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Gefangen: Die Entführung (Trapped: The Abduction)
Nachlese
Herausgeber: Playfirst
Entwickler: Gogii Games
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Autor: Sonja R.

An einem regnerischen, grauenvollen Abend landet die Heldin Helene im Kofferraum eines Autos, wo sie überhaupt nicht hinwollte. Sie findet einen Weg sich zu befreien, aber nun geht der Albtraum erst richtig los. Sie wird von Kameras beobachtet und ein fremder Mann spricht mit ihr. Er liebt Spiele und treibt deshalb nun eins mit ihr. Um zu überleben, muss sie Gegenstände finden und Aufgaben erfüllen. Alles, was für die endgültige Flucht zu gebrauchen ist, packt sie auf ihrem Weg durch das ganze Gebäude in ihren Rucksack.

Ganz ohne Zeitlimit siehst du erst in einem Comicfilm die Entführung, danach wirst du in einem Tutorial langsam ins Spielprinzip eingeführt, wenn du aus dem Kofferraum fliehst. Nun musst du dich von Raum zu Raum rätseln, immer beobachtet und kommentiert von deinem Entführer. Der ist doch tatsächlich immer wieder überrascht, wie pfiffig du doch bist. Muss an seiner unterentwickelten Intelligenz liegen.

Die Wimmelbilder, die zu meistens zu Beginn des Levels zu absolvieren sind, machen schon Spass. Die Objekte sind gut versteckt, aber nur selten unfair. Wenn dann mal etwas dunkles in einem dunklen Hintergrund ist, kann man damit leben. Nicht so schön sind die Szenen, in denen es stockduster ist. Man sieht keine Hand vor Augen, noch nicht einmal Umrisse, muss aber den Schalter für das Licht finden. Ha ha! Da hilft wirklich nur der Tipp.

Der Tipp ist immer da, braucht aber eine Weile zum Aufladen. Es dauert nicht zu lange, so dass er bald wieder einsatzbereit ist. Er zeigt dir ein Objekt von der Liste oder, wenn du einen Ausweg suchst, wo du weiter machen musst.

Denn aus jedem Raum musst du entkommen, immer in den nächsten, um irgendwann fliehen zu können. Das hört sich interessant an, ist aber ein bißchen "Tatort Museum" für Arme. Die Abläufe sind oft unlogisch, oder wie ist es sonst zu erklären, dass Holz nur mit Aufdrehen eines Ventils brennt, ohne es anzuzünden? Oder dass ein Medaillon erforderlich ist, um einen Türknauf anzubauen und ein mühsam gefundenes Brett keine Verwendung findet? Warum man ein Geländer sicher anbringt, ohne die Schrauben fest anzuziehen, ist mir auch schleierhaft. Dazu sind immer wieder Gegenstände anzuklicken, oftmals derselbe hintereinander, weil er nicht gleich alles preisgibt, was du für ihn brauchst. Das sind wirklich widerspenstige Dinger! Ein benötigtes Utensil wird dir unten in einem Suchinventar wörtlich gezeigt, du suchst es, wendest es an und klickst dann denselben Gegenstand wieder an, damit er dir in dein Suchinventar noch ein Objekt gibt, was er auch noch braucht. Etwas umständlich und nervig, das Ganze.

Minispiele hätte gut zum Thema gepasst, aber die sucht man vergeblich. Die Entwickler haben das wohl als zu viel Aufwand empfunden. Sie hätten zudem die nicht allzu lange Spielzeit etwas gestreckt.

Das Spiel basiert wohl auf dem Gedanken des Horrorfilms "SAW" und die Atmosphäre wurde schon entsprechend getroffen. Es sind dunkel gestaltete Szenen, die aber mit einer guten Grafik einhergehen, bei der man alles gut erkennen kann. Die Hintergrundmusik passt und unterstreicht die Stimmung des Spiels.

Trotzdem wird Trapped: The Abduction dem Eindruck nicht gerecht, den man am Anfang des Spiels erhält. Es wird langweilig, man weiss nach Abschluss eines Levels, dass eine Wimmelbildszene kommt - welche das Gute im Spiel sind - und man dann aus dem Raum fliehen muss. Das wäre interessant, wenn diese Ausbruchaufgaben anders gestaltet worden und nicht so oft unlogisch wären. Mach dir am besten bei einem Probedownload selbst ein Bild aber beachte dabei, dass das Spiel in diesem Stil monoton weiter geht.

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