The Secret Order: Das versunkene Königreich


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Sunward Games

Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

Autor: Claudia K.
Datum: 24.08.2016


Mittelmaß, zur kurz; hier punktet man maximal mit den Wimmelbildern
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Nachdem der Orden, für den du, Sarah Pennington, arbeitest, alle Zeitreisemaschinen zerstört hat, damit diese nicht falsche Hände geraten, beschließt du, dich mal wieder um Freunde und Familie zu kümmen. Doch viel Ruhe soll dir nicht beschieden sein, denn deine Freundin Julie erzählt dir, dass sie ein lang vergessenes Königreich entdeckt habe. Doch bei einem Videochat wird sie scheinbar von einer mysteriösen Gestalt überfallen. Du kommst gerade noch rechtzeitig, dass Julie dir ein Medallion geben kann, das Drachenauge, dann wird sie entführt. Steckt der Erzfeind des Ordens, der Drachenclan, womöglich hinter dieser Entführung?


4 Modi stehen zur Auwahl, einer davon individuell konfigurierbar. Die Auswahl kann aber ohne Aufwand jederzeit über das Menü geändert werden. Der Tipp bietet keinen Transport, sondern dient "nur" als Richtungsanzeige. Dabei lässt er dich eher hin- und herlaufen (etwas, was in dem Spiel eh öfter nötig ist), denn dich an den nächst logischen Ort zu bringen. Die Karte hat eine Transportfunktiont und, je nach Modus, auch eine Anzeige, was wo noch zu erledigen ist.

Als Helfer gibt es ein Drachen-Auge-Amulett und etwas später dann einen kleinen Drachen. Das Drachenauge-Amulett wird dir an bestimmten Stellen zeigen, was in der Vergangenheit geschah, so dass du Hinweise bekommst, was du in der Gegenwart zu tun hat. Das Amulett muss mit einem "Drehe die Rohrteile" nach einer Nutzung wieder aufgeladen werden. Der Drache wird nicht sehr häufig genutzt; einige wenige Male zündet er Dinge an und holt etwas von höher gelegenen Stellen. Hier gibt es keinerlei Konsequenz, denn von Zeit zu Zeit musst du dann eben doch etwas finden, um an höher Gelegenes zu kommen.

Die Wimmelbilder sind recht vielseitig. Es gibt Puzzle-Szenen, Wortsuchlisten mit Interaktion, Einzelteil-Suchen, lege-(Runen)-zurück, suche X mit Interaktion und lege Gegenstände aus der Szene an den richtigen Platz. Die Wortsuchlisten überwiegen, die Interaktionen sind eher einfach gehalten, doch im Gesamtpaket sind die Wimmelbilder durchaus ein Pluspunkt und gut gestaltet.

Bei den Puzzlen beschränkt man sich auf Altbekanntes- neben Rohre verlegen auch verschieben, drehen, Memory, Strahlen durch Edelsteine bis hin zu Sequenzen wiederholen. Hier hat man sich zwar optisch durchaus bemüht, allerdings auch nicht mehr. Zwar gibt es Erklärungen für die Puzzles, doch nicht immer sind die gut genug, um Neueinsteiger zu informieren.

Im Minusbereich findet sich zunächst einmal die Spielzeit. Das Hauptspiel hat zwar ein Ende, wirkt aber trotzdem nicht "final". Und das Bonuskapitel gibt die Erklärung. Hier gibt es die Fortsetzung, die eigentlich hätte zum Hauptspiel gehört. Erst zusammen ergibt sich eine Spielzeit, die für ein normales Spiel als Durchschnitt akzeptiert werden kann (bzw. heutzutage: muss).
Das ständige aufpoppen eines Fensters, dass eine Aufgabe abgeschlossen und in der Folge dann das Fenster mit der neuen Aufgabe kann auch im individuellen Modus nicht abgewählt werden und ist nervig. Fast alles wird nur einmal benutzt, die deutsche Übersetzung weißt sowohl bei Inventarobjekten als auch in Wimmelbildszenen einige Male Fehler auf. Kleine Grafikfehler finden sich in den Rohrpuzzlen für das Amulett. Nicht immer ist das Bild, das eigentlich die korrekte Positionierung anzeigen soll auch tatsächlich richtig.

Wer die (unnötige) Sammleredition sein Eigen nennt, sucht während des Spieles in den Szenen noch nach veränderlichen Objekten und Dracheneier. Diese Suche hat keine Relevanz; auch können übersehene Sammlerobjekte nach Abschluss des Spieles nicht noch nachträglich gesucht werden. Da auch einzelne Spielabschnitte abgeschlossen werden, also nicht mehr betreten werden können, heißt es letztendlich: Übersehen? Macht nix, sind eh zu nichts nutze. In den Extras kann man die Wimmelbilder und Puzzles nachspielen, außerdem gibt es noch Videos, Musik, Hintergründ und Konzeptkunst.

Geschichtlich gesehen ist The Secret Order: Das versunkene Königreich auch eher mittelmäßig. Die Erzählung ist nicht wirklich spannend, es ist schnell klar, worauf es hinaus läuft. Aber immerhin, wer Geschichten mag, der findet hier einen roten Faden und wird über das gesamte Spiel hinweg immer "tiefer" in die Hintergründe eingeweiht. Grafisch ist das Spiel ebenfalls Mittelmaß. Es ist nicht schlecht gemacht, die Bilder sind klar, aber sie begeistern nicht.

Am Ende bleibt ein Spiel, das unterhält. Vor allem durch die Wimmelbilder. Es langweilt nicht, weil die Geschichte ok ist, ist aber viel zu kurz und ein wirkliches Ende gibt es nur, wenn man das Bonusspiel der Sammleredition spielen kann. Den Preis der Sammler aber ist es nicht wert und deshalb kann auch die Normalversion nur sehr bedingt empfohlen werden.