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Tiny Tale: Ein Troll für alle Fälle


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Herausgeber: Intenium
Entwickler: Running Pillows

Download: Deutschland-Spielt

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Autor: Claudia K.
Datum: 15.09.2013

Spiel, Spaß, Spannung und Humor - ein Schokostückchen im Zeitmanagement
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Vor langer, langer Zeit gab es weit entfernt ein friedliches Königreich, hoch über den Bergen, umgeben von nichts als wundervoller Natur. Und weil der König und seine Untertanen die Natur so liebevoll und fürsorglich pflegten, ernannte man sie zum Hüter der 4 Elemente; Wasser, Luft, Feuer und Erde. Gremlins bewachten diese Elemente. Aber ein gieriger Magier erfuhr davon, versetzte die Gremlins in einen tiefen Schlaf und stahl die kostbaren Artefakte.

Die große Macht der Elemente waren zuviel für diesen Magier, er war zu schwach und seine Sinne versanken immer mehr im Wahnsinn. Er zerstörte das Königreich. Der König selbst war machtlos und so rief er seine größten Helden zu sich, bat sie um Hilfe. Doch jeder von ihnen hatte Wünsche und Forderungen, die der König nicht erfüllen konnte. Es schien, das Königreich und die Natur waren verloren, doch dann erschien einer, mit dem Niemand gerechnet hatte. Ein Troll erklärte sich bereit, die Elemente wieder zurück zu bringen. Gemeinsam mit den Gremlins begleitest du ihn auf seinem abenteuerlichen Weg.

Und dieser Weg ist steinig. Und manchmal holzig. Und manchmal voll von Wespen, Schleimkriechern, Skeletten und anderem Getier. Häuser müssen für neue Arbeiter gebaut, Straßen freigeräumt und Manna für Zaubersprüche gesammelt werden. Die harte Arbeit erledigen die Gremlins, der Troll ist für die Zaubersprüche und das verscheuchen von Gegner zuständig. Und das ganze passiert in einfachen, aber doch hübsch anzusehenden Grafiken.

Je nach gewähltem Modus gibt es zwei oder drei Zeitzonen, in denen die Aufgaben erledigt werden können. Spielst du im leichten Modus, kannst du nach Ablauf der Gold- und Silberzone in deinem Tempo zu Ende spielen. Im normalen Modus ist nach Ablauf der Silberzone Schluss; das Level muss neu gestartet werden. Wer das Level innerhalb der Goldzeit erreicht, der bekommt eine Blume. Und mit diesen Blumen kannst du einkaufen gehen.

Und das ist hier wirklich eine sehr schöne Besonderheit. Nach und nach bekommst du für Gremlin und Troll Kopfbedeckungen und Hauttypen, beim Gremlin hast du zusätzlich die Wahl unter unterschiedlichen Laufweisen und Schulterklappen, der Troll hat vier verschiedene Zauberstäbe und Rückenbeckungen zur Auswahl. Nun ist das ja erst mal nicht ganz so spektakulär. Viele Spieler kennen solche Nettigkeiten, die leider sonst nicht viel mehr sind, als ein lächelnder Blick in die Garderobe des jeweiligen Helden. Anders ist das bei Tiny Tale: Ein Troll für alle Fälle. Hier nämlich siehst du deine Gremlins und den Troll im Level genau so, wie du sie ausgestattet hat. Und so wird bei dem einen Spieler der Troll vielleicht wie Robin Hood aussehen, während er bei einem anderen eine witzige Kochmütze trägt und mit einem Lolli die bösen Pflanzen verprügelt, während der Gremlin eher wie ein Äffchen läuft und eine Fliwatüt-Mütze trägt. Ein echter Mehrwert zu dem auch sonst sehr guten Spiel.

Eigentlich ein echtes No-Go und doch hier auf Grund des Gesamtpaketes zu vernachlässigen: Es gibt keine Möglichkeit, ein Level aus dem Menü heraus neu zu starten. Stellst du fest, dass du einen falschen Weg oder eine falsche Strategie gewählt hast, so bleibt nur der Weg zurück auf die Karte und von dort aus erneut zu beginnen.

40 Level mit unterschiedlichen Zielen gilt es zu erarbeiten und besonders Ehrgeizige können sich daran versuchen, neben dem obligatorischen Gold auch noch den Entwicklerrekord zu brechen. Deine Aufgaben bestehen in einer Anzahl von Gremlins, bestimmte Gebäude zu bauen, eine Menge X an Gold, Holz oder Nahrung ranzuschaffen oder ähnliches. Die "Lernkurve" ist gut gestaltet. Nach und nach wird das Erreichen der Ziele im vorgegebenen Zeitlimit schwieriger, aber weder ist das für Anfänger frustrierend, noch für Vielspieler langweilig. Die vier unterschiedlichen Orte, verschiedene Bösewichter und unterschiedliche Aufgaben sorgen dafür, dass man stets gut unterhalten wird.

Und wenn auch das Musikgedudel nicht sonderlich ansprechend ist (und an einer Stelle auch noch einen nervigen Übergang aufweist), so sollte man die Geräusche trotzdem nicht abstellen. Denn Gremlins und Trolls reagieren auf deine Klicks, mit denen du sie an die Arbeit schickst. Und so hört man neben dem obligatorischen "Ok" auch mal "Nööö", "Jupp", "I don't think so" (Ich glaube nicht), "Jooo" oder ein empörtes "I already thought, you forgot about me" (Ich dachte schon, du hättest mich vergessen). Das ist einfach lustig und mal etwas anderes. Die Dialoge vor einem Level sind oftmals amüsant und viel weniger steif, als man es sonst häufig erlebt. Wer daran aber kein Interesse hat, kann sie einfach überspringen. Das gleiche gilt für die seltenen Einblendungen von handgezeichneten Blättern, die die Geschichte weiter erzählen.

Mit Tiny Tale: Ein Troll für alle Fälle hat Running Pillow, wie schon in Dragon Keeper bewiesen, dass lustig, niedlich, amüsant nicht zwangsläufig kitschig und kindisch bedeuten muss. In dem gut ausbalancierten Zeitmanagement findet der geneigte Spieler Herausforderung, Entspannung und Spaß. Die 3D-Effekte machen das Spiel qualitativ hochwertig, die nach persönlichem Geschmack gekleideten Spielfiguren wecken den Wunsch nach mehr. Und ist man Ende angelangt, dann bleibt etwas zurück: Der dringende Wunsch, ganz schnell ein zweites Abenteuer mit den fröhlichen Gesellen erleben zu dürfen.

 


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