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Das perfekte Verbrechen
(The Hardy Boys - The Perfect Crime)
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Jowood/Trine Games

Wenn du auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang.

Autor: Sonja R.

Eine Verbrechenswelle überschwemmt Bayport, die Heimatstadt der "Hardy Boys". Hilf den Hardys diese Verbrechen aufzuklären und enthülle das Geheimnis des scheinbar perfekten Verbrechens. Es liegt an den Jungs und ihren detektivischen Fähigkeiten, den Hinweisen zu folgen in dieser tiefgehenden Geschichte. Hardy Boys The Perfect Crime ist ein anspruchsvolles Wimmelbildspiel mit schwierigen Minigames und detaillierten Szenen. Kannst Du das geniale Gehirn aufspüren, dass hinter all dem steckt und den Fall lösen?

Du kannst, aber der Entwickler hat den Mund eindeutig zu voll genommen. Detailliert? Wäre nicht alles etwas unscharf, hätte das sogar klappen können. Es sind einigermassen schlechte Grafiken, die noch schlechter werden, umso grösser dein Monitor ist und umso höher die Auflösung. Anfangs fand ich sie ganz gut, aber mit dem weiteren spielen wurden sie immer undeutlicher und ich musste oft auf Verdacht klicken, weil ich das Objekt meiner Begierde gar nicht eindeutig identifizieren konnte. Insgesamt sind viele Suchbilder zu dunkel. Schwarzes auf schwarzem Hintergrund zu finden, ist mir leider auch nicht möglich, ich sitze für gewöhnlich nicht mit einem Nachsichtgerät vor dem PC.

Glücklicherweise setzt bei dreimaligem falschen Klicken nur der Cursor für einige Sekunden aus. Und diese Ruhepause habe ich ihm häufig gegönnt. Die Objekte in Originalgrösse oder noch kleiner darzustellen, hätte man sich hier wirklich verkneifen sollen. Oder es so weit am Rand zu platzieren, dass es kaum noch zu sehen ist. (Nur für die englische Version gültig: Ganz davon abgesehen, dass sie manchmal auch noch schlecht und fehlerhaft übersetzt sind. In der englischen Version wurde man sich nicht ganz einig, ob man Rasierklinge mit "Razor" oder "Blade" übersetzt und hat einfach mal dies, mal das genommen. Es ist nicht das einzige Beispiel. Oder hättest du bei einer Wasserflasche nach einer Glühbirne Ausschau gehalten? Oder bei einer Getränkedose nach Kaffeebohnen? Wahrscheinlich eher nicht. ) In der deutschen übersetzung hält sich das glücklicherweise in Grenzen.

Hier brauchst du Tipps. Du hast pro Suchszenen ganze 3 davon, aber du weißt es nicht. Die Anzahl der Tipps ist nirgendwo verzeichnet und die Schaltfläche bleibt auch nach dem Verbrauch weiter anklickbar. Es wird dir nur nichts mehr gezeigt. Versäume es also keinesfalls, deine Tipps mitzuzählen, die du benötigt hast. Am besten, du vermeidest es einen zu benutzen, bis du wirklich nur noch 3 Gegenstände auf deiner Liste hast.

Von der Tatsache, dass ich eine Suchszene häufiger vom Hauptmenü aus nochmal spielen musste, weil das Spiel die weitere Zusammenarbeit mit mir abgelehnt hat, will ich gar nicht erst reden. Waren alle Objekte gefunden, machte es einfach nicht weiter und ich blieb im fertigen Level hängen. Dafür wurde ich aber entschädigt, weil öfters mal Items als gefunden gewertet wurden, von denen ich weit entfernt geklickt hatte. Technisch gesehen hat sich man sich hier also auch nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert.

Der Wiederspielwert dieses Spiels ist gleich Null, weil du ohnehin an Orte mehrmals kommst, wenn auch mit zum Teil anderen Suchobjekten. Sie sind nicht zufällig, solltest du dich also nochmals an das Spiel heranwagen, weißt du genau, wo sie zu finden sind. Mit den Minispielen ist es genauso. Manche Gegenstände verbergen eines. Das passiert alle paar Orte mal, die Lösungen sind immer identisch. Aber auch hier war man bei der Umsetzung nicht konsequent. Im zweiten Kapitel gibt es das Minispiel schon auch mal unabhängig von einem Objekt. Sie sind nichts Besonderes, aber wenigstens okay. überspringen kannst du sie nicht, aber da sie nicht besonders schwierig sind und sehr schnell absolviert, ist das zu verkraften. Ob du nun Plus- und Minuspol mit Kabeln miteinander verbindest, einen zerissenen Brief zusammen setzt oder Ordner nach einem bestimmten System einsortierst - das Spiel bietet keinerlei überraschungen.

Sogar die Hintergrundmusik bleibt eintönig, ist aber angenehm. Und die über das halbe Bild laufenden häufigen Dialoge nerven gewaltig, von einer "tiefgehenden Geschichte" ist da nichts zu spüren. Dafür ist das Spiel "international": In den Optionen kannst du mehrere Sprachen auswählen.

Die Stunde Probespielzeit ist in diesem Fall bares Geld wert, denn wer sich das Spiel in der Zeit etwas genauer ansieht, stellt schnell fest, dass es den Kauf überhaupt nicht lohnt. Es sei denn, man ist ein hartgesottener Spieler, der alles nimmt, was ihm auf die Festplatte gerät. Im vierten Kapitel schöpft der Spieler Hoffnung, dass die Hardys nach einer Entführung für immer verschollen bleiben, aber er wird herbe enttäuscht. Sie misslingt leider und die Brüder bleiben uns noch erhalten. Die über 50 Einzellevel können daran nichts retten, ebenso wenig wie die typischen Minispiele.

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