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Treasure Masters, Inc.: Die verlorene Stadt


tassentassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Casa Games

Download: Deutschland-Spielt

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Autor: Elke M.
Datum: 27.09.2013

Wenig aufwendige Schatzsuche, die fast nur aus Wimmelbildern besteht
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Die beiden Kumpels Dick und Gordon langweilen sich. Da kommt Post aus England genau zur rechten Zeit. Der Brief ist von den Royal Treasure Masters, einem geheimen Club, der 1864 gegründet wurde. Die berühmtesten Schatzsucher der Geschichte waren Mitglieder dieser Vereinigung. Wir, die Hobby-Schatzsucher werden zum jährlichen Treffen nach London eingeladen. Doch schon das Herausfinden des Versammlungsortes ist der Beginn unseres Abenteuers.

Auf dem Londoner Flughafen angekommen, werden wir bereits das erste Mal um Hilfe gebeten. Ein extrem seltsam aussehendes kleines Mädchen hat seinen Teddybären Bean verloren, der dem Original-Bären des gleichnamigen englischen Komikers zum verwechseln ähnlich sieht. Was sich die Entwickler allerdings bei zeichnen der jungen Dame gedacht haben, wird wohl ihr Geheimnis bleiben.
Grafisch gesehen schwankt das Spiel zwischen Comic und Altbacken. Die Protagonisten bewegen beim Sprechen zwar ihren Mund, allerdings können wir das Gesprochene nur ablesen, da auf ein Voice-Over verzichtet wurde. Die Musik soll uns vermutlich ein wenig an die alten Indiana-Jones-Filme erinnern.

In 12 Kapiteln sind wir immer wieder verschiedenen Personen behilflich, arbeiten uns vom alten Griechenland über texanische Tankstellen bis hin zu südamerikanischen Eingeborenenstämmen. Ziel ist eine verschollene Stadt wieder zu finden und so den Preis als bester Schatzsucher zu gewinnen.

Jedes Kapitel ist von Anfang an eine Wimmelbildszene. Am unteren Bildschirmrand können wir die gesuchten Begriffe ablesen. Manche Gegenstände sind allerdings nicht direkt im Bild versteckt, sondern z. B. in einer Telefonzelle, die wir betreten können. Wir wissen aber nie, welche Begriffe wo versteckt sind, weil sie sich farblich nicht unterscheiden. Hin und wieder wandert ein gefundenes Utensil in unser Inventar. Damit können wir dann eine Aktion durchführen oder ein Minispiel starten.
Außerdem steht uns eine Karte zur Verfügung. Auf dieser Karte sind meistens mehrere Orte freigeschalten, und dort können wir auch entnehmen, wie viele Begriffe wir insgesamt finden müssen, wie viele Rätsel zu lösen sind, wie viele Aufgaben wir erfüllen müssen und wie viele Objekte einzusetzen sind. Haben wir alle Aktionen einer Szene abgeschlossen, wird uns das mit einem grünen Häkchen markiert.

Allerdings kommt es nicht selten vor, dass wir verschiedene Orte auf der Karte abgearbeitet haben, nur um dann bei einem erneuten Blick darauf festzustellen, dass wieder neue Wortsuchlisten in den gleichen Szenen zur Verfügung stehen. Oft auch mit denselben Begriffen. Gerade an den Wörtern Seestern, Dreirad oder Schmetterling scheinen die Entwickler einen Narren gefressen zu haben, da sie in fast jedem Wimmelbild auftauchen. Viele Bereiche überschneiden sich auch in den einzelnen Kapiteln. So ist z. B. der Flughafen, nachdem wir ihn verlassen haben, in Kapitel 2 immer noch ein Schauplatz, um Rätsel zu lösen und Begriffe zu finden. Welche Logik dahinter steckt, ist schwer nachzuvollziehen.

Im weiteren Spielverlauf haben wir zusätzlich ein Amulett zur Verfügung. Wenn wir dieses Anwählen, erscheint es als eine Art Linse auf unserem Bildschirm. Und als wir hindurchsehen, können wir feststellen, dass die aktuelle Szene plötzlich einen neuen Hintergrund erhalten hat und dort auch noch einige Dinge unserer Wortsuchliste versteckt sein können.

Die Rätsel, die wir hier spielen dürfen, sind allesamt zu vernachlässigen. Wir müssen ein paarmal Zahlenkombinationen erraten oder Symbole in die richtige Reihenfolge bringen, Buchstabensequenzen wiederholen oder gleiche Paare finden. Selbst ein Neuling beim Rätseln, würde sich durch den Schwierigkeitsgrad beleidigt fühlen. Trotzdem wird uns eine überspringen-Funktion angeboten.

In den Optionen können wir lediglich Tipps, die uns zwischendurch eingeblendet werden, abschalten; aus verschiedenen Schwierigkeitsstufen können wir nicht auswählen. Auch ein Notizbuch bleibt uns verwehrt. Der Hinweisbutton lädt sich in exorbitanter Geschwindigkeit auf, allerdings hilft er uns nur sehr begrenzt weiter. Setzen wir ihn bei Begriffen ein, die wir noch nicht gefunden haben, ist er zuverlässig. Benötigen wir ihn allerdings bei einer Aktion, zeigt er willkürlich auf irgendeine noch offene Aufgabe, ohne dass wir diese im Moment erledigen können. So bleibt uns nur der Weg, alle Orte der Karte noch einmal aufzusuchen, um selbst darauf zu kommen, wie es nun weitergehen könnte. Probieren geht über Studieren ist hier unser Motto.

Das Spiel hat nach ca. 4 Stunden ein so abruptes Ende, dass wir es erst merken, als wir wieder auf der Startseite angekommen sind. Und so bleiben bei „Treasure Masters, Inc.: Die verlorene Stadt“ zwar keine zwingend Fragen offen, trotzdem sind wir enttäuscht, dass unsere mühevolle Schatzsuche nicht mit einem großen Finale honoriert wurde.

Wer gerne Wimmelbilder spielt, auf Rätsel wenig wert legt und keine großen Erwartungen in die Geschichte legt, könnte Gefallen an diesem Spiel finden. Hier sollte man aber unbedingt den einstündigen Gratis-Download in Anspruch nehmen, um sich ein Bild davon machen zu können. Wer da mit der umständlichen Suche und der willkürlichen Spielführung klar kommt, wird auch vom Rest des Spiels nicht enttäuscht werden.


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