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Vampire Saga: Büchse der Pandora
Nachlese

Herausgeber: Alawar
Entwickler: Go Games

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Autor: Sonja R.

Boston, im Jahre 1950: Manchmal passieren kleine Dinge, die dein Leben komplett auf den Kopf stellen. Im Falle des Helden Tyler in Vampire Saga: Pandora's Box ist es ein Anruf seines Grossvaters mit der erschütternden Nachricht: "Ich habe sie umgebracht". Der Enkel eilt seinem Großvater zur Seite. Das Haus ist in einem schauderhaften Zustand, und dass er es offensichtlich erst jetzt bemerkt, lässt darauf schliessen, dass er seinen Grossvater länger nicht besucht hat. Als er ihn schlaff in seinem Sessel hängen sieht und keine Reaktion erzielt, schliesst er auf einen Herzinfarkt. Den möchte er mal kurzerhand mit einem Glas Wasser und Aspirin kurieren, was mir die Hoffnung gibt, dass es in der Medizin einen Durchbruch gegeben hat.

Sobald Opa wieder fit ist, erzählt er Tyler seine Geschichte, die Ursprung seines wahnwitzigen Anrufs war. Sie beginnt im Hafen von Puerto Rico und ein Schiff namens Pandora spielt die Hauptrolle, weil er als blinder Passagier an Bord ging. Es gibt kein Zeitlimit, während du den gesamten Frachter erforschst. Die blauen Nebelglitzer bedeuten immer ein Wimmelbild, wo du nach Liste Objekte suchst. Ein Gegenstand wandert grundsätzlich in dein Inventar und wird entweder gleich oder meistens sehr viel später gebraucht. Der Tipp hilft dir sowohl bei den Suchszenen als auch im Abenteuerteil, wobei er sich langsam wieder auflädt. Aber das Tempo ist noch zu verschmerzen, allzu lange braucht man nicht zu warten.

Besagte Inventargegenstände werden an Orten eingesetzt, die du erkennst, wenn deine Maus zu einer Lupe wird. Das bedeutet dann eine Nahansicht und das sonst verborgene Inventar klappt sich auf, wenn du mit der Maus zum unteren Bildschirmrand gehst. Jetzt denk aber bitte nicht, Wimmelbild, einmal um die Ecke gehen, Inventarobjekt einsetzen. Das wäre zu einfach und Go Games hat das Ganze ziemlich langwierig und umständlich gestaltet. Im Klartext: Du rennst dir die Hacken ab. Sicher bekommst du manchmal einen Gegenstand, den du direkt im nächsten Raum verwenden kannst. Aber in der Regel kannst du damit nicht viel bewirken, weil dir nämlich noch andere Dinge fehlen, um einen Erfolg zu erzielen. So kann sich die Reparatur einer Wasserleitung oder das Anschmeissen eines Kompressors zu einer Tagesaufgabe entwickeln.

Kannst du all deine gesammelten Inventarobjekte nirgends gebrauchen, geh auf die Suche. Klappere jeden Ort ab, denn bereits absolvierte Wimmelbilder entstehen wieder neu. Es kann gut sein, dass du nur mal eben eine Schublade geöffnet hast, schon erwarten dich an den bekannten Stellen auch wieder Wimmelbilder. Und genau das ist die Schwachstelle des Spiels.

Die Wimmelbilder sind nicht nur an derselben Stelle wie schon gehabt, sondern auch deine Suchliste beinhaltet immer wieder Gegenstände, die du schon gesucht hast. Und das, obwohl sie variabel sind. Ich habe nicht mitgezählt, aber die Szene vor Opas Haus wirst du mindestens sechs Mal besuchen. Von diesen sechs Mal hast du dann gleiche Objekte drei Mal dabei, so in etwa zumindest. Wenn man von diesem ärgernis mal absieht, kann man sich aber an herrlich klaren, detaillierten Grafiken erfreuen, mit schönen Animationen. Alles wirkt ein bisschen düster, aber der Gruseleffekt ist dadurch garantiert. Ebenso unterstreicht die Hintergrundmusik die Atmosphäre und entsprechende Nebengeräusche. Das heisere Flüstern auf der Pandora kann einem schon mal eine Gänsehaut verursachen. Auch passen die Suchobjekte wirklich in die Zeit, in der die Geschichte spielt - ausnahmslos. Da wurde doch viel Energie auf solche Einzelheiten verwendet. Dafür tauchen richtige Minispiele eher selten auf und sind auch nicht allzu schwierig. Knack ein Schloss, entlocke der Spieluhr eine Melodie und setz den Brenner vom Ballon nach einer Zeichnung zusammen. Nach einer gewissen Aufladezeit können einige Minispiele übersprungen werden, aber nicht alle. Hier war man sich wohl ein bisschen uneins.

Es muss sich mittlerweile jedes Spiel mit Rückkehr nach Ravenhearst messen lassen, insbesondere dann, wenn es wie hier eine Anlehnung an das Konzept gibt. Durch die zu häufige Wiederholung von Wimmelbildszenen und nur einiger wirklicher Rätsel kommt man aber hier nicht ganz an das Vorbild heran. Die Geschichte ist interessant, nur stehen die einzelnen Abschnitte etwas zu lange und beschleunigen lassen sie sich nicht, nur überspringen. Sie wird forgesetzt werden und es lohnt sich wirklich, darauf zu warten.

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