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Goldene Jahre: Der weite Westen


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Herausgeber: Alawar
Entwickler: Alawar Southpoint

Download: Deutschland-Spielt.de
Download: BigFish Games.de
Download: Alawar.de (Entwicklerseite)

Wenn Du Goldene Jahre: Der weite Westen auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 16.12.2011


Um für seine Familie den Lebensunterhalt zu verdienen, leiht sich Sam bei einem reichen Mann Geld für einen Laden. Alles läuft gut, bis eines Tages der Laden bis auf die Grundmauern abbrennt. Da Sam kein Geld mehr zurück zahlen kann, kommt er ins Gefängnis. Du als seine Frau machst sich gemeinsam mit Sohn Jakob auf in den goldenen Westen, denn dort soll es Gold geben. So willst du die Schulden zurückzahlen und Sam aus dem Gefängnis befreien. Wenn es doch nur so einfach wäre. Auf dich und Jakob warten zahlreiche Aufgaben und Gefahren.

Alawar Southpoint hat mit Goldene Jahre: Der weite Westen ein ganz entzückendes Zeitmanagement geschaffen. Die Entwickler von Hotel Imperium: Las Vegas beweisen ein weiteres Mal, dass sie ein Händchen für das Besondere haben. Die hübschen Grafiken sind nicht das einzige, was hier ein wenig anders ist als bei anderen Spielen dieses Genres.

Zunächst einmal: The golden years: Way out West gehört in die Kategorie "Aufbau- und Rohstoff" Management. Jede Stadt in die du kommst, hält diverse Aufgaben für dich bereit, die beinhalten, dass du verschiedene Häuser und Gebäude baust. Holz und Gold sind deine Rohstoffe in diesem Spiel, dazu kommt natürlich das Geld, dass du brauchst. Anders als sonst, werden die Arbeiter ohne deine Hilfe verpflegt, du brauchst also keine Nahrung zu besorgen. Neben den Häusern gibt es zum einen einen Brunnen, der sehr häufig dafür sorgt, dass deine Häuser überhaupt bewohnt werden können. Manchmal aber muss es auch eine Kirche sein und im Verlauf des Abenteuers stellt sich heraus: Ein Sheriff muss meist dann her, wenn Gold im Spiel ist, denn dort sind Banditen nicht weit.

Holz bekommst du in der Sägemühle, durch den Abriss von Gebäuden und manchmal findet sich auch welches auf der Straße. In manchen Leveln gibt es Goldminen, wo du schürfen kannst, ansonsten wirst du mit Gemischtwaren-Läden, einer Bank oder einem Saloon Gold verdienen, Geld dagegen gibt es von den Häusern und Hotels die du baust. Alle Grafiken natürlich ganz im Zeichen der Zeit, Amerika kurz vor dem Goldrausch, dazu bunt, hübsch und animiert.

Neben den Bau-Aufgaben aber gibt es diverse andere Dinge: Betrunkene, die ins Gefängnis müssen oder freundliche Gesellen, die für ein bisschen Whisky gern den Weg frei machen, Indianer, die deine Hilfe brauchen oder dir mir Rat und Tat beiseite stehen und die unvermeidlichen Banditen, die für alles Gold wollen. Und nicht zuletzt der fiese Geldhai, der immer mehr und mehr Geld für die Freilassung von Sam verlangt.

Anders als bei anderen Spielen ist die Zielgestaltung. Verschiedene Abschnitte pro Level erhalten ein bis fünf Aufgaben, für die eine Zeitschiene vorgegeben ist. Diese Zeitschiene zeigt Sterne an, die du erhältst, wenn du es in der Zeit schaffst. Für jedes Level musst du eine bestimmte Anzahl von Sternen erhalten, um das Expertenziel zu erreichen. Einfluss hat dies aber nicht auf das Spiel. Schaffst du die Vorgabe von z.B. 3 von 5 Sternen nicht, wirst du trotzdem weiter spielen können. Welchen der Abschnitte du mit Stern erreichst, ist unerheblich. Ob nun von fünf möglichen die Sterne 1,2,3 oder auch 2, 4, 5 erreicht werden, ist nicht wichtig.

In einem kleinen Nebenstrang gibt es noch einen gütigen Professor. Er leitet die Eisenbahn und im Gegenzug für den Bau von Bahnhöfen auf eurem Weg, gibt er dir einen heruntergekommenen Zug, mit dem du reisen kannst. Diesen wertest du im Laufe des Spieles auf und zwar immer dann, wenn du das Expertenziel erreicht hast. Sehr schön gemacht: Der Zug wird insgesamt 3x aufgewertet. Auch Spieler, die nicht immer das Expertenziel erreichen, sehen so einen Fortschritt am Zug.

Aufwertungen der Häuser sind von Beginn an vorhanden, andere Verbesserungen gibt es nicht. Deine Arbeiter stellst du über das Haupthaus ein. Ein kleiner Minuspunkt ist die Musik, die zwar atmosphärisch passend ist, aber doch im Verlauf sehr eintönig. 40 Level hat das Spiel, viele davon dauern 10 Minuten und länger, die Musik hält der beste Gehörgang auf die Dauer nicht aus. Schade auch: Auf der Karte ist nicht zu sehen, welche Level du komplett und welche du nur teilweise als Experte geschafft hast. Wer also ein solches Level noch mal spielen will, der sollte sich die Levelnummer notieren.

Die Level sind im Verlauf sehr unterschiedlich gehalten. Einige sind kniffelig und man wird sie, will man Expertenstatus erhalten, sicherlich öfter spielen, bis man den richtigen Ablauf, den besten Weg gefunden hat. Andere dagegen sind gemütlicher und du arbeitest einfach nur deine Aufgaben ab. Klug ist es, auch bei erneutem Spiel die Aufgaben nach Sternreihenfolge zu erledigen. Arbeitest du vor, wirst du meist die ersten Ziele nicht in der Zeit erreichen.

The golden years: Way out West hat Strategie-Anteile und verlangen vom Spieler eine rasche Denkweise. Man seine Aufgaben analysieren und dann in der Lage sein zu sehen, was wo gebraucht wird. Alle Level können während des Spieles sofort neu gestartet oder jederzeit über die Karte noch einmal gespielt werden. Das Spiel hat einen hohen Wiederspielwert, denn kaum einer wird sich alle Aufgaben merken können und noch genau wissen, was in Level 25, Ziel 3 genau gemacht werden musste.

The golden years: Way out West gehört auf den PC eines jeden Freund von Rohstoff- und Aufbaumanagement. Es macht Spaß, die Geschichte ist spannend, es ist nicht frustrierend, die Zeitlimits sind oft streng aber immer fair. Und wer es eben nicht mit Zeit hat, der spielt halt in seinem Tempo. Absolut empfehlenswert, allerdings in der Originalversion nur für Leute mit guten Englischkenntnissen. Sobald aber die deutsche Fassung auf dem Markt ist: Ran an Hacke, Hammer und Kelle. Es lohnt sich!


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