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The Three Stooges: Treasure Hunt Hijinks
Herausgeber: eGames
Entwickler: TechFront
Wenn Du The Three Stooges: Treasure Hunt Hijinks auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sabine

Die drei Stooges Larry, Moe und Curly bekommen Besuch von ihrem Vermieter Gary Reedy, der die fällige Miete eintreiben will, die drei haben aber nicht genug Geld im Haus und bitten ihn um ein bißchen Aufschub, worauf Reedy ihnen noch eine Woche Zeit gibt, dass Geld aufzutreiben. Wütend knallt er die Tür zu, wodurch in der Wohnung ein Bild von der Wand fällt und eine seltsame Karte dahinter zum Vorschein kommt, die sich die drei Stooges erstmal genauer ansehen. Reedy bekommt auf dem Flur mit, dass das Wort Schatzkarte fällt und geht unverzüglich in die Wohnung zurück, doch die drei rücken natürlich nicht mit der Sprache heraus. In der Nacht schleicht Reedy heimlich durch die Wohnung, um die Karte zu finden und trifft dabei auf den schlafwandelnden Larry, der die Karte in der Hand hält. Beim Streit um die Karte gerät diese in den Deckenventilator und wird in unzählige Stücke zerrissen, von denen sich Reedy die meisten schnappt und sofort damit verduftet. Moe und Curly wecken Larry auf und wollen wissen, was passiert ist, als ein paar der Stücke durch das geöffnete Fenster davonfliegen. Die drei beschließen, nach den verloren gegangenen Kartenstücken zu suchen.

The Three Stooges waren eine US-amerikanische Komikertruppe, die zwischen den 20er und 70er Jahren für die Unterhaltung der Menschen gesorgt hat und angeblich auch sehr beliebt und erfolgreich gewesen sein soll, was man anhand dieses Spiels so überhaupt gar nicht nachvollziehen kann. Es ist komplett im Comic-Stil gehalten und strotzt nur so vor Nervigkeit, Unabwechslungsreichtum und unnötigem Indielängegeziehe! Zwar kann man zu Beginn wählen, ob man gegen die Zeit oder ohne Zeitdruck spielen möchte, aber wer sich für "Gegen die Zeit " entscheidet, wird dies sehr schnell bereuen, denn wenn man gegen Ende des Spiels nur noch 9 Sekunden für das Auffinden eines Objekts Zeit hat und sich nicht nur der Cursor recht verzögert bewegt, muss man, aufgrund eines nicht rechzeitig gefundenen Objekts, das Ganze noch einmal wiederholen, was dann erst recht keinen Spaß mehr macht. Dazu kommt, dass man die acht verschiedenen Level dreimal durchspielen muss, wobei der dritte Durchgang absolut keinen Sinn mehr ergibt, da er, meiner Meinung nach, nur noch dazu dient, einen völlig irre zu machen. Man spielt also die ganze Chose zum dritten Mal durch und hat am Ende ganz plötzlich einen riesigen Schatz gefunden, von dem keiner weiß, wo er herkommt und wer ihn überhaupt versteckt hat.

Es ist auch nur sehr schwer vorstellbar, dass durch einen einzigen unschuldigen Deckenventilator bzw. einen einzigen schuldigen Vermieter, die Kartenstücke von der Wohnung der Stooges, über Irland, den Wilden Westen, bis Ägypten und sonst wo hin verteilt worden sein sollen, was einem aber durch die hierfür gewählten Spielorte verklickert werden soll, die somit in absolut keinem Zusammenhang stehen und nur durch ihre jeweils dann doch passende Musik ein wenig aufgepeppt werden. In den bereits erwähnten acht verschiedenen Leveln sucht man also in drei Durchgängen an jeweils drei bis vier Spielorten nach Kartenstücken und Objekten, die nicht immer als das zu identifizieren sind, was sie darstellen sollen und daher bleibt auch das "Ich such mir einen Wolf-Gefühl" nicht selten aus und man ist durchaus überrascht, wenn einem dann der Schnüffler genau das Objekt zeigt, welches man am aller wenigsten unter dem Suchbegriff vermutet hätte. Man hätte den Schnüffler auch einfach Tipp nennen können aber dieses Spiel ist ja eh eine absolute Ausnahme. Da der Designer des Spiels schon wusste, dass man mit den drei Schnüfflern, die man zu Beginn des Spiels zur Verfügung hat, nicht hinkommen würde, hat er großzügigerweise in jedem der Bilder einen Schnüffler-Barometer vesteckt, der einem jeweils einen Zusatzschnüffler bescherrt. Wem das immer noch nicht ausreicht, der kann sich in zwei ganz tollen Minispielen noch ein paar davon dazuverdienen, wobei ich sagen würde, dass sie in diesem Fall eher als Entschädigung dienen.

Das erste Minispiel ist so dämlich, dass ich es nicht einmal genau erklären kann, denn ich habe nicht herausfinden können, ab wann man überhaupt einen Schnüffler erhält. Im Bild sind die drei Stooges zu sehen, die sich, wie auch im Rest des Spiel, ständig gegenseitig vermöbeln und deine Aufgabe wäre es eigentlich, die Schläge durch das Anklicken von vier verschiedenen Fäuste-Buttons genau nachzuahmen, was mit Sicherheit auch möglich ist, ich weiß halt nur noch nicht wie. Wenn es jemand herausfinden sollte, bitte melden! Für das zweite Minispiel muss man auch nicht gerade mit einer begnadeten Intelligenz gesegnet sein, es bietet aber immerhin eine lösbare Aufgabe, bei der man die drei Stooges mit einem Baseballschläger vor umherfliegenden Gegenständen beschützen soll. Hat man eine bestimmte Anzahl abgewehrt, bekommt man einen Schnüffler dazu, wurden alle drei Stooges getroffen oder alle Gegenstände abgewehrt, ist das Spiel vorbei. Sollte es aus Versehen passieren, dass alle drei k.o. am Boden liegen, braucht man aber kein schlechtes Gewissen zu haben, denn schon im nächsten Bild stehen sie quietschfidel wieder auf den Beinen und beglücken uns mit ihren Schlägen und Tanzeinlagen, was vielleicht in einem bestimmten Staat als lustig gilt, bei mir aber eher das Nerven- als das Komikzentrum getroffen hat.

Vielleicht sind die Original-Stooges ja gar nicht so schlimm, aber dieses Spiel ist es und wird auch durch den unglaublich witzigen Abschluss-Gag nicht besser. Grafisch gesehen ist es zwar, mit zwei zugedrückten Augen noch akzeptabel, aber die technischen Mängel verderben auch dem tapfersten Spieler dann irgendwann das letzte bißchen "Spielfreude." Wer allerdings auf den typisch amerikanischen Slapstick-Humor steht, für den ist dieses Spiel vielleicht noch zu empfehlen, allen anderen würde ich dann doch eher davon abraten, allein schon aus Rücksichtnahme auf das Nervensystem.

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