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Twisted Lands: Die Schattenstadt

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Herausgeber: Alawar Entertainment
Entwickler: Alawar Stargaze

Wenn Du Twisted Lands: Die Schattenstadt auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K..
Datum: 23.09.2010
Deutsche Version: 28.10.2010

 

Alles scheint wundervoll: Gemeinsam mit seiner Freundin Angel ist unser Held auf einem Tauchausflug und findet dabei eine ungewöhnliche Statue. Doch mit einmal geschehen unheimliche Dinge und als es vorbei ist, findest du dich an einem Strand wieder. Keine Spur von Angel und so machst du dich auf die Suche. Doch von Anfang an beschleicht dich ein seltsames Unbehagen. Die Insel, auf der du gestrandet bist scheint verlassen, aber die Hinterlassenschaften anderer, die du findest, lassen dir eine Gänsehaut über den Rücken laufen. Und schon sehr bald findest du ein Tor, dessen Schlüssel so aussehen wie die Statue, die du gefunden hast.

Dein Ziel ist es, Angel zu finden und von der Insel zu fliehen. Bei der Suche wird schnell klar: Die nahegelegenen Häuser sind ebenso verlassen, wie das offensichtliche gestrandete Schiff auf der anderen Seite der Bucht, in die es dich verschlagen hat. Was ist nur mit all den Menschen passiert.

Wie in Wimmelbild-Abenteuern üblich, läufst du relativ frei durch die Gegend, aufgehalten nur durch verschlossene Türen oder so unpraktische Hindernisse wie ein Feuer oder auch eine nicht allzu freundliche Schlange. Immer wieder gibt es Wimmelbildszenen, die dir ein Inventar-Objekt bescheren, andere Dinge findest du so oder erhältst sie, wenn du Puzzle und Rätsel gelöst hast.

Die Objekte sind auch in den Wimmelbildszenen nicht willkürlich, ebensowenig sind es die Puzzle-Lösungen - was natürlich schade ist, denn bei einem zweiten Durchgang wirst du so viel zu schnell das Ende sehen. Ansonsten hat das Spiel aber eine gute Länge. Die Puzzle und Rätsel sind nicht wirklich anspruchsvoll, aber um soweit zu kommen, dass du überhaupt alles hast, wirst du dir schon ab und an mal den Kopf zerbrechen müssen. Was ist wo? Und wie bekomme ich es? Deine Chance, dich im Nebel auch mal zu verlaufen, sind dabei nicht gerade gering. Eine Karte gibt es nicht, nur einige Hinweise, die du im Nebel aber auch erst einmal finden musst. Das macht Sinn, in einem Spiel wie diesem.

In der Vorankündigung hat Alawar gesagt: "Wir wollen den Horror auf ein neues Level bringen". Und meines Erachtens nach ist das auch gelungen, zumindest wenn man Horror nicht mit Schreckensbilder verbindet. Die Atmosphäre des Spieles ist großartig. Da schaudert es einen durchaus mal, die Härchen im Nacken stellen sich auf und die Gänsehaut will nicht so wirklich weichen. Die Musik unterstreicht das Ganze, die Notizen und Tagebucheinträge, die man findet, beruhigen nicht wirklich. Es ist eine Art von Horror, die ohne gruselige Bilder auskommt, ohne Monster, die plötzlich um die Ecke kommen, ohne riesenhafte Tiere, die dir igendwo nur darauf lauern, dir die Haare grau werden zu lassen. Es ist ein Horror der Ungewissheit, nicht der Bilder. Und die geisterhaften Gestalten ehemaliger Bewohner tun ihr Übriges. Denn sie werden nicht als selbstverständlich hingenommen, sondern geben dem Helden das Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Tatsächlich gibt es im Grunde zwei Geschichten innerhalb des Spieles: Die, die du selber erlebst, auf deiner Suche nach Angel und die der vorherigen Menschen, die an diesem Ort waren. Sie vermischen sich und ab und an verliert man sein eigentliches Ziel aus dem Auge, nämlich Angel zu finden. Zu spannend und einnehmend ist das, was passiert und die Frage, was vorher geschehen sein muss.

Auch hier gibt es im Vorfeld eine Sammler-Edition. Nun, das Bonuskapitel ist gut, gar keine Frage. Es wird etwa 20-30 Minuten in Anspruch nehmen und du wirst, soviel sei verraten, dabei auch die ersten Rohentwürfe des nächsten Spieles aus dieser Serie sehen. Sie ist ebenfalls sehr spannend und genauso sorgfältig und mit Liebe zum Detail gemacht, wie der Rest des Spieles. Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen: Diese Sammler-Edition ist ihren Preis wert, aber wer sie kauft, wird zumindest nicht das Gefühl bekommen, sein Geld zum Fenster heraus geworfen zu haben. Sehr schön gemacht ist in dem Fall auch die Lösung: Die wird in Worten beschrieben und anstatt mit Bildern mit Videos dokumentiert.

Twisted Lands: Shadow Towns ist ein tolles Spiel, dass ich persönlich nicht am Abend, allein und im Dunkeln spielen möchte. Nicht wegen grauenhafter Bilder, sondern weil ich vermutlich anschließend beim Weg zum nächsten Lichtschalter ein paar graue Haare mehr haben würde. Trotzdem ist es nichts, wo man sagt: Zarte Seelen sollten es besser nicht spielen - es spielt ein wenig mit unseren täglichen Ängsten, über die wir hinterher stets selber verlegen lächeln. Und genau das macht es so empfehlenswert.

Ebenfalls empfehlenswert: Das Gamesetter-Interview mit Stargaze Alawar, den Entwicklern dieses Spieles

 

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