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The Saint: Abgrund der Verzweiflung


tassen
Herausgeber: Alawar
Entwickler: Happy Artist

Download: Deutschland-Spielt

Wenn Du The Saint: Abgrund der Verzweiflung auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 07.04.2013

Ein unlogisch und schlecht gemachtes Spiel, das man sich wahrlich sparen kann
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Während des Krieges in Algerien rettet dir dein Cousin das Leben. Kurz vor dem Einsatz gab er dir eine Bibel, die du direkt am Herzen trugst. Eine Kugel, die ansonsten direkt in dein Herz gegangen wäre, bleibt deshalb in dem Buch stecken. Tief gläubig entscheidest du dich, Priester zu werden, doch nach dem Krieg quälen dich grausame Visionen, die dich dazu veranlassen, dein Priesteramt wieder abzulegen. Der Cousin, dem du dein Leben verdankst, weiß davon nichts und fleht dich Jahre später an, zu ihm nach Südafrika zu kommen, um seine Tochter zu exorzieren, die offensichtlich von einem Dämonen besessen ist.

Die Geschichte habe ich nun hier in kurzen, harmlosen Worten wieder gegeben. Sensiblen Menschen sei empfohlen, sowohl den Geschichtstrailer zu Beginn als auch den nach Erstellung des Profiles einfach zu überspringen. Nicht nur die Bilder sind teilweise unschön, auch die Texte veranlassen zu der Frage, was der Entwickler "Happy (Glücklich) Artist" wohl für Geschichten erfindet, wenn das Team depressiv ist.

Aber die auch im Verlauf weiterhin völlig verworrene Geschichte ist nicht das einzige, was bei The Saint: Abgrund der Verzweiflung nicht stimmt. Von Beginn an ist das Spiel unlogisch und dümmlich. Ein Beispiel: Du wirst gebeten, einen Teller Suppe zu besorgen, weil der Mann, der dich fragt, es wegen zuviel Arbeit nicht geschafft hat, zum Mittagessen zu gehen. So weit, so gut. Kurze Zeit später aber gelangst du in die Küche und triffst dort auf die Köchin, die dich bittet, ihr Wasser zu holen, weil sie sonst die Suppe zum Mittagessen nicht vorbereiteten könne. Doch wem dies schon unlogisch vorkommt, der soll nur abwarten, wo er denn dann das Wasser findet und was er anschließend für die Köchin erledigen muss....

Und wer sich denkt: Ach, da ist halt irgendetwas durcheinander geraten, dem sei gesagt: Das Wort "etwas" im Zusammenhang mit diesem Spiel, ist hier wahrlich die Untertreibung des Jahres, denn was so vielversprechend dümmlich beginnt, wird bis zum Ende konsequent durchgehalten. Und so sei eine halbe der Bewertungstasse der Konsequenz gewidmet. Nach dem man sich einmal verlaufen hat, weigert Happy Artist sich zumindest ungebrochen, nach dem Weg zu fragen und marschiert stur durch jedes Logik-Fettnäpfchen, das sich auftreiben lässt.

Grafisch gesehen passt sich das Spiel allerdings nicht ganz an den Gesamteindruck an. Obwohl man in Teilen das Gefühl von Schwammigkeit hat, die Bilder sind atmosphärisch (was das Spiel auch nicht vergnüglicher macht), meist klar, man kann erkennen, wo man ist und was man sieht. Gleiches gilt mehr oder weniger für Wimmelbilder, die innerhalb der normalen Wortsuchlisten auch interaktive Objekte haben. Allerdings fallen hier teilweise falsche Bezeichnungen auf, die die Benutzung des Tipps nötig machen, während die Rechtschreibfehler einfach nur ein weiteres Zeichen für die Nachlässigkeit sind, die diesem Spiel anhängt. Das gilt auch für die Tatsache, dass an einigen Stellen von The Saint: Abgrund der Verzweiflung der deutsche Text zu lang ist. So etwas passiert und ein guter Entwickler macht sich dann die Mühe, das Ganze entsprechend anzupassen. Hier aber wurde dies selbstverständlich nicht getan.

Die Puzzles sind 08/15 - kreativlos und unoriginell setzen sie einfach nur den Gesamteindruck zuverlässig fort. Und unter diesen Gesichtspunkten ist es dann schon fast eine Erleichterung, dass der ganze Humbug nach ca. 2 - 2,5 Stunden vorbei ist.

Was bleibt, ist das Fazit: The Saint: Abgrund der Verzweiflung hat seinen Titel zu Recht. Während die Entwickler offensichtlich einen Schritt weitergegangen und in den Abgrund gesprungen sind, steht der Spieler am Rande und fragt sich verzweifelt, warum um alles in der Welt irgendwer für dieses Spiel Geld bezahlen sollte. Wer es tut, der tut es vermutlich aus Mitleid.

 

 


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