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Nachlese
Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:Gamgo Games

Wenn Du Die Schlange der Isis auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.

Vor vielen Jahren hat Dein Grossvater, Henry Higgens, die Schlange der Isis bei einer Ausgrabung entdeckt. Doch schon kurz nach ihrer Ausstellung im Ägypten Museum in Kairo wurde dieses wertvolle Artefakt von Kunsträubern gestohlen und ist seither nirgendwo mehr aufgetaucht. Nun erhältst Du einen anonymen Brief mit der Aufforderung den Mont Palu Express von Venedig nach London zu besteigen. Denn mit diesem Zug fahren auch die Kunsträuber von damals.

Wer kein Freund von "Gegen-die-Zeit-spielen" ist, sollte darauf achten, dass er gleich zu Beginn, bei der Namenseingabe, das Kästchen für den Zeitlosmodus aktiviert. Später kann das nicht mehr gemacht werden. Die Grundeinstellung ist ein Spiel auf Zeit. Diese ist nicht allzu knapp gehalten, aber sie läuft auch während der Puzzle weiter. Ist die Zeit einmal abgelaufen, fängst Du das Kapitel von vorne an und bekommst dabei einige andere Objekte.

Du spielst als Enkel des Archäologen Henry Higgens und machst Dich auf die Reise, die Dich von Vendig nach London bringen wird, mit Zwischenstops in Budapest, Wien, Prag und Paris. Jede Reiseetappe ist in zwei Kapitel aufgeteilt. Einmal die Zugfahrt, während der Du in den Kabinen der Mitreisenden oder anderen Wagenteilen des Zuges nach Hinweisen suchst, die dir dann im nächsten Kapitel, der Stadt selber, helfen, einen Teil eines geheimsnisvollen Amulettes zu finden. Nur wenn Du alle Teile dieses Amulettes hast, wirst Du am Ende auch die Schlange der Isis finden können. Insgesamt gibt es 10 Kapitel und das Tutorial

In jedem Level (pro Kapitel gibt es 5 - 8 Level) suchst du nach Gegenstäden von einer Liste. Die meisten von ihnen sind ganz normal zu finden. Einige werden Dir in Dein Inventar gelegt. So wirst Du den Schlüssel brauchen, um zum Beispiel einen Schrank oder einen Sicherungskasten zu öffnen. Oft kannst Du diese Inventarobjekte noch in der selben Szene benutzen, aber es gibt auch einige, die Du mehr oder weniger lange mit Dir herumträgst, bis sie zum Einsatz kommen. Auch gibt es Dinge zu finden, die eben nur mit Inventarobjekten erreichbar sind. Oder wenn Du in einer anderen Szene andere Dinge erledigt hast.

Nicht immer hast Du uneingeschränkten Zugang zu allen Räumen oder Dingen. Tresore müssen gefunden und das Schloss dann geknackt werden. Puzzle und Rätsel müssen gelöst werden, damit sie Dir ihre wichtigen Informationen enthüllen. So findest Du zum Beispiel verschiedenfarbige Elefanten an verschiedenen Orten und musst dann den Gegenstand finden, der ein Puzzle enthält, bei dem Du diese Elefanten brauchst. Oder brauchst Teebeutel und heisses Wasser, denn nur so.... aber ich will nicht zuviel verraten.

Auch sind auf der Karte nicht immer gleich alle Orte erkennbar. Erst durch bestimmte Aktionen oder das Lösen eines Puzzles werden andere Orte freigeschaltet.

Puzzle und Rätsel sind immer logisch aufgebaut und haben meist einen Bezug zum Verdächtigen, den Du gerade ausspionierst oder zur Geschichte. Zwar ist z.B. das Spiel am Spielautomaten eine reine Reaktionssache, aber die zu bekommenden Kombinationen musst Du mit Logik enträtseln. Und nicht alle Lösungen sind immer so einfach zu erkennen, wie im vorherigen Beispiel.

Sehr vielfältig ist das Hinweis-System. Du wirst mit 5 - 8 Hinweisen (je nach dem ob mit oder ohne Zeit) pro Kapitel ausgestattet. Diese kannst Du sowohl für Objekte als auch für Puzzle benutzen. In vielen Szenen findest Du ein (oder auch mal mehrere) besonderes Objekt eines Verdächtigen. Auf einer Karte im Inventar kannst Du sehen, welcher Verdächtige welche Sache herumliegen lässt und wieviele es davon insgesamt gibt. Findest Du zum Beispiele eine der sechs Zigarren von Victor Jasili, so erhältst Du einen zusätzlichen HInweis (im Zeitmodus auch schon mal zusätzliche Zeit). Findest Du alle Gegenstände einer Person, gibt es drei zusätzliche Hinweise.

Aber nicht nur die direkten Hinweise bringen Dich weiter. Achte auf das was Dein Held oder andere Personen zu sagen haben, schaue Dir die Dinge im Inventar genauer an und wirf ab und an einen Blick in Dein Buch. All das kann Dir wertvolle Informationen bringen, die Dir helfen, Deine nächsten Schritte zu planen oder Puzzle zu lösen.

Die Grafiken sind farbenfroh, detailliert und meist gut. Die Musik ist nett, erträglich, aber nichts besonderes.

Aber das Spiel hat auch Minuspunkte. Der grösste ist sicherlich, dass es immer wieder vorkommt, dass Objekte nur an einem einzigen Pixel anklickbar ist. Das ist nicht nur frustrierend. Es kann Dich auch Zeit oder Hinweise kosten. Denn zu oft falsch oder zu schnell hintereinander klicken gibt Zeit- oder Hinweisabzug. Wenn Du aber 10 mal klicken musst, um das Objekt, dass Du schon längst gefunden hast, auch von der Liste zu bekommen, dann wirst Du dabei mit Sicherheit ein oder mehr Strafe kassieren. Im Hydepark sollte ich eine Maus suchen. Ich fand sie. Klar und deutlich sass sie da. Sie liess sich nicht anklicken. Ich versuchte es mehrmals (kassierte einen Hinweisabzug), nichts. Geschult durch den zweiten Minuspunkt, dass nämlich nach einem Objekte gefragt wird, aber in der Szene mehrere dieser Dinge liegen, suchte ich weiter, fand nichts und benutzte den Hinweis. Der zeigte mir eine komplett andere Stelle. Gut. Ich sah nichts, war guten Willens und klickte. Nichts. Insgesamt hat mich diese Maus 10 Hinweise gekostet. Ich habe sie immer noch nicht gefunden, konnte sie auch in Vergrösserung im Screenshot nirgendwo entdecken. Es scheint, dass das ein Fehler ist. Auch sind einige Dinge sehr klein und kaum sichtbar. Diese drei Dinge: schlecht klickbar, unklare Objektbezeichnungen und zu kleine Objekte sind zwar nicht überwältigend oft, aber in der Kombination oft genug, um einen Spieler zu frustrieren.
Ebenfalls ein Minuspunkt ist, dass man sich oft nicht Mühe gemacht hat, neue Objekte suchen zu lassen, wenn der Spieler eine Szene zwei oder gar mehrmals betritt. Es ändert sich leicht, aber wenn ich berücksichtige, dass die Objekte willkürlich sind, dann frage ich mich, warum ich dann dreimal hintereinander zu 97% die gleichen Objekte suchen muss.

Trotz dieser Minuspunkte. Es ist ein grossartiges Spiel. In vielerlei Hinsicht erinnert Die Schlange der Isis an Return to Ravenhearst. Wer alle Puzzle ohne Walkthroughs löst hat ein Spiel mit beachtlicher Länge vor sich. Das Spiel hat Tiefe, schickt Dich von einem Ort zum anderen. Es ist logisch aufgebaut, auch wenn man das manchmal erst im Nachhinein zu erkennen vermag. Es macht Spass und die Puzzle sind, wenn auch nicht neu, so doch alle so gemacht, dass man sich nicht langweilt. Die Geschichte erzählt sich selber weiter, durch die Hinweise die Du findest. Auch gibt Dein Held Dir immer wieder mal nützliche Informationen, warum Du nun gerade hier her gehst. Bis zum Schluss bleibt die Spannung bestehen und das Ende bietet noch eine kleine Überraschung und es bleiben keine offenen Fragen zurück.

Die Schlange der Isis war in der Originalversion, nach vielen sehr (unter-) durchschnittlichen Spielen in den letzten Monaten, hoffentlich der Auftakt zu einer Menge neuer Spiele, die an die grossartige Serie von Erfolgen im letzten Jahr anknüpfen können.

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