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Die Inka Sonne
(Undiscovered World: The Incan Sun)
Nachlese

Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: HoverBee Studios

Wenn du auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang.

Autor: Sabine

Du stürzt mit deinem Flugzeug mitten über dem Dschungelgebiet einer geheimnisvollen Insel ab und sitzt nun erst einmal dort fest. Nachdem du einem Hotelier auf der Insel versprichst, mit deiner Kamera ein paar Fotos seines Hotels zu machen, überlässt er dir sogar eines seiner Zimmer. Wenig später lernst du Chavez kennen und begibst dich gemeinsam mit ihm auf eine gefährliche aber dennoch spannende Schatzsuche. Chavez ist ganz besessen davon, einen Inkaschatz zu finden, der irgendwo auf der Insel versteckt sein soll. Anfangs bist du davon nicht sehr angetan, aber nach und nach wecken die Ereignisse auch dein Interesse an dem Schatz. Als Chavez den Strapazen der Schatzsuche nicht mehr gewachsen ist, begibst du dich schließlich allein auf den Weg....

Das klingt erstmal spannend, ist es aber nicht. Den Verlauf des Abenteuers von dir und Chavez kann man nämlich nur über kurze Notizen in einem Buch mitverfolgen. Menschen bekommt man leider nicht zu sehen, nur die 24 Orte, an denen es in insgesamt 76 Leveln gilt, versteckte Objekte zu finden. Die Orte sind zwar landschaftlich sehr abwechslungsreich gestaltet, mit schönen bunten Farben versehen und mit passender Geräuschkulisse ausgestattet, lassen einen aber durch ihr sich ständiges Wiederholen doch recht schnell müde werden. Spätestens beim vierten Kapitel ist mir das "Nicht-Gähnen" immer schwerer gefallen, trotz Kaffee! Die 12 Objekte, die man pro Ort zu suchen hat, haben weder mit der Geschichte, noch mit den auf einer Insel üblicherweise vorkommenden Dinge etwas zu tun. Da steht dann schonmal ein Dinosaurier direkt neben einem Bügelbrett während man selbst nach dem UFO sucht. Auch sind an den verschiedensten Orten die zu suchenden Objekte fast immer dieselben, obwohl an der Anzahl und der Vielfalt eben dieser nicht gespart worden ist.

Leider sind die meisten Objekte auch nicht wirklich gut versteckt und das geübte Wimmelbild-Auge wird nur selten richtig gefordert, denn dieses ist ja eigentlich, mit Unterstützung des dazugehörigen Gehirns auf "Suchen" eingestellt und nicht auf "Direkt angucken können". Ein knallrotes Telefon lässt sich im grünen Dschungel halt nur schwer verstecken. Gott sei Dank sind sämtliche Objekte variabel, wodurch ein erneutes Durchspielen, wenn man es denn wagen will, nicht ganz so sinnlos scheint. Für alle noch ungeübten Augen sei gesagt, dass Tipps eigentlich immer zur Verfügung stehen. Man nutzt sie in Form von Münzen, die nach Aufgebrauch in jedem anschließenden Level durch Suchen und vor allem durch Finden neu erhältlich sind. Das Scoreboard, welches einem nach jedem gespielten Level angezeigt wird, informiert einen ausführlich darüber, wie viel Zeit man für das Level gebraucht hat, wie viele Punkte man erspielt hat und wie genau man bei der Objektsuche gewesen ist. Ist zwar ganz putzig, hat aber weder Vor- noch Nachteile, dient also nur der reinen Information, vielen Dank dafür.

Das gesamte Spiel wird durch nichts wirklich aufgefrischt, erst recht nicht durch die von Herausforderung extrem befreiten Minispiele, die jeweils eines der acht Kapitel zum Abschluss bringen. Damit man die Puzzle, um die es sich bei den Minispielen ausschließlich handelt, spielen kann, muss man pro Kapitel immer erst eine bestimmte Anzahl von magischen Statuen einsammeln, die auf der ganzen Insel verteilt sind. Beim Minispiel des ersten Kapitels denkt man noch: "Ach wie schön, das war ja einfach!", zumal die Puzzleunterlage nicht nur mit den Umrissen der einzusetzenden Teile, sondern auch bereits mit dem fertigen Bild in blasser Form ausgestattet ist, so dass man schon vor Puzzlebeginn das Ergebnis sehen kann und man letztendlich nur noch die Farbe ein bißchen auffrischt. Zum Glück weiss man hier auch noch nicht, dass sich bei den noch folgenden Puzzlen ausser dem Motiv nichts mehr ändert. Obwohl....bei den letzteren Puzzlen hat man als ganz besondere Herausforderung so grob geschätzt fünf Teile mehr zu verpuzzlen, da kann man dann wirklich stolz sein, wenn man die bewältigt hat.

Am Ende des Spiels findest du zwar den gesuchten Inkaschatz und erfährst aus der Zeitung, dass dein Absturz mit dem Flugzeug über 76 Ecken zu einer historischen Sensation geführt hat, aber mehr auch nicht. Ganz plötzlich ist das Spiel zu Ende und du segelst auf einem Boot dem Sonnenuntergang entgegen, nach Romantik war mir da allerdings nicht mehr zumute.

Auch den Begriff "Sensation" kann ich mit diesem Spiel nicht in Verbindung bringen, da nach einer gewissen Spieldauer nur noch der Gedanke herrschte: "Hoffentlich bin ich bald durch!", aber es zog und zog und zog sich. Die zwei angekündigten Extramodi konnten meine Stimmung dann auch nicht mehr aufhellen, denn man hat lediglich die Wahl, alle 24 bereits bekannten Orte erneut nach jeweils 50 bis 60 Objekten abzusuchen, oder alle acht ebenfalls schon bekannten Minispiele bis ins Unendliche zu spielen, auch für diesen originellen Einfall vielen Dank. Wem allerdings der Hauptmodus gefallen hat, dem gefällt auch das, und wer absolut auf das Suchen von Objekten fixiert ist, für den ist dieses Spiel genau das Richtige, für den Rest gilt: "Finger weg!". Immerhin gab es keinerlei technische Probleme während des Spiels, und das ist neben den hübsch zurechtgemachten Bildern meine einzige positive Kritik.

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