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Das Haus am See: Kinder der Stille


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Friday's Games

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Autor: Claudia K.
Datum: 24.12.2012
Deutsch (Normal): 03.03.2013


Gerade als Henry seiner Freundin Ann einen Heiratsantrag macht, wird ihr gemeinsames Fotoalbum zerstört. Aber nur Bilderteile, die Henry betreffen sind zerstört. Dann erhält Ann eine Nachricht, die aussieht, als käme sie von ihrem Bruder Tom. Doch Tom ist vor vielen Jahren verschwunden. Ann und Henry fahren zu dem Haus am See, wo Ann mit ihrer Familie wohnte. Aber bevor sie etwas herausfinden können, wird Ann von einem Mann mit Maske entführt. Wird Henry seine Verlobte retten können? Wer ist der kleine Junge, der Henry hilft? Und was steckt hinter all dem?

Die Geschichte von Ann, Henry und Tom erzählt sich neben dem Spielverlauf in kleinen Einspielern ab und führt dich als Beobachter in die Vergangenheit der drei Kinder. Als Ann und Herny sich kennenlernten und Tom als eifersüchtiger Bruder über die beiden wachte. Gut erzählt und unterstützt vom Spielverlauf erlaubt es die Geschichte, dass du ähnlich wie in einem Buch zwar Außenstehender bleibst, nicht aber ausgeschlossen wirst.

Nach der Wahl zwischen den zwei vorhandenen Modi geht deine Suche nach der Wahrheit los. Das Haus am See: Kinder der Stille hat eine großzügige Mischung aus Wimmelbild, Puzzle und Abenteuer, die spielerisch gesehen zunächst einmal ausreichend für Jeden bereit hält. Die Wimmelbilder enthalten ein oder mehrere zusätzlich versteckte Objekte, hier ist aber Umgewöhnung angesagt. Sind es sonst die Extra-Gegenstände die farbig geschrieben sind, ist dies hier umgekehrt. Gelbe Worte findest du sofort, nur die weißen signalisieren einen Extraklick.

Grafisch ist das Spiel trotz des grauen Schleiers, der alles zu überziehen scheint, durchaus ansprechend. Die Farben sind nicht zwar klar, nichts sieht freundlich und einladend aus, aber alles ist gut, deutlich zu erkennen und passt zur Geschichte. In den Wimmelbildern hat man manchmal den Eindruck, einzelne Bereiche seien etwas verschwommen, aber die Objekte sind gut zu finden und die zusätzlichen Verstecke beinhalten zumindest manchmal nicht nur das öffnen einer Kiste oder Schublade, sondern auch mal das verschieben eines Gegenstandes. Einige der Suchbilder werden 2x gespielt, die meisten davon aber in einem solchen Abstand, dass man sich kaum noch erinnern kann, dort schon gesucht zu haben.

Der Abenteuerteil ist sehr ausgeprägt. Das zeigt sich schon in der zeitweilig schon fast frustrierenden Menge an Örtlichkeiten, die alle durch eines gekennzeichnet sind; nämlich "Hier fehlt noch etwas". Gleichzeitig wird dein Inventar immer größer und wer das Spiel beginnt, aufhört und es einen Tag später wieder öffnet, wird Probleme haben, sich noch an alles zu erinnern, was offen steht. Die über das Buch zu erreichende Karte ist dabei aber eine Hilfe, ist aber nicht mit einer "Klick und Spring"-Funktion ausgestattet. Der Tipp zeigt Übersehenes ebenso wie die Richtung, in der es etwas zu tun gibt; er wird dich dabei aber nicht zwangsläufig zum logischsten nächsten Ort bringen.

Bei den Puzzles ist eine gewissen Zwiespältigkeit zu fühlen. Es ist ein recht breit angelegte Mischung aus mehr oder weniger bekannten Anteilen, die zum Teil auch sehr schön gemacht sind. Gleichzeitig aber gibt es kaum eines, dessen Lösung mehr als eine Minute bedarf, und wenn das mal so ist, dann ist dies der Geduld geschuldet, nicht der Herausforderung die Aufgabe durch nachdenken oder gar knobeln zu lösen. Das ist schade und senkt den Standard von Das Haus am See: Kinder der Stille erheblich.

Die Spiellänge ist mit ca. 4 bis 4,5 Stunden durchaus nicht im untersten Bereich, die Sammleredition fügt dem noch ca. 45 Minuten hinzu. Die Geschichte hat ein Ende, allerdings eines, dass auf einen Nachfolger schließen lässt. In der Sammleredition wird zwar die Hauptgeschichte fortgesetzt, aber auch hier bleibt Spielraum für die Frage, ob es tätsächlich ein "endgültiges Ende" ist.

Das Haus am See: Kinder der Stille erzählt vielleicht keine komplexe Geschichte, der Spieler begreift Zusammenhänge sehr viel schneller als die Protagonisten. Doch man hat es durch die Art der Erzählung geschafft, eine Atmosphäre von Spannung zu schaffen, die den Wunsch aufkommen lässt, Henry weiter zu begleiten, seine "Erleuchtung" zu erleben. Die Rolle des Beobachters wird als aktive definiert, ist nicht auf das bloße ausführen von Aufträgen reduziert. Einspieler sind nicht so häufig, dass man das Gefühl hat, einen Film zu sehen, Dialoge und Texte nicht lang und komplex wie in einem Buch. Das Haus am See: Kinder der Stille ist ein Spiel und möchte auch nichts anderes sein. Spielerisch angenehm hat es nur wenig Minuspunkte, die allerdings sind auffällig. Und wer nach der Probestunden wissen möchte, wie es weiter geht, wird sich eine angenehme, in Teilen spannende Geschichte erspielen, die unterhält und den Kauf nicht bereuen lässt.


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