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The Missing: Insel der verschollenen Schiffe


tassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: BD Studio Games

Download: BigFish Games.de

Wenn Du The Missing: Insel der verschollenen Schiffe auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Monika K.
Datum: 06.05.2013
Deutsch: 21.04.2013


Farbloses Wimmelbildspiel mit kurzer Spielzeit
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Dein Freund Robert ist bei einer seiner geheimnisvollen Expeditionen auf hoher See verschollen. Du fliegst ihm hinterher, um ihn zu suchen und nach Hause zu bringen. Auf einmal wirst Du von einem übernatürlichen Licht verschluckt und findest Dich auf einer geheimnisvollen Insel wieder. Von "einsam" kann jedoch nicht die Rede sein, denn Du begegnest einigen schlimmen Schurken, die nichts Gutes im Sinn haben.

Wirst Du Dich auf der Insel, auf der es nur verschollene Schiffe mit vielen verwinkelten Kabinen und unüberschaubare Gebäude gibt, zurechtfinden? Wirst Du Robert aufspüren und kannst Du Dich gegen die bösen Seebären mit ihrem gemeinen Anführer, dem Admiral, wehren? Ach, es hätte so ein schönes Spiel werden können! 'BD Studio Games' hat aber leider nur eine Art Sparversion produziert.

Die Grafik in 'The Missing: Insel der verschollenen Schiffe' ist klar und eher hochwertig, aber vielleicht zu sehr dem Thema angepasst. Sie erscheint überwiegend farblos und grau in grau. Alles wirkt ziemlich realistisch und es gibt nichts, was die Augenbraue ein wenig heben könnte, von den Mundwinkeln ganz zu schweigen. Kein sich drehendes Schiffsrad, kein betrunkener Matrose in der Ecke - noch nicht einmal eine armselige Schiffsratte!

Nachdem Du zwischen drei Spielmodi (Einfach, Normal und Experte) gewählt hast, wirst Du auf der Insel von Schauplatz zu Schauplatz laufen und Aufgaben erledigen sowie Rätsel lösen. Sobald Du zu einem neuen oder bereits erkundeten Ort kommst, ist ein Wimmelbild fällig. Bis zu drei Interaktionen sollen den Spielspaß krönen. Aber das totale Highlight sind die fünf Wimmelbilder, bei denen der Spieler nach Schattenbildern suchen muss! Die Wimmelbilder sind manchmal zugemüllt und manchmal schon fast spartanisch eingerichtet. Der erfahrene Spieler sieht die gesuchten Gegenstände jedoch sofort. Dass man einige Wimmelbilder bis zu dreimal spielen muss, macht es nicht gerade besser.

Die Puzzles sind leider recht selten vertreten. Man hat sie zwar alle schon einmal in  anderen Spielen gespielt, trotzdem macht es Spaß sie zu lösen, da sie doch mit das Beste an The Missing: Insel der verschollenen Schiffe ' sind. Der Schwierigkeitsgrad ist von einfach bis etwas knifflig gefächert und auch die Abwechslung kommt nicht zu kurz: Es sind z.B. Logikpuzzles, Labyrinthe oder Geschicklichkeitspuzzles vertreten. Die Anleitungen sind gut verständlich und bei einem Puzzles gibt es sogar eine Neustartfunktion.

Das Beste jedoch ist die Karte und der Tipp. Ohne die beiden Hilfsmittel wäre man nämlich hoffnungslos verloren. Je nach dem, wie ausgeprägt der Orientierungssinn des jeweiligen Spielers ist, wird er sich mehr oder weniger in  'The Missing: Insel der verschollenen Schiffe' zurechtfinden. Schon nach zwei Ortswechseln weiß man manchmal nicht mehr, wo das Schloss war, für das der Schlüssel passt, den Du gerade gefunden hast! Die Räumlichkeiten auf den Schiffen (oder war es nur eines?) die Du erforschst, sind sehr unübersichtlich und ähneln sich alle von der Einrichtung her. Dann sind da noch einige Gebäude, in denen es nicht besser ist. Die Grau-in-Grau-Grafik verstärkt die Verwirrung noch mehr.

Die Geschichte, die sich 'BD Studio Games' ausgedacht hat, trägt sehr wenig dazu bei, dass der Spieler in das Spiel eintauchen kann. Sie ist schlichtweg einfach zu schwach. Die Figuren hätten deutlicher hervortreten können. Von der Hauptperson hört und sieht man gar nichts. Bei der Auswahl der Synchronstimmen ist auch nicht alles richtig gelaufen: Die Stimme des Freundes Robert hört sich an wie die eines 95-jährigen, der seit 80 Jahren Havannas raucht. Es hätte mehr Handlung geben müssen. Die Schauplätze und die verschiedenen Orte laden wenig dazu ein, sie sich näher anzuschauen.

Eine Spielzeit von ca. drei Stunden ist bei diesem Spiel nicht unbedingt ein Nachteil. Man atmet zwar nicht unbedingt auf, aber man bricht auch nicht in Tränen aus, weil man nicht mehr weiterspielen kann.

'BD Studio Games' hat ein Spiel auf den Markt gebracht, das sich für "zwischendurch" eignet. Wenn man es einige Zeit lang nicht gespielt hat, braucht man nicht lange, um wieder 'rein zu kommen', weil es da ja nichts gibt. Der Spieler stolpert von Ort zu Ort und erledigt etwas, nachdem der Tipp ihm gezeigt hat wo. Die vielen Wimmelbilder, die den ohnehin sehr dünnen Handlungsablauf stören, wären eine Bereicherung für das Spiel gewesen, wenn sie etwas kurzweiliger ausgefallen wären. Für Wimmelbildfreunde ist es ein nettes Spielchen, während sie auf ein spektakuläreres Spiel warten. Rätsel/Puzzlefreunden, die Wert auf eine Geschichte mit viel Drum und Dran legen und nicht gern auf eine blumige Grafik verzichten, rate ich von diesem Spiel ab.


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