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Timeless: Die vergessene Stadt


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Herausgeber: Bigfish Games
Entwickler: Boolat Games

Download: Bigfish Games.de

Wenn Du Timeless: Die vergessene Stadt auch bewerten und die Meinung anderer Spieler lesen willst, dann geht es hier lang

Autor: Sonja R.
07.08.2011


Ein beruflich stressiges Jahr liegt hinter dir und du machst dich auf den Weg in den wohlverdienten Urlaub in Europa. Die Zugfahrt ist recht angenehm bis plötzlich das Licht anfängt zu flackern. Was ist hier los? Als du wieder zu dir kommst, befindest du dich immer noch im Zug, aber irgendetwas ist anders...

Die Zeit stimmt nicht. Du bist nicht mehr in der Gegenwart, sondern irgendwo in der Vergangenheit. Also machst du dich auf, dich im Zug umzusehen und gleich im nächsten Waggon stösst du auf eine Braut. Die hat natürlich hier nichts verloren und schon gar nicht allein, aber du erfährst von ihr, dass du in einer Art Zeitloch gelandet bist. Die Braut bittet dich um Hilfe und spricht von einem Chronometron. Das musst du erreichen, um die Zeit zu lösen und sie und ihren Bräutigam wieder zusammen zu bringen. Die erste Frage ist aber: Was ist ein Chronometron? Das klärt sich im Laufe deines Abenteuers dann auf.

Bevor du das aber alles tust, wählst du den Schwierigkeitsgrad aus. Es gibt zwei und die Unterschiede bestehen in der Aufladezeit des Tipps und der Überspringenfunktion in Minispielen, der Kennzeichnung von wichtigen Stellen im Spiel und der Zeitsperre beim Falschklicken in Wimmelbildern. Im Casual-Modus fällt diese nicht so lange aus wie im Expertenmodus.

Nun kann es los gehen. Zunächst einmal musst du dir hilfreiche Utensilien suchen wie die Sanduhr, die dein Tipp ist. Auch ein Tagebuch benötigst du für wichtige Notizen und einen Schlüssel, mit dem du in den nächsten Waggon kommst. Alles das liegt auf dem Schreibtisch, also gar kein Problem. Jeden Waggon suchst du nach Hinweisen ab oder nach Gegenständen, die du gebrauchen kannst. Diese nimmst du zur späteren Verwendung ins Inventar. Dabei kann es durchaus mal vorkommen, dass du zwei von ihnen benutzen musst, damit sie sich kombinieren. Ein Magnet allein hilft dir nicht ohne eine Schnur, die du von einem Wollknäuel daran knotest.

Weitere Objekte findest du in Wimmelbildern, nach deren Lösung eins ins Inventar geht. Die können dich nach Umrissen suchen lassen, nach 10 oder 12 gleichen Objekten wie Zahnräder, verkorkte Flaschen oder aber nach Liste. Eine weitere Variante in Schubladen ist, dass du alles darin liegende verschieben musst, um die Objekte darunter zu finden. Leider wurde nicht so sehr darauf geachtet, dass du ja in einer früheren Zeit gefangen bist, denn neben vielen altertümlichen Objekten kommt auch durchaus mal ein Paar moderne Schlittschuhe oder andere Kleinigkeiten vor. Die häufigste Form, in der du sie antreffen wirst sind Listen und sie sind obendrein zufällig. So ist ein gewisser Wiederspielwert gegeben, wie auch bei den teilweise zufälligen Minispielen.

Diese sind sowohl für ungeübte als auch für anspruchsvollere Spieler geeignet. Sie unterscheiden sich vom Schwierigkeitsgrad und manche lassen den Spieler doch schon überlegen. Es gibt bei allen die Möglichkeit, sie zu überspringen. Du musst zum Beispiel Zahnräder und eine Feder an die richtigen Stellen setzen, dich an einem Spielautomaten vergnügen oder ein Schieberätsel der etwas anderen Art lösen.

Die Grafik des Spiels ist sehr gut, klar, deutlich mit hübschen Animationen. In einer Suchszene erlebt man sogar das Lichtspiel der Sonnenstrahlen, die in die Hütte fallen. Um an einen Kasten an der Wand zu kommen, musst du den Hocker darunter schieben. Der muss aber wieder entfernt werden, wenn du durch die Tür möchtest. Falls du dich jetzt fragst: Wieso Hütte? Natürlich bleibst du nicht die ganze Zeit im Zug, denn nachdem es dir gelungen ist ihn anzuhalten, geht es in einer kleinen Stadt weiter.

Du kannst dich frei bewegen und erschließt nach und nach Nebenstraßen und Häuser. Dabei bleibt immer etwas unerledigt, so dass du öfters zurück musst. Und sei es nur, weil irgendwo eine neue Suchszene entstanden ist. Sehr weite Wege hast du im Prinzip nicht, aber durch das häufige Abbiegen und zwei Dorfplätze kommt man doch mal ins Schleudern und wünschte, man hätte das Wollknäuel nicht für das Magnet verschwendet...

Stimmungsvoll sind auch die Nebengeräusche wie das Zwitschern der Vögel im Garten, aber die Musik passt nicht wirklich. Nicht so schlimm, man kann sie ja abschalten und den Rest des Ambientes genießen. Das währt aber auch nicht so lange, denn nach gut 3 Stunden ist der durchschnittliche Spieler durch. Und das, obwohl du am Schluss als in die Länge ziehende Maßnahme noch zwei Mal alles abklappern musst, um Zahnräder und Sand zu finden. Das Chronometron wurde entsprechend manipuliert, aber ob die Braut Nathalie mit ihrem Ernest wieder zusammen kommt, erfährst du nur, wenn du die Collector's Edition gewählt hast.

Ob sich das wirklich lohnt, wage ich zu bezweifeln. Nach gut einer halben Stunde ist das Bonuskapitel darin gespielt und am Strategy-Guide und den Hintergründen, der Musik und den Bildern aus dem Spiel kann man sich nicht unbedingt lange erfreuen. Kurz gesagt: Zu viel Geld für zu wenig Spiel.

Wer sich jedoch für die normale Version entscheidet, macht sicherlich keinen Fehler. Eine nette Geschichte mit einem Bösewicht und trotzdem einer schönen, freundlichen Grafik. Minispiele, die streckenweise fordern. Auch im normalen Modus sind die visuellen Hilfen nicht aufdringlich, abgesehen von den Standorten der Wimmelbilder. Das sind wohl die Grundbausteine eines guten Spiels.


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