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Tornado: Das Mystererium der magischen Höhle

tassentassen
Herausgeber: Gamehouse
Entwickler: Quick Click

Download: Deutschland-Spielt

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Autor: Elke M.
Datum: 19.11.2013

Kurzweiliges Wimmelbildspiel älteren Jahrgangs
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Wir haben die Wahl, ob wir uns als Amy oder als Tom versuchen. Da wir einen Ausflug unternehmen möchten, sammeln wir zuerst gewissenhaft unser Gepäck ein. Und während wir nach getaner Arbeit in einem Wohnwagen sitzen und per Kartenspiel ausloten, wer fahren muss, wird unser Fahrzeug von einem Tornado erfasst und von Zuhause weggeblasen. Einige Zeit und eine unsanfte Landung später, befinden wir uns an einem unbekannten Ort, verletzt und hungrig. Wir sind gezwungen, uns zu Fuß nach Hause durchzuschlagen, da unser Gefährt vollkommen demoliert ist. Dabei stoßen wir auf eine Höhle, deren Geheimnis wir nebenbei erkunden.

Die an einen Cartoon erinnernden Zwischensequenzen inklusive ihrer Sprechblasen sind einfach gestaltet. Die Grafik ist, was den Gesamtblick auf eine Szene angeht, in Ordnung, sucht man jedoch im Detail nach Gegenständen, weniger scharf. Das kommt daher, dass viele Objekte winzig und schwer zu erkennen sind. Außerdem spielen viele Handlungen an dunklen Orten, wie Höhlen oder Minenschächten und spätestens da sinken unsere Chancen auf den Nullpunkt, um alles ohne Hilfe zu finden. Erwähnenswert ist noch, dass den Hauptdarstellern keine Stimmen gegeben wurden, wir können ihre langweiligen Gespräche lediglich durch Ablesen verfolgen. Im Hintergrund hören wir als musikalische Untermalung Harfenklänge, die sich stupide wiederholen.

Auf welchen der beiden Schwierigkeitsgrade unsere Wahl fällt, ist nebensächlich. Zwischen entspanntem Modus und Expertenmodus wird als einziger Unterschied die Aufladezeiten von überspringen und Tipp genannt. Zudem gibt es kein Journal, keine Karte und auch auf den Hinweisbutton ist nicht immer Verlass. Es kann uns passieren, dass der Tipp lediglich alle verfügbaren Richtungen annonciert, statt uns zu dem Punkt zu führen, den wir als nächstes zu erledigen haben. So bleibt uns nichts weiter übrig, als Ort für Ort selbst abzugrasen, um im Spiel etwas voran zu kommen. Nützliche Dinge werden uns übrigens dadurch angezeigt, dass sich der Cursor in Zahnräder verwandelt.

Klassische Wimmelbilder suchen wir hier vergeblich. Bei „Tornado – Das Mysterium der magischen Höhle“ wird ausschließlich mit Containern gearbeitet. Das bedeutet, dass sich, wenn wir auf einen bestimmten Gegenstand klicken, ein Fächer mit grauen Bildern über diesem Objekt öffnet. Unsere Aufgabe ist es dann, die angezeigten Dinge zu finden und in dem entsprechenden Container abzulegen. Haben wir alle Utensilien platziert, schließt sich der Fächer und der Gegenstand wird unserem Inventar zugeführt. Mehr als einmal befinden sich mehrere solcher Fächer an einem Schauplatz und zwangsläufig werden wir feststellen, dass wir erst den einen komplett füllen müssen, um den Inventargegenstand zu bekommen, damit wir einen zweiten genau mit diesem erhaltenen Utensil vervollständigen können. Eine Variante ist außerdem die, dass wir mehrere Objekte der gleichen Sache benötigen, um diese als vollendetes Set einmalig abzulegen. An sich ist diese Art der Wimmelbilder eine interessante Version. Leider sind viele der gesuchten Gegenstände aber so winzig oder unscharf, dass die Suche danach alles andere als spaßig ist.

Aufgelockert wird das Spiel durch 15 Rätsel. Ein Fable zeigen die Entwickler für alle Arten von Ringen oder Scheiben, die wir drehen müssen, um ein fertiges Bild zu erhalten. Dann haben wir noch die Möglichkeit, Melodien zu wiederholen, Totempfähle richtig zusammen zu setzen, Blöcke zu verschieben, bis einer freigespielt ist und Zahnräder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Also nichts, was wir nicht schon etliche Male gespielt hätten, dazu in einem eher kinderleichten Schwierigkeitsgrad und mit bescheidenen Mitteln ausstaffiert.

Trotz intensivster Suche nach Gegenständen und nicht sonderlich hilfreichem Tipp beenden wir das Spiel nach spätestens 2,5 Stunden kurz und schmerzlos. Wer allerdings nicht genug davon bekommen kann, hat die Möglichkeit mit einem neuen Profil alternativ als der andere Geschwisterpart wiederzukehren. An den Geschehnissen und Dialogen selbst ändert sich zwar nichts, aber alle Bilder sind spiegelverkehrt. Sensationell!!! Die wenigstens unter uns werden allerdings diesen Service in Anspruch nehmen, weil das Spiel einfach zu wenig hergibt, um das Ganze noch einmal zu wiederholen.

„Tornado – Das Mysterium der magischen Höhle“ ist wenig aufwendig. Es besitzt zwar einen einigermaßen stimmigen Ablauf, aber durch die die schwache Grafik in den Details wird es zu einer Quälerei. Dazu gesellen sich eine dürftige Handlung und viel zu einfache Rätsel. Selbst Freunden von Wimmelbildern mit Containern und ganz geduldigen Spielern sei die Probestunde empfohlen, diese ist durchaus als verlässlich einzustufen, weil sich das Niveau bis zum Schluss nicht mehr ändert. Ein Spiel aus dem Jahr 2009, das, trotz Retro-Hype, nicht zündet.


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