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The White House
Herausgeber: GameMill Entertainment
Entwickler: Spark Plug Games
Wenn Du The White House auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sonja R.
22.01.2010

Miranda kommt in das Büro ihres Professors und was ist? Er ist weg, spurlos verschwunden. Im Regal fehlen einige Präsidentenbüsten und folgerichtig denkt Miranda, dass sie etwas damit zu tun haben. Zumindest insofern, dass sie ins weisse Haus spaziert und da ihre Nachforschungen über den Verbleib des Professors beginnt.

The White House ist nicht mehr ganz so frisch, wie es den Anschein hat. Das liegt weniger daran, dass die Präsidenten schon seit Ewigkeiten darin wohnen und regieren. Auch nicht daran, dass sie meistens ein eher älteres Semester sind. Nein, dieses Spiel gab es bereits vor etwa 4 Monaten auf DVD unter dem Namen Hidden Mysteries: White House im freien Verkauf, bevor BigFish Games sein Interesse daran entdeckt hat.

Nun kannst du in einer Probeversion ohne Zeitlimit nach den Spuren des Professors suchen. Beginnend in seinem Büro bekommst du eine Suchliste. Weisse Objekte sind dort zu finden, wo du gerade stehst, andere in lila geschriebene, in einer anderen Ecke des Raumes. Da bedienst du dich eines Doppelpfeiles oben, um zu dieser anderen Ansicht zu wechseln.

Ausser den weissen und lila Gegenständen gibt es noch blaue, die nicht ohne eine Aktion zu finden sind. Diese Aktionen bestehen daraus, Inventarobjekte einzusetzen. Hört sich gut an? Nur in der Theorie. Es gibt immer wieder Objekte, die von der Suchliste ins Inventar gehen. Aber das öffnest du dann direkt, nimmst es wieder heraus und klickst damit einen funkelnden Bereich auf dem Bildschirm an. Du siehst dabei in eine Schublade oder unter das Sofa und hast den blauen Gegenstand schon gefunden. Manchmal kannst du eine Schublade auch ohne Handwerkszeug öffnen. Das auffällige Blinken ist aber nicht zu übersehen.

Als besonderes Schmankerl hat man sich "Fun Facts" einfallen lassen. Das sind alltägliche Gegenstände, die ein Präsident mal in der Hand gehabt hat, ebenso wie viele Millionen anderer Menschen. Nur gibt hier es dann eine Geschichte dazu.

Automatisch wirst du von Raum zu Raum gebracht. So sind - zumindest in mehr als der Hälfte des Spiels - die Pfeile völlig überflüssig. Die befinden sich in verschiedenen Ecken des Bildschirms und dienen eigentlich dazu, dich zu dem Raum deiner Wahl zu bringen. Ist aber nicht nötig, denn, das geht automatisch.

Erst zum Ende des Spiels, ausgelöst durch ein Minispiel, musst du mal eigenständig einige Räume wiederholt aufsuchen. Während du beim ersten Besuch eines Raums immer 2 zusätzliche Tipps finden kannst, sind keine mehr da, wenn du zurück kommst. Aber da auch zum grössten Teil dieselben Objekte auf deiner Liste stehen, ist das auch nicht mehr wichtig. Ausserdem kannst du den Begriff eines Objekts anklicken, um dir die Silhouetten anzeigen zu lassen. Tagebuchseiten sind auch immer zu finden.

Die Minispiele sind auch so ein Thema. Während du die 6 Präsidentenbüsten suchst, hast du in jedem aufgesuchten Raum dasselbe Minispiel: Leitungen verbinden. Du drehst durch Anklicken die Stationen so, dass der Strom durch alle Leitungen fliessen kann. Das beginnt mit dem Schwierigkeitsgrad Säuglingsalter und endet mit Grundschule.

Dann war man der Meinung, dass mit Minispielen Schluss sein sollte und teilweise mutiert The White House zu einem reinen Suchspiel. Aber es sind ja auch noch die Präsidentenköpfe unterzubringen. Also zurück ins Büro des Professors und jeden Charakterkopf auf die Jahreszahl gesetzt, die seine Regierungszeit angibt. Aber wie, wenn man den Namen des Präsidenten nicht auf der Büste lesen kann? Es bleibt einem nichts anderes übrig, als durchzuprobieren, bis einer stehen bleibt. Das kann auch jeder Säugling, der bereits des Klickens mächtig ist.

Aber zwei Minispiele kommen ja noch (in den restlichen geschätzten 2/3 des Spiels)! Du sammelst Räder für ein Dekodiergerät. Leider wird im Inventar nie angezeigt, wie viele es werden oder schon sind. Du siehst nur eins, nämlich das erste. Nun gut, jedenfalls findest du dann im Mund eines sprechenden Sarkophargs???? einen Zettel, auf dem die Codes stehen. Diese gibst du dann in den Dekodierer ein und den Rest macht er allein. Machbar für jeden, der lesen und schreiben kann. Hier gibt es auch die Hinweise auf die Räume, die du mal selbstständig aufsuchen darfst.

Das letzte Minispiel ist dann mal richtig gut. Wir vergessen jetzt einfach die Tatsache, dass zu keinem Minispiel irgendwie erklärt wird, was zu tun ist. Hier setzt du gesammelte Spiegel auf ein Tempelmodell und darfst diese Spiegel dann so ausrichten, dass der Lichtstrahl drei farbige Kugeln trifft. Das wars!

Fassen wir mal zusammen: Die Grafik liegt zwischen schlecht und grottenschlecht. Sehr viele Objekte sind nicht erkennbar und noch nicht mal mit Tipp sichtbar. Da ist das oft praktizierte weiss in weiss noch harmlos. Das Suchen macht einfach keinen Spass. Musik besser abschalten und die Stimme von Miranda auch, die tut den Ohren weh. Das ständige Umschalten ins Tagebuch beim Finden einer Seite nervt. Und 19 Räume, von denen sich einige wiederholen sind nicht viel.

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass man ein Spiel mit Potential und Inventarobjekten so verhunzen kann. Spark Plug Games ist das beste Beispiel, dass es möglich ist. Wer sich an die Probeversion heranwagt, wird vermutlich das Spiel noch vor Ende der Stunde wieder deinstallieren - aus Frust, nichts anständig erkennen zu können.

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