ende ist nah. Warum und wie sie das verhindern kann, versucht sie nun herauszufinden.

Ohne Zeitlimit wirst du in diesem 2. Teil von einem Ort zum anderen gebracht. Zu Beginn gibt es zwei Spielmodi zur Auswahl, die jedoch jederzeit auch während des Spiels gewechselt werden können. Auf "Normal" musst du vieles selbst herausfinden, was du für eine Aufgabe brauchst und wie es anzuwenden ist. Bei "Leicht" erzählt Veronica haarklein, was du tun sollst, ausserdem sind die einzelnen Schritte im Notizblock aufgelistet.

Der Notizblock hat eine Multi-Funktion. Du kannst darüber ins Hauptmenü zurück, in die Optionen, er beherbergt den Tipp. Der lädt sich schnell wieder auf, allzu lange musst du nicht darauf warten. Aber umso öfter du ihn hintereinander brauchst, desto länger braucht er. Eine Lupe ist hier ebenfalls zu finden, die bei Bedarf benutzt werden kann, aber eigentlich völlig unnötig ist.

Die Hauptfunktion dieses Notizblocks ist jedoch das Auflisten von Aufgaben und Suchlisten. Beides löst sich kunterbunt durcheinander ab und macht dieses Spiel dadurch sehr kurzweilig. Aufgaben sind in grün mit einem Zahnrad davor notiert. Blaue Schrift mit einer Hand bedeutet, dass etwas gefunden und benutzt werden muss. Es gibt kein Inventar dafür, sondern das Einsetzen erfolgt sofort. Die schwarzen Listen dagegen sind reine Suchlisten.

Es fällt an den Orten immer das Sternenfunkeln auf, dass zu einer Nahansicht führt. Dahinter können Wimmelbilder stecken oder auch ein Minispiel. Die sind grosszügig im ganzen Spiel verteilt und hervorragend gemacht. Du hast immer die Möglichkeit, selbst herausfinden zu können, was zu tun ist. Trotzdem gibt es über die Hilfe links oben auch eine nähere Erklärung, wenn du sie brauchst. Nach einer Weile kann jedes Minispiel übersprungen werden.

Ein Minispiel irritiert dabei sehr, das heisst, eigentlich die Spielbarkeit davon. Nahe dem Ende müssen Strahlen durch eine Art Spiegelkugeln durch ein Labyrinth geleitet werden. Als ich diese Kugeln positioniert habe, dachte ich, meine Maus spinnt. Ich habe sie abgewischt, ihr leichte Schläge auf den Hinter- (oder Vorderkopf) gegeben: nichts half dagegen, dass sie sich zäh wie durch dickflüssigen Sirup bewegte. Bis ich darauf kam, dass das bei dem Minispiel so vorgesehen ist und keineswegs an meiner Maus lag. Der tiefere Sinn davon ist mir allesdings verborgen geblieben.

Aber mal ehrlich: Wen packt nicht der Ehrgeiz, ein Minispiel zu lösen, wenn er erstmal den Versuch gestartet hat? Ob da Sternzeichen zu sortieren sind, ein Boot zwischen Inseln hindurch navigiert werden muss, ein Daumenkino erstellt werden oder nur die Schlüssel in die richtigen Schlüssellöcher gesteckt... es ist viel Phantasie im Spiel und sie passen zur Geschichte, die Veronica da erlebt.

Dass sie Kontakt zu Ausserirdischen gekommt, mag mehr etwas für Science-Fiction-Fans sein. Aber die Grafik ist sowohl in den Zwischensequenzen als auch im Spiel selbst, inklusive der Wimmelbilder, einfach nur ausgesprochen schön. Es macht Spass, sich aus dem All die Erde anzusehen oder Objekte an Orten zu suchen, an denen glasklar alles zu erkennen ist. Leicht zu finden sind die Gegenstände der mehr oder weniger zufällig gestalteten Listen trotzdem nicht, denn sie sind ganz geschickt integriert.

Die Hauptperson dagegen wirkt auf mich wie ein überkandideltes Mädchen, das meint, sie kann alles tun. Einfach mal so ein Boot klauen, oder mit einer Spitzhacke eine Platte ca. 4 Meter über dem Boden zerkloppen. SIE kann das! Ohne Leiter! Das ist einfach nur unglaubwürdig und geht auf Kosten der Handlung, die in einigem unlogisch ist. Die Hintergrundmusik plätschert dabei so nebenher.

Ich kann mich nur noch dunkel an den ersten Teil Veronica Rivers and The Portals of Unkown erinnern, aber das hat wohl auch seinen Grund. Dieser Nachfolger wird auch nicht im Gedächtnis haften bleiben - weder besonders negativ noch positiv. Im Grunde ist es ein gutes Spiel mit einer durchschnittlichen Spieldauer von 4 Stunden und mehr, vorausgesetzt, man kämpft sich durch die Minispiele und spielt auf normal.

Zumindest hat man einiges gelernt. Die Filmchen sind überspringbar und es wird nichts mehr künstlich in die Länge gezogen. Redet Veronica zu viel, klickt man sie einfach weg. Dennoch hebt es sich leider nicht von der Masse ab, ist aber ruhigen Gewissens für einen Probedownload und vielleicht sogar für einen Kauf zu empfehlen. Das mag aber jeder für sich selbst entscheiden.

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