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The Return of Monte Christo
Herausgeber: astragon games
Entwickler:astragon games
Wenn Du The Return of Monte Christo auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sonja R.

Spanien im Jahre 1854: Der Count of Monte Christo ist zu Hause und denkt darüber nach, wie ein Brief vor vielen Jahren sein Leben verändert hat. Er landete im Gefängnis, seine geliebte Mercedes ist tot und die Verschwörer und ihr Mörder nie zur Rechenschaft gezogen. Das will er ändern und reist nach Paris, um eine späte Rache zu üben...

Ja, der gute Graf will sich nicht in seinem Grab langweilen und baut seine Rückkehr auf dem ersten Teil "Der Graf von Monte Christo" auf. Einiges wurde übernommen, anderes geändert - nicht immer zum Vorteil. Dass man das Zeitlimit komplett entfernt hat, mag dem einen gefallen, dem anderen nicht. Die bessere Variante wäre da wahrscheinlich die Wahl zwischen beidem. Und dass der gute Mann Staub angesetzt hat, ist nicht zu übersehen.

Zu Beginn kommt er mit seiner Kutsche an und das ergibt das erste Wimmelbild. Es wurde davon abgerückt, die Objekte zu sehr im Hintergrund zu verstecken, sie befinden sich jetzt doch mehr in der Szene selbst. Grafisch hat es sich ebenfalls weiterentwickelt, es ist deutlicher, aber längst nicht so, wie man es mit der heutigen Technik hätte machen können. Da kränkelt es noch ein bisschen.

Nun gibt es nicht nur die normalen Suchobjekte, sondern auch Inventarobjekte, die nicht ins Inventar gehen. Irritiert? Nicht nötig: Die blau geschriebenen Begriffe auf deiner Liste sind nicht einfach so anzuklicken. Dazu benötigst du ein "Inventarobjekt", besser wäre aber wohl der Ausdruck "Hilfeobjekt". Das steht ebenfalls ganz normal auf der Liste und wenn du es findest, bleibt es an deiner Maus "kleben". Klick dann mit diesem Hilfeobjekt auf eine Stelle in der Szene, die funkelt, wenn du darüber gehst. Und das war's auch schon. So hast du den blau geschriebenen Gegenstand gefunden.

Falls zu deinem Mauszeiger mal eine kleine Hand kommt, kannst du mit dem Gegenstand interagieren. Das hat für das Spiel keine Bedeutung, ist aber ganz nett, mal den Kinderwagen zu schaukeln. Eine Lupe dagegen bedeutet eine Nahansicht, wohinter sich eine weitere Suchszene verbirgt.

Eine Karte gibt es hier nicht mehr, sondern du bewegst dich zu Fuss zu den Orten. Einmal brauchst du eine Leiter, um an den nächsten Ort zu kommen, meistens aber einen Schlüssel. Der ist ebenfalls in der Szene versteckt, aber nicht gesondert aufgeführt. Wenn du ihn hast, klick auf die verschlossene Tür, um sie zu einem neuen Ort zu öffnen.

Einfach durchgehen ist aber nicht. In der Regel ist erst ein Minispiel zu absolvieren, das daraus bestehen kann, mehrere Scheiben zu einem sinnvollen Bild zu drehen, Rohre oder Zahnräder zu verbinden, oder auch mehrere Schieberätsel. Die sind allesamt nicht besonders schwer und ohne Bezug zum Spielverlauf oder der Geschichte des Spiels gemacht. Es mangelt ebenso an ausführlichen Erklärungen, was du eigentlich tun sollst. Nach einer längeren Aufladezeit gibt es immer die Möglichkeit, jedes dieser Spiele zu überspringen.

Eine längere Aufladezeit hat auch der Tipp, für meinen Geschmack zu lange. Das vorherige System, in einer Höhle Edelsteine für Tipps finden zu können ohne Aufladezeit, war da erheblich besser. Wenn du nun einen benötigst, der nicht für das letzte Objekt auf deiner Liste gedacht ist, kannst du dir in Ruhe einen Kaffee oder Tee kochen, bis er wieder einsatzbereit ist. Für's Erste hilft aber vielleicht auch die Möglichkeit, sich die Silhouette mit einem Klick auf den Begriff in der Liste anzeigen zu lassen.

Wiederholungen sind an der Tagesordnung, vor allem nach der ersten Hälfte. Hast du alle Orte abgeschlossen und dümpelst weiter in der Gegend rum, ohne dass was passiert, suche alle Orte nochmal auf, die du erreichen kannst. Dann sind da neue Suchlisten entstanden und erst wenn alles fertig ist, bringt dich das Spiel weiter. Obwohl die Suchlisten zufällig sind, wundere dich aber nicht, wenn du einige genau an dieser Stelle schonmal finden musstest.

Wer den ersten Teil kennt, wird sich freuen, die stimmige Hintergrundmusik und die Geräusche wieder zu finden. Aber nicht deshalb wirkt The Return of Monte Christo angestaubt und halbherzig. Die Geschichte wurde einfach schon erzählt, die Verdächtigen ausgesondert und die Schuldigen gefunden. Warum also das Ganze nochmal?

Wahrscheinlich, um einen bekannten Namen nochmals auszuschlachten. Dass aber ein deutscher Entwickler so unsolidarisch ist, die deutschsprachigen Spieler im Regen stehen lässt und das Spiel erstmal nur in englisch veröffentlicht, ist - Entschuldigung - eine Sauerei. Betrachtet man die extreme Kürze, ist zum Probedownload auf jeden Fall zu raten, aber ein Kauf will gut überlegt sein.

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