A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download

Zum Spielportal
The Secrets of Arcelia Island


tassen tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: HitPoint Studios

Download: BigFish Games.de

Wenn Du The Secrets of Arcelia Island auch bewerten willst, dann geht es hier lang

Autor: Andreas
Datum: 11.09.2012

Als Kind wurde dir oft von deinem Vater aus einem Buch über eine geheimnisvolle Insel vorgelesen, Märchen natürlich, wie du dachtest. Dann allerdings strandest du mit dem Schiff bei einer Expedition zusammen mit deinem Vater vor einer Insel. Als du wieder zu dir kommst, ist die Besatzung einschließlich deines Vaters verschollen. Als du mit Mühe zur Insel vordringst, stellst du aber allmählich immer mehr fest, dass die Märchen von damals wohl doch mehr als das waren. Du wirst nicht nur deinen Vater, sondern gleich die ganze Insel retten müssen (wenn dir dieser Job bekannt vorkommt: Willkommen im Club).

Eines gleich vorweg: Es ist ungemein schwierig, eine Bewertung des Spiels abzugeben. Aber fangen wir von vorn an.


Es ist keine Sammler-Edition, das gibt schon mal einen Plus-Punkt. Du hast die Wahl zwischen zwei Modi, normal und Profi. Sie unterscheiden sich in ... nichts. Zumindest habe ich keine Unterschiede feststellen können. Das Glitzern aktiver Zonen ist beide male moderat, Wimmelbilder werden in beiden angezeigt. Der Tipp lädt sich in beiden recht zügig auf. Die Grafik ist klar und gewöhnlich hell, im Vergleich mit einigen Zumutungen der letzten Zeit eine Erholung für das Auge. Die Szenen sind fantasievoll gezeichnet.

Es handelt sich um ein Wimmelbild-Abenteuer, du musst Gegenstände suchen und an geeigneten Stellen einsetzen, und du musst Rätsel lösen, um im Spiel voran zu kommen. Die Gegenstände sind oft in Wimmelbildern zu finden, aber auch unterwegs. Sie zu finden, stellt keine große Schwierigkeit dar. Die Wimmelbilder sind sämtlich von der Standard-Variante, also ohne zusätzliche Aufgaben. Die Suchlisten sind stets dieselben, die meisten Wimmelbilder spielst du zweimal, dann allerdings mit verschiedenen Suchlisten. Der Schwierigkeitsgrad ist hier eher gemäßigt, die Bilder sind nie zugemüllt und nur selten voll gestopft. Die dargestellten Gegenstände passen meist in die Umgebung, peinliche Anhäufungen von komplett sinnlosem Schrott bleiben aus. Als Resultat erhältst du grundsätzlich einen Inventargegenstand.

Die Rätsel und Minispiele passen sich ebenfalls akzeptabel ins Spiel ein, auch sie sind fast durchgängig recht einfach. In keinem Fall kannst du hier hängen bleiben, alle lassen sich überspringen, auch ein Zurücksetzen ist überall möglich, wo es sinnvoll ist. Als originell können sie wohl kaum bezeichnet werden. Erfahrene Spieler erkennen sie von der Art her sofort wieder. Aber sie sind handwerklich ansprechend gemacht. Sehr lang ist das Spiel nicht, aber wie schon bemerkt: Es ist auch keine Sammler-Edition.

Der Tipp teilt dir in Textform mit, wo du was erledigen könntest, manchem Spieler wird das womöglich zu viel Hilfe sein. Andere werden es besonders schätzen.

Womit wir zu den Mängeln kommen: An erster Stelle wäre hier die deutsche Bearbeitung zu nennen. Bei den Suchlisten kommen zugegebenermaßen nur wenige Aussetzer vor, was die übersetzung angeht, da hatten wir schon drastisch Schlimmeres. Aber es sind in deutlichem Umfang handwerkliche Schnitzer vorhanden. Oben auf dem Bildschirm ist immer Platz für eine Textzeile reserviert, in der Kommentare und Mitteilungen abgesetzt werden. Das reicht in der englischen Version. Im Deutschen gibt es häufig längere Wörter, die zu längeren Sätzen führen. Man ahnt es schon: Der Text ist häufiger abgeschnitten als vollständig. Dazu wurden an einigen Stellen die Bezeichnungen für vorkommende Objekte anscheinend nicht übersetzt, was zu kryptischen Zeichenketten wie ###### führt. Das ist nicht katastrophal, aber höchst unschön.

Es gibt, wie so oft, ein Tagebuch, in dem unter anderem Hinweise festgehalten werden, die wichtig für das Lösen von Rätseln und Minispielen sind. Leider war man da inkonsequent. Befindet sich dieser Hinweis zum Beispiel auf einem Gemälde im selben Raum wie das Rätsel, unterbleibt der Eintrag. Du musst dann also erst wieder das Gemälde ansehen und womöglich den Hinweis abschreiben, wenn er zu komplex zum Merken ist, bevor du mit dem Rätsel zurande kommst. Da fragt man sich, wozu man denn eigentlich ein schönes Tagebuch hat.

Eine Karte gibt es nicht. Da es nicht übermäßig viele Orte gibt, fällt das nicht sehr ins Gewicht. Gegen Ende aber vermisst man sie dann doch, insbesondere die Möglichkeit, über sie zu navigieren. Denn zunehmende Laufarbeit von A nach B nach A und so weiter nervt. Direkt neben dem Inventar wird ständig eine Liste der aktuellen Aufgaben angezeigt, sie ist beim besten Willen nicht zu übersehen. Für manche Spieler mag das attraktiv sein, wer aber nur im Notfall darauf zurück greifen möchte, wird es als unwillkommene Hilfe ansehen. Und schließlich haben es die Entwickler wieder einmal geschafft, die Grafik so an das heutzutage übliche Bildschirmformat anzupassen, dass schwarze Balken das Ganze rundum einrahmen.

Fazit: Wir haben hier ein wirklich nettes kleineres Spiel ohne große Ansprüche, das Spielerische betreffend. Man hat erfreulich viele Fehler vermieden (es werden auch weniger als 5 Mausklicks benötigt, um das Spiel zu beenden). Freude an diesem Spiel könnten Spieler haben, die noch nicht sehr erfahren sind und auch solche, die den Begriff „Casual“ von Zeit zu Zeit mal ganz gern wörtlich nehmen und sich ohne großen Aufwand ein wenig unterhalten lassen wollen. Erfahrene Spieler, die die Herausforderung suchen, sollten sich den Kauf genau überlegen. Da es als Normalversion preisgünstig zu haben ist, kann die englische Ausgabe ansonsten ohne weiteres empfohlen werden, die deutsche nur mit Abstrichen.


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top