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The Emerald Maiden: Symphonie der Träume


tassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Gogii Games

Download (Normalversion): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 01.01.2014
Deutsch (Normal): 15.04.2014

Unterdurchschnittliches Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer
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Als Waise nur mit einer Kette als Erinnerung zurück gelassen, erhältst du 25 Jahre später die Einladung, auf die Emerald Maiden zu kommen, ein Schiff, dass die Reichen, die Elite, in eine Welt bringt, in der ihre Träume mit Hilfe einer antiken Maschine wahr werden. In der Hoffnung, dort einen Hinweis auf die leiblichen Eltern zu bekommen, beginnt deine Suche nach Hinweisen.

Schon zu Beginn fragt man sich recht verzweifelt, was das alles soll. Ganz offensichtlich ist die tief unter Wasser liegende Welt in Gefahr und alles, was man nicht braucht, wäre nun ein Eindringling, der dort die Dinge durcheinander bringt. Die unzähligen Einspieler im Verlauf des Spieles, Notizen, Unterhaltungen und Filmeinspieler vermitteln mit der Zeit ein Bild, allerdings nur, wenn du bereit bist, ca 1/3 der eh schon kurzen Spielzeit dem Lesen zu widmen.

Neben den üblichen Modi gibt es noch einen, den man nach seinen persönlichen Vorlieben gestalten kann, bezogen auf Wiederaufladetempo, Tutorial und Glitzern in Szenen. Auch Anfänger haben grundsätzlich die Möglichkeit, hier den schwierigsten Modus zu wählen. Es macht einfach keinen großen Unterschied, denn der Tipp, ist zwar gut aber, ebenso wie die Überspringfunktion, so gut wie nutzlos. Man braucht diese Hilfsmittel einfach nicht. Was du brauchst und deshalb kann das wohl auch nicht ausgeschaltet werden, ist einer der wenigen, eingeschränkten, Pluspunkte: die funktionale Karte. Sie wird dir zeigen, wo du bist, wo es etwas zu tun gibt und sie bringt dich mit einem Klick dort hin. Sie ist allerdings auch nur funktionial. Grafisch sehr sparsam wurden durch zusätzliche Pfeile Ebenen eingebaut, so dass du nicht nur im Spiel selbst, sondern auch auf der Karte durchaus Orientierungsschwierigkeiten haben kannst bzw. wirst.

Fünf Träume, von wem auch immer, wirst du besuchen. Und wer glaubt, dass man hier hat der Fantasie ein wenig freien Lauf gelassen, der wird schnell eines Besseren belehrt. Im Grunde sind es banale Alltagsszenen, auch hier fehlt es an Relevanz zum Spiel, an Kreativität, Spannung. Einzig der kleine Roboter, der dir später helfen wird, bestimmte Schlösser zu öffnen, ist ganz nett.

Grafisch gesehen ist das Spiel ansehnlich. Es vermisst zwar jegliche Kreativität oder gar Schönheit, aber die Bilder sind klar und deutlich. Die Wimmelbilder sind zugemüllt, aber nicht übermäßig und so wird man nicht viel Zeit daran verschwenden, die Wortsuchlisten mit meist zwei lächerlichen Interaktionen abzuarbeiten. Zum Ende hin häufen sich die Wimmelbilder, du springst für das Finale dann noch mal durch diverse schon besuchte Szenen. Der zweite Pluspunkt sind einige Puzzle-Suchszenen, allerdings sind auch die weder sonderlich kreativ; trotzdem bieten sie eine nette Abwechslung.

Spielerisch arbeitest du dich vor und zurück, vor und zurück. Wer die, nicht sonderlich gut oder gar spannend geschriebene, Geschichte verfolgt, hat manchmal den Hauch einer Ahnung, warum er etwas tut. Aber egal ob mit oder ohne Geschichte, die überwiegende Zeit ist es ein Ablauf von Aktionen, die keinerlei Atmosphäre aufkommen lassen. Dafür gibt es dann Objekt-Sammlungen (finde 3 oder mehr Teile für ein Puzzle oder ähnliches), die das Inventar vollstopfen und die lange mitgeschleppt werden. Die Puzzle und Rätsel sind simpel, wirken aber "schwierig" weil du eben oft gefühlt endlos brauchst, um alles beieinander zu haben. Der Rest ist in kürzester Zeit erledigt, die Überspringfunktion für die meisten einfach nur Zierde. Man ist schneller fertig, als sie auflädt.

In der Sammleredition kannst du 12 Rosen und 12 andere Objekte einsammeln, einen Bezug zum Spiel haben sie nicht. Das Bonuskapitel spielt an anderen Orten als das Hauptspiel und ist eine Fortführung. Qualitativ eher noch schlechter als das Hauptspiel, hast du das nach ca. 30 Minuten hinter dich gebracht. Maximal. Die üblichen Verdächtigen wie Hintergründe, Zeichnungen etc. vervollständigen das elendige Bild.
Inklusive des Bonuskapitels wird das Spiel nur dann die 3,5 Stunden überschreiten, wenn man jeden Fetzen liest, jedes Filmchen anschaut und die Karte nicht zum Transport benutzt, sondern stets die Wege per Klick zurücklegt.

The Emerald Maiden: Symphonie der Träume erfüllt genau die Erwartungen, die man an den einst guten Entwickler Gogii hat: Ein unterdurchschnittliches Spiel ohne Spannung, mit einer lächerlichen Spielzeit, die schwach beginnt, um im Verlauf immer weiter nachzulassen. Die Sammleredition ist ein Schlag ins Gesicht der Spieler. Wäre das Spiel ein Pferd, es würde auf dem Gnadenhof landen. Wer eine Gegenleistung für sein Geld haben möchte, wer unterhalten werden möchte, der sollte keine Minute an The Emerald Maiden: Symphonie der Träume oder, wenn wir schon dabei sind, an seine Entwickler, verschwenden. Höchstens noch eine Mohrrübe reichen, als Dank für das was, in der Vergangenheit geleistet wurde.


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