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Spiegelwelten (The Mirror Mysteries): Vergessene Welten


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Herausgeber: Gogii Games
Entwickler: Gogii Games

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Autor: Claudia K.
Datum: 20.01.2013
Deutsch: 03.08.2013

Während eines Picknicks verschwanden die Kinder Tommy und Charlotte in ihrer Kindheit. Ihre Mutter fand einen geheimnisvollen Spiegel, der sich als Portal in eine andere Welt herausstellte, ging mutig hindurch und rettete die Kinder (The Mirror Mysteries). Viele Jahre sind seitdem vergangen. Und nun ist Tommy verschwunden, die Polizei will nichts tun und die Schwester wendet sich an dich. Wieder sind es Spiegel, die hinter allem stecken und wieder führen sie in magische Welten, die durch das Böse zerstört werden sollen. Kannst du nicht nur Tommy retten, sondern auch die teuflische Kraft hinter dem Spiegel für immer vernichten, die die ganze Welt bedroht?

Tja, so ist das in den heutigen Zeiten. Für nichts ist mehr Zeit. Auch nicht mehr für Rettungen. Denn eines sei gleich zu Anfang bemerkt. Mehr als zwei Stunden dauert so eine Weltrettung zumindest in den Augen dieses Entwicklers nicht. Da kann man seinen Kaffee ruhig mal für stehen lassen, lauwarm ist der hinter her alle Male noch. Zumindest dann, wenn man sich die langen Einspieler nicht antut, sondern überspringt. Denn die machen etwa 1/3 dieses bemerkenswert schlechten Spieles aus. Weitere Zeit haben die Entwickler damit verbracht, Sorge zu tragen, dass besagtes Gut, also die Zeit, verschwendet wird. Indem Animationen verlangsamt sind und dem gesamten Spiel zwar nicht offensichtlich, aber doch spürbar anzumerken ist, dass alles etwas langsamer ist. Und so erhält man fast von Beginn an den Eindruck: Hier geht es niemandem um das Spiel, nur um den Verkauf.

Wimmelbilder im üblichen Sinne gibt es in Spiegelwelten (The Mirror Mysteries): Vergessene Welten nicht. Einige Gegenstände, aber in der Hauptsache Glasscherben, findest du in den Szenen oder durch eines der wenigen, liederlich gemachten Puzzles. Die meisten kommen durch Puzzleszenen. Hier findest du Einzelteile, die, hast du alle gefunden, zu Gegenständen zusammengesetzt werden. Alles wird sofort wieder benutzt, um anderes zu finden, bis am Ende das Inventarobjekt übrig bleibt. Aber auch hier ist die Ausführung der ansonsten ja sehr beliebten Variante ein Ärgernis, und das aus mehreren Gründen.

Positiv zu sehen ist ja eigentlich, dass der dritte der drei zur Verfügung stehenden Modi dem Spieler die Wahl lässt. Man kann selbst entscheiden, wie schnell der Tipp oder die überspringfunktion sich auflädt, kann wählen ob ein Tutorial oder "visuelle Hilfen" im Spiel erscheinen. Aber es gibt Dinge, da ist die Idee gut und die Ausführung miserabel. Wenn man nämlich nachdrücklich auf visuelle Hilfen im Spiel verzichtet, in den Puzzle-Suchszenen aber weiterhin jedes einzusetzende Objekt durch Umrisse angezeigt bekommt (selbstverständlich störend), dann macht das nicht nur wütend. Es verdirbt auch den Spielspaß. Noch unfeiner: Wann immer du mit der Maus über die Szene fährst, um Gegenstände zu suchen, erscheint, wenn man an die "Puzzlestellen" kommt, am oberen Bildschirmrand ein Text. Dieser verdeckt bisweilen auch zu findende Gegenstände, bleibt viel zu lange stehen und lässt sich nicht wegklicken.

Überhaupt werden an dem Spiel wohl nur Spieler einen Hauch von visueller Freude erleben, deren Auflösung nicht größer ist als 1024x768. Höhere Auflösungen haben die Wahl zwischen richtig schlechten, weil breitgezogenen Grafiken und nicht viel, aber doch ein wenig besseren Grafiken im Fenstermodus. Der aber ist so klein, dass noch mehr nicht zu erkennen ist. Vor allem dann, wenn die Bilder gewollt oder ungewollt eher unscharf sind.

Den Abenteuerteil in Spiegelwelten (The Mirror Mysteries): Vergessene Welten kannst du getrost vergessen, das Spiel geht sehr geradeaus. In jeder der mickrigen drei Welten findest du etwas, was du bis kurz vor Ende mit dir rumschleppst, alles andere ist sehr gradlinig. Viel Entdeckerlust kann nicht aufkommen. Dazu suchst du in den ersten beiden Welten dann noch die Glasscherben für die nächste Welt. Der Puzzleteil des Spieles lädt ebenfalls nicht dazu ein, diese Welten zu retten. Einfach, schlampig gemacht, bei zweien fragt man sich, ob die Entwickler farbenblind sind. Wenn ich vier Farben gleichfarbigen Dingen zuordnen soll, dann gehe doch davon aus, dass ich zweimal vier gleiche Farben haben sollte. Aber das wäre Sorgfalt und diese Tugend kann man den Entwicklern von Spiegelwelten (The Mirror Mysteries): Vergessene Welten wirklich nicht vorwerfen.

Es gab mal ein paar Spiele von Gogii, die wirklich gut waren. Prinzessin Isabella zum Beispiel. Oder Robins Quest: Aufstieg einer Legende. Aber das waren offensichtlich noch Zeiten, wo man Lust hatte, Spiele zu entwickeln. Inzwischen gehört Gogii zu den Entwicklern, die man getrost meiden kann. Mehr als Mittelmäßigkeit kommt nicht mehr. Spiegelwelten (The Mirror Mysteries): Vergessene Welten ist nicht mittelmäßig. Es liegt weit darunter. Und das wirklich Schlimme ist: Beim Spiel kann man spüren und sehen, dass dies, wie so oft bei Gogii, ein großartiges Spiel hätte werden können. Wenn die Idee von einem Entwickler ausgeführt worden wäre, bei dem es irgendwen gibt, der auch nur einen Hauch von Interesse an einem Spiel hat.


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