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Vampire Legends: Die geheime Geschichte der Elizabeth Bathory


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: C2D

Download Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Elke M.
Datum: 12.12.2014
Deutsch (Normal): 07..07.2015


Langatmige Erzählung ohne Spannungsmomente und Gruseleffekte
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Angelehnt ist die Geschichte an die Erzählungen über Gräfin Elizabeth Bathory, die im 17. Jahrhundert als Serienmörderin verurteilt wurde. Auch hier lockt sie junge Mädchen auf ihr Anwesen, die dann nie wieder gesehen werden. Als Zigeunerin mit ausgeprägten Fähigkeiten, Spuren zu finden, werden wir vom Vater eines der Kinder gebeten, seine Agnes ausfindig zu machen, die ebenfalls zuletzt in Gesellschaft der Gräfin gesehen wurde.

Etliches an Fakten stimmt mit dem Original überein, gerade aber die Sache mit den Vampiren ist frei erfunden. Und so beanspruchen die Untoten nur einen geringfügigen Teil der Handlung. Meist wandeln wir ganz alleine durch unzählige Räume, Kammern und Geheimgänge. Die optische Gestaltung passt gut zur Erzählung, vieles wirkt trist und grau, trotzdem ist alles bestens zu erkennen. Die düstere Hintergrundmusik fügt sich ebenfalls nahtlos in das Schauspiel ein. Von überflüssigen Dialogen und Zwischensequenzen bleiben wir verschont, lediglich ein paar Notizen müssen von uns gelesen werden.  In technischer Hinsicht könnte es allerdings zu Problemen kommen. Ich habe einige Male abbrechen müssen, da der Mauszeiger verschwunden ist oder die Ladevorgänge nicht beendet wurden. Glücklicherweise war nie ein kompletter Neustart mit einem anderen Profil notwendig.

Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es hier gleich vier Modi zur Auswahl. Einer davon ist kundenorientiert und erlaubt uns, den Schwierigkeitsgrad selbst zusammenzustellen. Wir haben die Möglichkeit aus folgenden Punkten zu wählen: Tipp- und überspringenfunktion, Glitzern, Klickstrafen bei den Wimmelbildern, Texthinweise und Einführung. Eine änderung ist wie gewöhnlich über das Menü möglich, ebenfalls der Wechsel in einen vorgegebenen Modus.

Immer zur Verfügung steht unser Planwagen. Dort können wir gefundenen Samen einpflanzen und gießen. Sind die Kräuter gewachsen, wandern sie in unser Herbarium. Das befindet sich an dem Tisch, an dem wir allerlei Tränke nach Rezept brauen. Viele dieser Fläschchen mit Flüssigkeiten verbleiben einige Zeit in unserem Inventar, damit wir sie mehrmals nutzen können. Erscheint an bestimmten Szenen ein Auge, dann öffnet sich ein spezielles Minispiel und wenn wir dieses gelöst haben, können wir neue Schlussfolgerungen aus dem entstandenen Bild ziehen. Die Karte ist sehr einfach gestaltet, trotzdem ist sie voller Fehler. Immer wieder reisen wir an Orte, die mit einem Ausrufezeichen markiert sind, nur um dann festzustellen, dass es dort gar nichts für uns zu tun gibt. Auch der Tipp schafft es, uns hin und wieder in die Irre zu führen. Gerade dann, wenn wir einen Trank verköstigen sollen, zeigt er munter eine Richtung an, in die wir uns fortbewegen sollen, obwohl das momentan gar nicht möglich ist. Ein Journal schreibt fleißig alles mit.

Es gibt drei Arten von Wimmelbildern. Zum einen normale Wortsuchlisten, dann Umriss-Suchen und schließlich noch überbegriffe, zu denen wir meistens 4 Dinge finden müssen, die dazu passen. Besonderheit ist bei allen dieser Varianten, dass auch Gegenstände aus dem Inventar für das Beendigen der Wimmelbilder notwendig sind. Gelegentlich kommt es deshalb vor, dass uns das einzusetzende Utensil noch fehlt und wir zu einem späteren Zeitpunkt zum Wimmelbild zurückkehren müssen. Auch sind überall kleine Zwischenschritte eingebaut, um Objekte zu entdecken. Anschließend erhalten wir eine Sache für unsere Ausrüstung, obwohl die des öfteren schon vor Beginn an vor unserer Nase baumelt.

Die Rätsel sind nicht in der überzahl. Wohl dosiert werden sie meist da eingesetzt, wo etwas aufzuschließen oder zu öffnen ist. Dabei handelt es sich ausschließlich um die gängigen Vertreter, wie einen Tresor öffnen, Zylinder in die richtige Reihenfolge bringen, einen Tassenturm von der Mitte nach links oder rechts umstapeln und Symbole in einem Text finden. Jedes Mal steht uns eine Neustartfunktion zur Verfügung. Der Schwierigkeitsgrad ist durchgehend so, dass die Rätsel für alle gut lösbar sind.

Nach einer weit über Durchschnitt liegenden Spielzeit sind spätestens mit der Schlusssequenz alle Fragen aufgeklärt, nichts bleibt im Dunklen. Das ca. 45-minütige Bonuskapitel spinnt einen Handlungsstrang des Hauptteils weiter, der ebenfalls vernünftig abgeschlossen wird. Die Extras sind sehr dürftig. Im ganzen Spiel befinden sich Tarotkarten, die wie Chamäleonobjekte auftauchen und dann wieder verschwinden. Einen Bezug zur Geschichte haben sie nicht. Außerdem können wir uns ein paar Trophäen erarbeiten. Bildschirmschoner, Wallpapers und die Musik sind auch zur Verfügung gestellt worden.

„Vampire Legends: Die geheime Geschichte der Elizabeth Bathory“ hat einen sehr geradlinigen Verlauf ohne überraschungen. Einsam streifen wir durch die Zimmer, nehmen Gegenstände auf, setzen sie relativ zeitnah wieder ein und nähern uns so ziemlich emotionslos dem Ende. Aus der sehr spannenden Originalgeschichte hätte man ein unglaublich reizvolles Abenteuer machen können, aber das ist den Entwicklern gründlich misslungen. Da es keinen Bezug zum ersten Teil hat, kann jeder problemlos die Probestunde in Anspruch nehmen, die einen guten Querschnitt darstellt.


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