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The Secret Order: Verhängnisvolle Artefakte


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Sunward Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 01.05.2014
Deutsch (Normal): 19.08.2014

Mit Abstand schlechtester Teil einer mittelmäßigen Reihe
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Als Sarah Pennington und Mitglied des geheimen Griffin-Ordens haben wir schon seit längerem nichts mehr von unserem Vater gehört. Unerwartet erreicht uns ein beunruhigender Anruf von ihm. Wir sollen ins London des 19. Jahrhunderts reisen, um Amadons Königreich zu finden. Nur er wird uns sagen können, wie wir das Zepter und die Maske zerstören können. Seit unserem letzten Abenteuer, in dem wir diese beiden Artefakte gefunden haben, haben sie ein Energiefeld um sich geschaffen, das alles verschlingt, was sich ihnen in den Weg stellt. Dadurch wird die ganze Welt zerstört werden.

Die Grafik wirkt im Vollbildmodus immer leicht undeutlich und verwaschen, obwohl die meisten Gegenstände trotzdem gut zu erkennen sind. Zur Anfangsgeschichte mag dies noch passend erscheinen, im weiteren Spielverlauf stört es. Die Münder der Mitwirkenden bewegen sich lediglich schnell auf und ab, was eher zur Knabbertechnik eines Hamsters passt als zum angedeuteten Sprechen von Menschen. Der Soundtrack hingegen ist eingängig und mit mehr Sorgfalt ausgewählt. Nicht enden wollen die Zwischensequenzen und Gespräche, die wir führen müssen, was besonders zum Auftakt und im Bonuskapitel extrem auffällt.

Auch ein Baby-Greif, den wir als ständigen Begleiter erhalten, weckt wenig Mutter- bzw. Vatergefühle in uns, sieht er doch seltsam plastisch aus. Er ist dazu verdammt, uns Objekte aus höher gelegenen Regionen zu bringen. Teilnahmslos nimmt er in unserem Inventar Platz und rührt sich nur dann, wenn wir ihn auf so ein Utensil ansetzen. Zudem erhalten wir noch ein Golem-Herz, das mit einem Symbol versehen ist. Finden wir ein neues Teil dafür, ändert sich das Zeichen. Zum Einsatz kommt es immer dann, wenn z. B. Statuen oder Mauern mit dem gleichen Symbol gekennzeichnet sind.

Die drei Schwierigkeitsgrade „Normal“, „Fortgeschritten“ und „Experte“ unterscheiden sich in den Punkten Klickstrafen, Glitzern von interessanten Bereichen und Wimmelbildern, Aufladegeschwindigkeit des Tippgebers und der überspringenfunktion und den Markierungen in der Karte. über Optionen ist unsere Auswahl jederzeit änderbar.

Ausgestattet sind wir mit einem Tagebuch, das die Geschichte mitschreibt und in dem wir eine Aufgabenliste vorfinden. Dazu gesellt sich eine Karte, die zwar wegen ihrer Transportfunktion unverzichtbar ist, die aber jede offene Stelle anzeigt, auch wenn wir eine Arbeit nur teilweise verrichten können. In der Beziehung offenbart sich auch der Hinweisknopf solidarisch und führt uns ebenfalls an Orte, die noch gar nicht vollständig zu erledigen sind. Aber da die Wege immens weitläufig sind und wir pausenlos von A nach B geschickt werden, müssen wir uns wohl oder übel mit der Karte arrangieren.

Die glücklicherweise wenigen Wimmelbilder sind bis auf zwei Ausnahmen Wortsuchlisten mit uninteressanten Interaktionen. Die angesprochenen Ausnahmen sind eine Gegenstandsuche, bei der wir die Objekte in einer Leiste so sehen, wie sie auch in der Szene dargestellt werden, mehr oder weniger eine Umriss-Suche für Arme. Außerdem erkennen wir sofort, was nicht in das Bild passt, ohne auch nur einen Blick auf die angezeigten Dinge zu werfen. Alternativ zu den Wimmelbildern können wir Ma-Jongg spielen, bei dem wir spezielle eingerahmte Steine vom Brett entfernen müssen, damit ein Begriff von der Aufstellung gestrichen wird.

Zahlenmäßig überlegen sind die Minispiele den Wimmelbildern auf jeden Fall. Inkl. Bonuskapitel erwarten uns 41 Rätsel, die allesamt uninteressant, uninspiriert und viel zu einfach gestaltet wurden. Dazu kommt, dass ein Rätsel, bei dem man Pfeile positionieren muss, damit eine Figur den richtigen Weg geht, einfach nicht funktionieren wollte. An irgendeiner Kurve ist der Spielstein wieder an den Anfang gewandert und alle bereits gesetzten Richtungsweiser haben sich in Luft aufgelöst, so dass letztendlich nur noch ein Klick auf die überspringentaste half. Bei einem anderen Minispiel müssen wir verschiedenfarbige Karten einsammeln und laut Anleitung immer den kürzesten Weg dafür wählen. Doch es spielt letztendlich keine Rolle, welche Strecke wir nehmen, wir gelangen ohne Bestrafung zum nächsten Punkt. Einige der Rätsel wiederholen sich, wie z. B. Rohre drehen, damit Wasser durchfließen kann, oder auch das Nachspielen von vorgegebenen Sequenzen. Wer sich für die Sammleredition entschieden hat, wird feststellen, da es hier noch mehr gleichartige Puzzles gibt und vor allen Dingen auch welche aus dem Hauptteil übernommen wurden. Das fast immer keine Neustart-Funktion zur Verfügung steht, ist dann nur noch ein kleines ärgernis.

Trotz einiger Verzögerung, was hauptsächlich den Rätseln zur Last gelegt werden kann, endet die Normalversion nach guten drei Stunden, mit einem einigermaßen vernünftigen Ende, das sich aber alle Türen für einen nächsten Teil offen hält. Das Bonuskapitel, das mit einer Stunde zu veranschlagen ist, spielt an anderen Orten und beginnt bei unserer Rückreise in die richtige Welt.
Als Extra können wir im Hauptteil je 12 Greif-, Einhorn- und Drachenfiguren einsammeln. Die Auszeichnungen erhalten wir fast alle ohne eigenes Zutun, nur indem wir überhaupt spielen. Zusätzlich ist es möglich, alle Rätsel noch einmal zu lösen. Dazu bekommen wir die Musik, Wallpapers, Zwischensequenzen und Konzeptkunst zur Verfügung gestellt.

„The Secret Order: Verhängnisvolle Artefakte“ ist ein unglaublich langweiliges Spiel. Bereits nach den ersten Minuten sehnt man sich schon das Ende herbei, während pausenlos nagende Hamster, pardon Akteure, auf uns einreden. Es ist eine lustlose Aneinanderreihung von Wimmelbildern, Rätseln und Aktionen, die wir schon hunderte Male besser gesehen haben. Die Geschichte ist wirr, unlogisch und so dermaßen angestaubt, dass sie uns nicht mal mehr ein Gähnen entlockt. Dazu werden Vorkenntnisse vom zweiten Teil vorausgesetzt, da wir sonst von Beginn an der Handlung nicht folgen können. Hier ist selbst die Probestunde reine Zeitverschwendung, wer sie aber trotzdem aufbringt, erhält einen guten überblick. Die Sammleredition ist eine humorlose Lachnummer und absolut überflüssig.


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