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Time Relics: Zahnräder des Lichts

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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: VAST Studios

Download: BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 12.11.2012
Deutsch: 19.04.2013

Du bist Mitglied eines Ordens, der den Turm der Ewigkeit bewacht. In diesem Turm sorgen besondere Zahnräder des Lichtes dafür, dass nicht nur die Zeit fließt, sondern auch eine Katastrophe mit großen, zerstörerischen Kräften unter Kontrolle bleibt. Jedes Jahr muss ein besonderes Ritual ausgeführt werden, um dies zu garantieren, doch an diesem schicksalhaften Tag passiert etwas und die Kräfte entfliehen, verschlingen das Licht und die Zahnräder werden verstreut. Es scheint, dass nur du, der Wächter des Lichtes, die Katastrophe überlebt hast. Dein Ziel ist es, die Räder zu finden, denn nur so kannst du der Welt das Licht zurückgeben und die Zeit retten.

Die Geschichte ist anfänglich nicht ganz eingängig, da der Held, du, offensichtlich unter einem Gedächtnisverlust leidet. Inkonsequent auch das Voice Over. Spricht zu Beginn eine Frau den Text und bezeichnet sich als diejenige, an der es als Zugehörige des Ordens nun liegt, die Welt zu retten, ist es später eine männliche Stimme. Erzählt wird durch Tagebuchseiten, die du findest, durch Dialoge und durch Kristalle, die aufgesammelt und dann im Buch angehört werden können. Die Betonung aber liegt auf Können. Du musst die Kristalle nicht finden, du musst nicht lesen oder zuhören. Letztendlich kann man das Spiel auch ohne diese Informationen spielen.

Zu Beginn stehen drei Modi zur Auswahl, aber es ist gleich, was du wählst. Während des Spieles kannst du in den Optionen den gewählten Modus jederzeit wechseln. Nutzt du eine Variante mit Tipp, wird dir dieser bei Bedarf den Weg zeigen oder auf Puzzles und Gegenstände hinweisen. Allerdings werden auch gern bereits gesehene Puzzles angezeigt, die wegen fehlender Inventargegenstände noch nicht gelöst werden.

Die Geschichte erzählt, dass das Licht aus der Welt gezogen wird. Dies erklärt den Grauschleier natürlich, der über allem zu liegen scheint, die eher dunkle Szenerie. Und doch gibt es viele Spiele, die trotz Dunkelheit ansprechende Bilder haben. Bei Time Relics: Zahnräder des Lichts ist dies nicht gelungen. Nichts ist attraktiv, nichts lädt zum zweiten Hinsehen ein, nichts zieht das Auge an, von einem pinkfarbenen Kreis abgesehen, den es in jedem Kapitel gibt. Dort muss stets ein Zeitmesser eingesetzt werden, damit eröffnest du dir dann einen weiteren Ort.

Eine Karte gibt es nicht, wird auch nicht benötigt, denn innerhalb der bereits erwähnten Kapitel sind die örtlichkeiten begrenzt. Und die Unlogik ist in vielen Dingen spürbar. Vor allem aber in einem Geschichtenstrang, der im Verlauf abbricht und nicht wieder aufgegriffen wird. Ein junges Mädchen scheint überlebt zu haben, ist auf der Suche nach weiteren überlebenden: Doch während sie offensichtlich überall problemlos hin kann, mühst du dich auf anderen Wegen durch Ruinen, Puzzles, Rätsel. Nur um dann festzustellen: Sie ist schon vor dir da. Und auch in diesem Spiel fragt man sich: Warum ist in der Spielewelt kein Held in der Lage, ein paar Blätter oder einen kleinen Sandhaufen mit den Händen zu beseitigen, während man gleichzeitig über sich hinaus wächst und auch Dinge an einer Decke mühelos erreichen kann (nicht aber das Regal, dafür bedarf es dann einer Leiter).

Wimmelbilder gibt es in Time Relics: Zahnräder des Lichts viele. Sie alle werden zweimal gespielt, häufig leider auch in kürzester Zeit. Alle haben neben interaktiven Suchobjekten noch eine Besonderheit. Stets liegt eine Rune in der Szene, die ein oder zwei Gegenstände ändern werden. So wird aus einem Messer ein Schwert, aus einem Glas ein Kelch. Ansonsten sind es einfach nur überfüllte Bilder mit relativ schlechter Beleuchtung, die einfach auch visuell nicht ansprechend sind. Wenig ist wirklich versteckt, aber einiges kann man einfach nur schlecht erkennen. Vast Studios hat den Wimmelbildern ein kleines Extra gegeben. Das aber hat keinen Zusammenhang mit dem Spiel und ändert nichts an der visuellen Langeweile, die sich durch das Spiel zieht.
Die Puzzles sind zum Teil nett gemacht. Es sind in der Hauptsache Logik-/Geduldspiele, die leider über keine Neustartfunktion verfügen. Das ist bei einigen frustrierend und lädt zum überspringen ein. Der Schwierigkeitsgrad ist eher mittelmäßig. Und ein Puzzle ist in jedem Kapitel gleich. Nämlich das des pinkfarbenen Kreises. Beim ersten Mal schaut man noch, wie man es machen muss. Bei den anderen Malen ist es nur noch eine nervende Zeitverschwendung. Die Puzzles sehen nicht anders aus, werden auch nicht schwieriger, im Gegenteil.

Time Relics: Zahnräder des Lichts ist Durchschnitt - manchmal darunter, im Aufwand mit den Kristallen und dem Tagebuch eher darüber. Nur, genau der Teil wird von vielen Spielern nicht zwangsläufig hoch eingeschätzt. Das Spiel benötigt diese Dinge nicht. Ohne irgendwelche Wendungen, ohne Spannung oder überraschung geht es zielstrebig auf das erwartete Ziel zu. Kristalle und Tagebuchseiten geben eher Hintergrundinformationen, die aber das Spiel auch nicht unterstützen, ihm vielleicht etwas Tiefe geben, aber nicht dafür sorgen, dass man einen Anreiz zum Weitermachen bekommt.

Es fehlt an Politur, es fehlt an Zusammenhängen, an Logik. Time Relics: Zahnräder des Lichts mangelt es an dem "Extra", das ein Spiel braucht, um zu begeistern. Die Spielzeit von 3,5 bis 4 Stunden kann man hier als ausreichend bezeichnen, denn nichts drängt einen, nichts treibt den Spieler zu mehr. Der Probedownload vermittelt einen guten Eindruck, in dieser Zeit wird man so ziemlich alles einmal gesehen haben, was das Spiel zu bieten hat. Und das reicht. Um die Wartezeit bis zum nächsten guten Spiel zu überbrücken. Mehr aber auch nicht.



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