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The Seawise Chronicles - Untamed legacy

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Herausgeber: Maximize Games
Entwickler: Maximize Games

Download: Deutschland-Spielt
Download: Alawar.de

Wenn Du The Seawise Chronicles Untamed Legacy auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Gyanda J.
Datum: 16.09.2010

Tom, 16 Jahre und seine Schwester Shirley besuchen nach langer Zeit wieder einmal ihre Großmutter auf dem Land. Doch als sie ankommen, müssen sie feststellen, dass das Haus der Großmutter verwüstet wurde und sie nicht da ist. Verstört suchen die Jugendlichen in den Räumen nach Hinweisen, bis sie draußen eine verdächtige Gestalt bemerken und ihr in den Wald folgen. Dort werden sie von bösartigen Goblins gefangen genommen. Während Tom sich befreien kann, bleibt Shirley in der Gewalt der Entführer. Mithilfe eines Satyrs (einem halb Ziege-halb Mensch-Wesen) macht sich Tom auf, seine Großmutter und seine Schwester zu befreien.

Als Spieler musst du viele Aufgaben erledigen, so z.B. die Zutaten zu einem Unsichtbarkeitstrank zusammensuchen, eine alte, aber wichtige Karte des Landes finden, eine Seilbahn reparieren, etc. Daneben gibt es im Spiel auch Wimmelbildszenen, allerdings nicht regelmäßig. Manche Gegenstände, die du findest, gehen gleich in dein Inventar, so dass du sie später verwenden kannst, manche kannst du immer wieder verwenden, z.B. den Hammer. Andere Gegenstände werden dir im Lauf des Spiels einfach so geschenkt und du kannst sie direkt verwenden. In den einzelnen Szenen muss man manchmal auch Dinge verrücken oder öffnen, um an die Suchitems zu kommen.

Die Mini-Games des Spiels sind gut integriert, so musst du z.B. erst mal den Satyr von seinen Fesseln befreien, damit er dir helfen kann oder Pilze in einer bestimmten Reihenfolge anordnen, damit du an Teile der Karte kommst, die du suchst. Oder dir durch einen Irrgarten den Weg zur nächsten Szene erkämpfen. Alle Mini-Games kann man überspringen.

Die Geschichte ist fesselnd und die Atmosphäre, die an "Herrn der Ringe" erinnert, durchaus faszinierend. So gibt es Hobbits, Zauberer, Goblins und den Night Elf, welcher der Bösewicht in dieser Geschichte ist. Leider und dies ist ein riesiges Leider haben die Entwickler hier doch sehr viel falsch gemacht. Das beginnt bei der Anzeige der zu suchenden Gegenstände: bei den gefundenen Items verändert sich die Farbe von weiß zu blau unglücklich gewählt, da die allgemeine Konvention blau unterlegte Items als "nicht offen sichtbar, noch zu suchen" kennt. Aber das wäre noch zu verschmerzen. Schlimmer und in das Spiel sehr eingreifend ist, dass die Entwickler die Arbeitsweise des Spiels sehr verwirrend angelegt haben. Da gibt es erst mal unten im Bild die Liste der zu suchenden Gegenstände. Daneben gibt es aber auch noch eine Liste der bereits gefundenen Gegenstände, die man braucht, um bestimmte Handlungen ausführen zu können, wodurch die Geschichte dann weiter geht. Diese beiden Listen können zu Beginn abwechselnd angeklickt werden, sie verschwinden auch wieder. Kurz nach Spielbeginn jedoch erhältst du eine Tasche mit drei Einteilungen. Oben sind die bereits gefundenen Gegenstände, die du zum Spielen brauchst. Links in der kleinen Tasche sind die Gegenstände, die du immer zur Verfügung hast, z.B. einen Hammer. Rechts in der kleinen Tasche befinden sich Rubine, die du im Lauf des Spiels einsammelst. Warum du sie einsammelst, dazu sagt der Text nur, dass du das später erfahren wirst. Hauptsache, du findest sie überall in den Szenen und kannst sie einsammeln, das ist nämlich auch nicht so leicht, wie es sich anhört, u.a. sind sie zersplittert und so klein manchmal nur schlecht zu entdecken. Und dann gibt es noch das Tagebuch unten links (daneben findet sich der Tipp). Es empfiehlt sich tunlichst, im Tagebuch immer nachzulesen, denn dort werden wichtige Hinweise gegeben.

Dank dieser so komplizierten Handhabung bist du ständig dabei, Taschen zu öffnen und zu schließen, um zurück zu den Suchitems oder zurück zu den bereits gefundenen Gegenständen zu kommen. Auch daran kann man sich gewöhnen, ja. Dumm ist nur, dass auch öfters Gegenstände da versteckt sind, wo der Platz für die Suchitemliste ist. Die findest du dann nicht, oder nur mithilfe des Tipps, der glücklicherweise sehr schnell auflädt. Aber auch dann wirst du nur einen Teil des roten Kreises sehen, der dir anzeigt, dass da etwas ist, und wirst erst mal Taschen auf und zu machen, um diesen Teil der Szene überhaupt sehen zu können. Sehr schade, dass das so verwirrend geregelt wurde, es nimmt einem doch Einiges von der Spielfreude, ständig hin- und her switchen zu müssen. Tja, und dann noch die Wimmelbildszenen. Auch die hätten ein schöner Bestandteil des Spiels sein können. Hätten! Sind sie aber nicht, da viele Gegenstände im Dunkeln zu finden sind und man damit kaum eine Chance hat, sie zu finden. Es sei denn, man verwendet den Tipp, der wie bereits erwähnt wenigstens schnell wieder auflädt.

Dazu kommen dann noch inhaltliche Fehler des Spiels: Du musst etwas suchen, um Wasser zu überqueren, um zu einem Gegenstand zu kommen, den du brauchst während du in der gleichen Szene aber völlig unlogischerweise einen Gegenstand mit einem Käscher einfach so aus dem Wasser fischen kannst. Oder du bekommst du in einer Szene den Hinweis, dass ein Propeller fehle. Du findest ihn aber nicht, das macht auch nichts, das Spiel geht auch so weiter scheinbar. Aber später findest du vielleicht in einer anderen Szene doch noch das Teil und musst dann noch mal zurück. In einer anderen Szene scheint etwas unter Erde versteckt zu sein, aber du hast kein Werkzeug, um es auszugraben. Scheint auch nichts zu machen, das Spiel geht nämlich anders weiter ohne das Teil. Eigentlich ist das ja öfters in Spielen so, dass man noch mal zurück muss, um etwas zu erledigen. Hier stört es jedoch sehr, weil die Geschichte vorwärts läuft, man also denkt, dass das Kapitel davor dann auch wirklich abgeschlossen ist.

Am besten ist noch der unvermittelt auftauchende Irrgarten ein fast schwarzer Bildschirm mit unten einem kleinen Anfangsbild und dem Hinweis, dass du nur 200 Schritte hast, um den Ausgang zu finden. Wer das lösen kann, ohne den "Skip"-Button bei diesem Mini-Spiel zu drücken, hat meinen vollen Respekt.

Auf jeden Fall kann man sich bei diesem Spiel nicht darüber beschweren, dass man den Spielern zu viele Hinweise geben würde. Vieles muss man selbst ausknobeln, denn oft sagt der Tipp einem nur, was man zu tun hätte, wenn man denn das Werkzeug hätte, es zu tun das aber wird nicht benannt, auch nicht, wo man es finden könnte. Insgesamt hat man bei diesem Spiel leider den Eindruck, dass es keine Betatestung gegeben hat. Das ist um so mehr schade, als es von den Anlagen her wirklich ein Renner hätte werden können.


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