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Urban Legends: The Maze

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download: BigFish Games.de

Wenn Du Urban Legends: The Maze auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: J.L.
Datum: 09.11.2011

Schulnoten - Spielidee: 2, Spielaufbau: 2, Steuerung: 1-, Grafik: 1, Musik: 4, Wiederspielbarkeit: 4, Suchtfaktor: 2
Spielprinzip: Wimmelbildabenteuer
Rahmenhandlung: Ermittlung wegen Vermisstenfällen nach der Finalrunde einer Reality-TV-Show.
Schwierigkeit: zu Beginn einfach, dann durchschnittlich, kontinuierlich steigend; nicht wählbar
Optionen: Musik/Sound, Fenster (eingeschränkt möglich) /Vollbild (Breitbild), Cursor. Englischsprachige Version.

Die letzte Folge der TV-Show The Maze endet in einer Katastrophe. Einige Menschen kommen zu Tode, die Kandidaten werden vermisst. Du begibst Dich als Detective auf die Suche nach den Vermissten und versuchst, den Fall aufzuklären.
Die Schwierigkeit ist nicht wählbar, Du legst vor Spielbeginn jedoch fest, ob Du eine Einführung haben möchtest. Du kannst sie jederzeit überspringen.

Die Spielsteuerung funktioniert wie üblich in diesem Genre: Verwandelt sich der Mauszeiger in eine Lupe, kannst Du den Bereich betrachten, um entweder eine Tagebuchnotiz zu erhalten oder um in einer Nahansicht aktiv zu werden. Wenn Du ein Inventarobjekt benötigst, wird der Mauszeiger um ein rotierendes Zahnrad ergänzt. Interaktive Bereiche blinken. Dort kannst Du Dir etwas anschauen und wirst zumeist Inventarobjekte benötigen, um Türen zu öffnen oder um Dir andere Inventarobjekte zu erarbeiten. Verwandelt sich der Mauszeiger über einem blinkenden Bereich in eine Hand, kannst Du ein Inventarobjekt direkt aus der Szene aufnehmen. Die Karte kann benutzt werden, um zum jeweiligen Ort zu gelangen, was Hin- und Hergerenne erspart. Sie verrät Dir Deinen Standort und teilt Dir mit, wo Du sofort und wo Du später etwas erledigen kannst. Wünschenswert wäre gewesen, direkten Zugriff auf die Karte zu haben, statt erst über das Tagebuch und einen weiteren Klick dorthin zu gelangen.
Der Tipp lädt sich in weniger als einer Minute auf und zeigt in Wimmelbildern irgendeinen Gegenstand der Liste an. Außerhalb der Wimmelbilder erhältst Du eine Textnachricht, die Dir eindeutig mitteilt, was zu tun ist. Da diese Nachrichten und andere Texte nur kurz eingeblendet werden, sind gute Sprachkenntnisse von Vorteil.
Etwas Vorsicht ist bei der Navigation angebracht, weil der Zurück-Pfeil ziemlich nahe beim Inventar positioniert ist. Gelegentlich kommt es auch vor, dass Du in Wimmelbilder versehentlich das Tagebuch aufrufst, wenn Du ein Listenobjekt in der linken unteren Ecke anklicken willst.

Wimmelbilder funkeln und sind ziemlich zugemüllt, jedoch perspektivisch und inhaltlich plausibel aufgebaut. Einige Gegenstände sind verwaschen, andere dem Hintergrund farblich angeglichen. Aus den Wimmelbildern bekommst Du jeweils ein Inventarobjekt. Je weiter Du im Spiel voran schreitest, desto schwieriger werden Wimmelbilder und Minispiele, von wenigen Ausnahmen abgesehen.
Die Minispiele werden gut erklärt und sind Varianten bekannter Arten, wie Rohre verbinden und v.a. Schiebepuzzles jeglicher Art. Sie passen zur Szene und können in weniger als einer Minute übersprungen werden. Die Schiebepuzzles sind teilweise Logikrätsel, zum anderen Teil Geduldsspiele. Nach der anfänglichen Abwechslung wird es im Laufe des Spiels etwas dröge, immer wieder auf gleichartige Minispiele zu treffen. Positiv ist allerdings anzumerken, dass das Verhältnis von direkter Aktion, Wimmelbildern und Minispielen ausgewogen ist. Des öfteren benötigst Du Inventarobjekte, um Minispiele zu öffnen. Hast Du das jeweilige Minispiel gewonnen, taucht dahinter gern mal ein Wimmelbild auf, aus dem Du das Inventarobjekt für ein weiteres Minispiel erhältst. Insofern ist der Spielaufbau nicht eben einfallsreich.

Dennoch, Elephant Games haben ein ehrliches, handwerklich gut gemachtes Spiel mit einer beachtlichen Spieldauer geliefert. Du wirst nicht überflüssig durch die Gegend gescheucht, sondern kannst die Karte benutzen. Wimmelbilder wiederholen sich nicht, sondern werden nur ein einziges Mal gespielt. Viele Minispiele ähneln sich zwar, sind aber immerhin Varianten eines Themas. Auch wird nicht eines an das nächste gereiht, sondern Du wirst im Spiel selbst einiges zu erledigen haben und manche überraschung erleben. Erfreulicherweise wurde weitgehend darauf verzichtet, dem Spieler allzu unlogische Aktionen abzuverlangen. Obwohl ein paar ... kreative Lösungsansätze erforderlich sind, wird von Dir in The Maze nicht erwartet, beispielsweise eingeschlagene Nägel mit einem Hammer zu entfernen. Auch wirst Du nicht zu jemandem degradiert, der jedes nützliche Werkzeug wegwirft, sobald er es ein Mal benutzt hat. Diese Feinheiten des intelligenten Spielaufbaus sind gut gelungen und unterscheiden The Maze angenehm vom Durchschnitt seiner Artgenossen.

In der Geschichte geht es um einen Kriminalfall, wie er tatsächlich geschehen sein könnte, in irgendeiner größeren Stadt unserer Tage. Das Spiel wird über die Geschichte gut transportiert und bietet einige unvermutete Wendungen. Das Ende ist durchaus eines, lässt jedoch einen Nachfolger erwarten. Die Kommentare Deines Alter Egos sind zum Teil ganz witzig, wiederholen sich allerdings.
Die Musik beginnt als jazziges Intro, geht dann aber in einen penetranten Dauerton über, der vermutlich eine bedrohliche Atmosphäre schaffen soll. Da auch die Grafik gut gelungen ist und der Bösewicht ein ausgesprochen unfreundliches Benehmen an den Tag legt, ist Schlachthausmusik nicht unbedingt erforderlich.
Das einzige echte Minus des Spiels ist sein lausiger Wiederspielwert. Es gibt in The Maze keinen Zufall und keine andere Schwierigkeitsstufe, so dass es nach einmaligem Spielen der Zeitung vom Vortag gleicht.

Fazit:
Urban Legends: The Maze ist ein intelligent aufgebautes Krimi-Wimmelabenteuer mit einer Spieldauer von etwa 5 Stunden. Das Verhältnis der Spielanteile ist ausgewogen, wenngleich mehr Abwechslung in den Minispielen angebracht wäre. überragend ist an dem Spiel nichts, aber es bietet ehrliche Unterhaltung ohne jede Zeitschinderei. Wer damit leben kann, das Spiel nach einem Durchgang in den Dornröschenschlaf zu schicken, bekommt mit The Maze mehr Spiel als üblich für sein Geld. Da der Schwierigkeitsgrad kontinuierlich steigt, dürften auch Genre-Einsteiger mit dem Spiel zurecht kommen.


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