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Time Mysteries: Das letzte Rätsel


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Herausgeber: Artifex Mundi
Entwickler: Artifex Mundi

Download (Normal): Bigfish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 14.01.2013
Deutsch (Normal): 22.04.2013


Wiederkehrende Träume von einer Welt in Feuer quälen Esther, doch am Ende jeden Traumes gibt es auch einen Funken Hoffnung. Viviana, die böse Hexe, die sie einmal besiegt hat, erscheint ihr im Traum, doch sie bittet um Hilfe, will vom Bösen befreit sein. Was all dies zu bedeuten hat, erfährt Esther, als sie bei ihrem Onkel Sean Ambrose Michael kennen lernt. Michael kommt aus der Zukunft, einer Zukunft, die durch Viviana zu einem schrecklichen Ort geworden ist. Und nur sie, Esther, kann diese Zukunft in der Vergangenheit ändern.

Wer den Vorgänger Time Mysteries: Geister der Vergangenheit kennt, der weiß, wie Esther Ambrose durch die Zeit reist. Ein Apparat mit Jahreszahlen ermöglicht es ihr, jederzeit zu dem gewünschten Ort zu gelangen. Natürlich müssen die Jahreszahlen immer erst gefunden werden und dies geschieht entweder durch Wimmelbilder oder durch die Lösung von Puzzles. Gegenstände, die du ansonsten findest, können problemlos durch Zeit und Raum mitgenommen werden. Aber dieses Gerät kann noch mehr, es zeigt nämlich auch an, wo es aktuell etwas zu erledigen geben könnte. Die Betonung liegt allerdings auf könnte, denn es gibt Stellen an denen das Gerät überhaupt nichts anzeigt oder dir eben nicht die aktuelle, sondern mehr eine allgemeine To-do-Liste anzeigt.

Gespielt werden kann in zwei Modi, die Wahl kann dankenswerterweise nur durch ein neues Profil geändert werden. Sie unterscheiden sich durch die Dauer der Aufladezeiten bei Tipp und überspringfunktion, außerdem gibt es im zweiten Modus kein Glitzern. Geraten werden kann nur zum zweiten Modus. Beim ersten wird dir das Glitzern nämlich nicht nur Wimmelbilder oder interessante Stellen anzeigen, sondern in Wimmelbildern Listenobjekte oder Lösungen bei Puzzles. Sehr unschön.

Die Wimmelbilder sind in Time Mysteries: The Final Enigma zum großen Teil visuell wirklich sehr schön gemacht. Neben den einfach auffindbaren Gegenständen gibt es auch solche, die erst durch Interaktion zu dem werden, was gesucht wird. Andere dagegen sind zusätzlich hinter Vorhängen, in Schubladen oder anderen Dingen versteckt. Alles ist detailliert, nichts ist unfair versteckt und in den meisten Bildern ist auch das Chaos zwar vorhanden, aber in überschaubarem Ausmaß. Wer die Wimmelbilder nicht spielen möchte, kann sie durch eine Art 3-Gewinnt Spiel ersetzen. Dies scheint 1:1 vom Vorgänger übernommen zu sein, ist aber deshalb nicht weniger interessant. Der Schwierigkeitsgrad erhöht sich mit fortschreitendem Spiel und bildet so eine echte Alternative, die nicht nur dazu da ist, schnellstmöglich durch die Suchliste zu rauschen.

überhaupt ist Time Mysteries: The Final Enigma ein grafisch ansprechendes Spiel. Die Bilder sind klar, atmosphärisch und die einzelnen Orte passen zum jeweiligen Zeitgefüge. Das gilt auch für die Einspieler, vor allem wenn es um die Vorgeschichte geht. Die muss "erarbeitet" werden, ein Prisma, jeweils eingesetzt in Onkelchens Maschine, wird erzählen, wie es zu der ganzen Misere überhaupt kommen konnte. Gut und Böse sind klar definiert, auch visuell. So wird z.B. Viviana die Gute viel weicher gezeichnet als Viviana die Böse. Farbliche Aspekte und "böse Accessoires" vervollständigen den Eindruck. Und auch Merlin als Baum ist einfach wunderschön anzusehen.

Die Puzzles sind ganz offensichtlich die schwache Seite von Artifex Mundi. Dabei stört nicht, dass nichts Neues oder Originelles dabei ist, und auch die Puzzles wurden grafisch ansprechend eingearbeitet. Störend ist, dass der überwiegende Teil viel zu einfach ist und kein Nachdenken erfordert. Eher auf Geduld ausgelegt, denn auf Herausforderung, setzt sich dieser Kritikpunkt auch in der dritten Folge von "Time Mysteries" fort. Und verstärkt den Eindruck, der aus anderen Spielen dieses Entwicklers gewonnen wurde.

Ein weiterer Minuspunkt ist eher technischer Art. Offensichtlich ist die Existenz von Breitbildmonitoren noch nicht so recht bei Artifex Mundi angekommen und so spielt sich Time Mysteries: The Final Enigma im Fenster-Modus erheblich schöner. Wer Vollbild spielt, wird je nach Auflösung alles etwas breit gezogen sehen. Aber egal ob Vollbild oder Fenstermodus: In Einspielern mit Text wird man die Köpfe der Figuren nur halb sehen können. Der Textbalken schneidet den Rest einfach ab.

Der Spielverlauf ist angenehm, die Lauferei hält sich in Grenzen, zumal ja die Zeitmaschine den Ortswechsel häufig beschleunigt. Ein Hin und Her ist hier dann auch oft sinnvoller, schließlich versucht Esther durch Veränderungen in der Vergangenheit die Zukunft zu ändern. In Teilen ist eine Gradlinigkeit zu erkennen: Du brauchst etwas, spielst eine Wimmelbildszene und hast es, aber dies ist kein Dauerzustand. Es gibt vieles, an das du dich erinnern musst, vieles, was du entdeckst, aber erst später erledigen kannst. Um die Ecke denken ist aber auch hier nicht gefragt; nur ein gutes Gedächtnis - und das wird durch die Zeitmaschine ersetzt, die ja eh anzeigt, wo es etwas zu erledigen gibt.

Die angenehme Spielzeit von ca. 4 - 4,5 Stunden (+ 30-35 Minuten im Sammler-Extra) ist tatsächlich Spielzeit. Time Mysteries: Das letzte Rätsel arbeitet nicht mit "Zeit schinden", sondern bietet ein Spiel an, dass durchaus vielschichtig ist, auch in der Geschichte. Hier gibt es Wendungen, die vielleicht nicht völlig unerwartet, aber dennoch nicht völlig vorsehbar sind. Das Ende erscheint ein wenig abrupt, ist aber ein echtes Ende, das eigentlich keine Fortsetzung mehr zulässt (nun ja, der Titel lässt ja schon auf ein "Finale" schließen). Das Spiel der Sammleredition wird denen, die "Geister der Vergangenheit" kennen, streckenweise wie ein Déjà Vu vorkommen. Es spielt zum Teil an den Orten, die in dem Vorgänger eine Rolle gespielt haben, mindestens ein Puzzle wurde 1:1 übernommen. Und vielleicht macht das sogar Sinn, warum sollte die Türe jetzt anders zu öffnen sein, als damals für Esther. Aber auch das Hauptspiel bietet etwas Bekanntes. Time Mysteries: Das Erbe war zumindest Vorbild für einen Szenenaufbau zum Ende hin.

Und so wurden die drei Teile der Serie in Time Mysteries: Das letzte Rätsel gut miteinander verbunden. Das ganze Spiel hat Unterhaltungswert, ist grafisch schön, besonders hervorzuheben sind aber auch die Stimmen der Protagonisten, die fast alle passend und angenehm sind. Es hat wenig wirklich Höhepunkte, bleibt auf einem Level und wartet auch nicht mit Überraschungen auf. Doch es ist in sich stimmig, hat eine gute Spielzeit und die wenigen Kritikpunkte lassen sich verschmerzen, sind mehr Makulatur als wichtig. Ein gutes Spiel, um einen angenehmen Nachmittag oder Abend damit zu verbringen. Das qualifiziert nicht zu einem Top-Spiel ist aber definitiv besser als der Durchschnitt.


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