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Vampire Legends: Kisilovas wahre Geschichte


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: C2D

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 01.04.2013
Deutsch (Normal):19.08.2013


Basierend auf dem wohl ersten dokumentierten Fall von Vampir-Hysterie erzählt Vampire Legends: Kisilovas wahre Geschichte die Geschichte des am äußeren Ende des Habsburger Imperium gelegenen Städtchens Kisilova. Kurz nach dem die Pest bereits 2/3 der Menschen im Reich dahin gerafft hat, lassen die hohen Herren in Wien zwei Ermittler nach Kisilova reisen, um dort eine Serie von ungeklärten Todesfällen aufzuklären. Man befürchtet, dass der Schwarze Tod vielleicht doch noch einmal wieder gekehrt sei.

Doch kaum angekommen, entdecken du und dein Begleiter nicht nur eine zunächst geheimnisvolle junge Frau, sondern stellen auch fest, dass alle Opfer, die nach kurzer, schwerer Krankheit starben, zwei Bisswunden am Hals hatten. Was hat es mit diesen seltsamen Todesfällen auf sich? Was haben der Bürgermeister, der Edelmann und die mysteriöse Rose mit all den Vorfällen zu tun? Und wer verbirgt sich hinter der Kapuzengestalt, die euch ständig über den Weg läuft?

Nun, es sei gesagt, du wirst es herausfinden und das nach gar nicht allzu langer Zeit. Schon knappe 2,5 - 3 Stunden nach Auftragsvergabe wirst du erfahren was du wissen möchtest. Eine "Hilfe" sind dir dabei die vielen Wimmelbildzenen, die neben den normalen Suchobjekten auch interaktive und zusätzlich versteckte Gegenstände in der Wortliste aufführen. Einige der meist nicht allzu überfüllten Szenen wirst du zweimal spielen, Vampire Legends: Kisilovas wahre Geschichte erweist sich rasch als Wimmelbildspiel, das man versucht hat, den heutigen Standards anzupassen.

Zwei Modi stehen zur Auswahl und dank des extrem gradlinigen und unspektakulärem Spielverlaufes seien auch hier die "Normal"-Spieler durchaus mal ermuntert, den "Experten"-Modus zu wählen. Da sich die Modi nur in der Aufladezeit und im Geglitzer unterscheiden, kann man bei diesem Spiel getrost einmal ausprobieren, ob man wirklich den schnell aufladenden Tipp benötigt. Wimmelbildszenen und anderes findet man, indem man auf die Änderung des Mauszeigers zu einer Lupe achtet. Zusätzlich zeigt der Tipp bei Bedarf die Richtung an, in die man zu gehen hat oder erklärt, dass es an einem Ort gerade nichts zu tun gibt. Da das Einsatzgebiet jeweils eingeschränkt ist und lange Laufeinsätze nicht notwendig sind, ist die fehlende Karte kein Minuspunkt. Die Gradlinigkeit sorgt dafür, dass man stets weiß, was man zu tun hat und nur selten länger als eine Minute auf ein notwendiges Objekt warten muss.

Grafisch gesehen ist Vampire Legends: Kisilovas wahre Geschichte gut gemacht und auch nicht zu dunkel. In den meisten Fällen kann man erkennen, was man gerade zur Hand nimmt, bzw. aufnehmen soll. Eine Besonderheit der Bilder allerdings fällt nur dem auf, der die Sammleredition hat. Hier finden sich 24 Bilder des Originalortes Kisilova, das im heutigen Serbien liegt. Wer sich die anschaut, wird rasch bemerken, dass C2D sich erfolgreich bemüht haben, das Dorf sehr original darzustellen. Neben dieser Bilder und der 30-45 Minuten Extraspielzeit gibt es in der Sammleredition auch noch zwei Interviews; eines mit dem Bürgermeister von Kisilova und eines mit einer Expertin für Naturhistorik, die über die historischen Ereignisse und den Beginn des Vampirismus sprechen, der in Serbien und Österreich seinen Ursprung hat.

Puzzles und Minispiele sind sattsam bekannt und bieten weder Originalität noch interessante Erweiterungen. Mehrfach muss man Sequenzen wiederholen, es gibt zahlreiche Geduldpuzzles, sowie andere Puzzles und Minispiele. Absolut nichts wird das Herz eines Puzzlefreundes höher schlagen lassen und Anfänger im Genre werden jedenfalls keine Frustmomente erleben.

Vampire Legends: Kisilovas wahre Geschichte ist ein kleines Wimmelbildspiel, das zwar einige Puzzles aufweist, doch den Begriff "Abenteuer" vermag man ob der Gradlinigkeit in diesem Zusammenhang wirklich nicht zu benutzen. Alles an diesem Spiel wirft die Frage auf, wie es überhaupt zu einer Sammleredition werden konnte. Die Antwort liegt vermutlich im Produzenten und Herausgeber; wer sich Entwickler exklusiv hält, möchte davon natürlich so viel wie möglich profitieren. Vielleicht sind solche Spiele auch immer wieder ein Testballon, wieviel Spieler bereit sind, den hohen Preis zu zahlen, auch wenn das Spiel diesen Preis einfach nicht wert ist.

Den Entwicklern zugute halten kann man definitiv, dass sie sich an die Ursprünge der Vampirgeschichten gemacht und dabei gründlich recherchiert haben. Es ist auch nicht ihre Schuld, dass dieser Ursprung eher unspektakulär ist, anders, als uns Hollywood sonst weiss manchen möchte. Es ist C2D auch anzurechnen, dass sie versucht haben, diese Geschichte auch ursprünglich zu halten, nicht künstlich aufgemotzt haben. Aber all das hätte man besser ausarbeiten müssen. Weniger Gradlinigkeit, mehr Kreativität im Spielverlauf, in den Wimmelbildern, in den Puzzles. So bleibt es ein Spiel, das als Spiel eher unterdurchschnittlich ist und dessen positive Aspekte nur im Extra der Sammleredition wirklich zum Vorschein kommen. Sehr unschön.

 

 


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