A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook



Spiegelwelten
( The Mirror Mysteries)
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Gogii Games
Wenn Du Spiegelwelten auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang
Autor: Sonja R.
03.01.2010

Ein Familienausflug ist ja ganz schön. Sommer, Sonne, Picknick, ein bisschen relaxen... wenn nicht plötzlich die Kinder verschwunden wären. Aus dem Haus, in dessen Nähe sich unsere Heldin niedergelassen hat, kommt ein mordsmässiger Krach, der sie aus einem Nickerchen holt. Ihre beiden Kinder, Tommy und Charlotte, sind nirgends zu sehen und antworten auch nicht. Was liegt da näher, als im Haus nachzusehen, was sie treiben? Dort wird sie jedoch mit einem verzauberten Spiegel konfrontiert, der ihre Kinder hat und von ihr verlangt, die anderen sieben Spiegel zu reparieren. Erst dann können die Kinder zurückkehren...

Jeder der sieben Spiegel steht für ein Kapitel mit 4 oder 5 Orten. Völlig ohne Zeitlimit kannst du auf der Karte von einem Ort zum anderen kommen und das erledigen, was getan werden muss. Im Hintergrund hüllt dich dabei eine recht nette Musik ein.

Zuerst kommen die Orte nach und nach, es gibt nur einen zur Auswahl und nachdem du dort alles gemacht hast, was zu diesem Zeitpunkt möglich ist, taucht der nächste auf der Karte auf. An deinem ersten Ort triffst du komische, auch lustige, niedliche Gestalten, für die du etwas tun musst, damit sie dir die benötigten Spiegelscherben geben. Und das alles in einer sehr gut gemachten Sprachausgabe.

Deine erste Amtshandlung ist dabei, alles zu finden, was du am unteren Bildschirmrand bildlich dargestellt siehst. Das sind Einzelteile von Gegenständen, die du brauchst. Manche bleiben unten, wenn sie vollständig sind. Das heisst, sie werden direkt hier wieder benutzt. Andere gehen in das Inventar rechts und sind für andere Orte gedacht. Wenn du nichts mehr tun kannst, sagt dir das Spiel unmissverständlich, dass du hier erstmal fertig bist und später zurückkommen musst.

Das Einsetzen der Gegenstände erweisst sich nicht als allzu schwierig. Es ist lediglich nötig, den Bildschirm mit der Maus abzusuchen, dann siehst du einen Umriss des Objekts. Genau da muss es dann auch platziert werden. Oft hat das keine besondere Wirkung, aber es kommt auch vor, dass dadurch etwas passiert, das dir ein Weiterkommen ermöglicht.

Falls du bei kleinen Einzelteilen mal Probleme hast, gibt es die Lupe, die mit Rechtsklick eingesetzt werden kann. Damit ist alles besser sichtbar, obwohl man sie nicht ungedingt braucht. Die Grafik ist herrlich und dadurch alles erkennbar. Nicht zuletzt musst du in Schubladen und ähnliches sehen, weil es auch da was zu entdecken gibt.

Ausserdem ist ja auch noch der Tipp da, der sich nicht allzu schnell auflädt, aber dich auch nicht zu lange warten lässt. Er zeigt ein Suchobjekt an oder, wenn du bereits alles gefunden hast, den Standort eines Inventargegenstandes.

Du bewegst dich also von der Karte aus zwischen den Orten hin und her, immer auf der Suche nach dem Einsatzort deiner Inventargegenstände. Erst, wenn du alles untergebracht und alle Orte abgeschlossen hast, bekommst du am Ende des Kapitels die begehrten Spiegelscherben.

Minispiele sind hier recht selten und beschränken sich auf das Öffnen eines Tresors oder das Koordinieren mehrerer Scheibenringe. Nach einer kurzen Wartezeit können sie übersprungen werden.

Es gibt aber einen ganz grossen, bisher noch nicht dagewesenen Nachteil: Wenn du das Spiel mit einem Profil gespielt hast und deine Mutter, Schwester, Tante, Katze spielt mit einem anderen Profil, ja dann... sind alle Minispiele schon gelöst. Kommst du zum Beispiel ein zweites Mal in die Werkstatt, liegt der Edelstein schon fertig da - obwohl du den Rohling noch gar nicht bearbeitet hast. Mit einem zweiten Profil hat man keine Chance auf das Lösen der Minispiele oder speziellen Aufgaben, denn die sind alle fertig. Das ist erstens nicht der Sinn von mehreren Profilen und zweitens einfach nur doof.

Letztendlich besteht aber das ganze Spiel aus Suchen und Knobeln. Wenn man die Karte so vor sich hat, muss man schon überlegen: Wo kommt das hin, was ich habe und in welchen Raum muss ich dafür, habe ich schon alles für diesen Raum oder fehlt noch etwas?

Doch wie es so ist: In gut 3 Stunden bist du durch. Das Thema hatten wir schon öfters, nur machen diese drei Stunden sehr viel Spass. Ein paar mehr in die durchaus schlüssige Geschichte eingebettete Minispiele hätten hier sehr gut gepasst und dass der Spieler zu Fuss unterwegs ist. Dabei hätten alle Räume von Beginn an frei anwählbar sein sollen, dann wäre es richtig gut geworden. Trotzdem ist es ein Spiel, das sehr zu empfehlen ist.

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top