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Die Spur des Erfinders (The Clockwork Man)
Herausgeber: iWin
Entwickler: Total Eclipse

Wenn du auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang.

Autor: Sonja R.

Miranda Calomy wartet am 30. August 1889 auf die Post. Das erinnert sie an einen Brief, den sie von ihrem Großvater erhielt, in dem er sie um ihre Hilfe bittet. Also bucht Miranda einen Flug, stattet ihren Roboter Sprocket mit einem neuen Tool aus und eilt ihm zur Hilfe.

Kurz und gut: Wow! Wer einmal diese Grafiken gesehen hat, wird immer etwas vergleichbares suchen - sie sind einfach phänomenal. Nicht nur während der Such- und Rätselszenen, sondern im ganzen Spiel. Da hatte jemand eine tolle Idee, ein Wimmelbild- und Adventurespiel anders gestalten zu wollen und das Ganze wurde sehr gut umgesetzt. Da wird nicht ein Mal geschwächelt.

Aber erstmal alles der Reihe nach. Es gibt kein Zeitlimit in diesem Spiel, das wäre auch völlig fehl am Platze. Direkt am Anfang hast du ein Wimmelbild, das aber keine gewöhnliche Szene ist. Und genau das ist das Besondere an diesem Spiel: Du musst dich richtig umsehen. Es gibt immer wieder Bereiche einer Suchszene, die heran gezoomt werden müssen oder aber du musst nach links und rechts scrollen, um wirklich alles sehen zu können. Das ist von der Steuerung her brilliant gelöst worden. Unten am Bildschirmrand gibt es Steuerkreuz, dass du in der gewünschten Richtung anklickst. An ihm siehst du auch, ob du zu den Seiten scrollen musst oder zoomen. Ebenso kannst du aber mit der Maus steuern oder den Pfeiltasten deiner Tastatur benutzen - jeder nach eigenem Belieben. Es gibt nie scrollen und zoomen zusammen, außerdem sind auch normale, fest stehende Bilder zu finden. Weil nicht alles auf einmal kommt, sind die Szenen auch sehr gut abzusuchen, ohne unübersichtlich zu wirken.

Schwierig sind sie allemal, denn die glasklare Grafik erlaubt das Darstellen vom Ameisen in Originalgröße. Überhaupt ist alles physikalisch absolut korrekt dargestellt worden, es wird keine Flaschen geben, die an der Zimmerdecke schweben oder Kerzen, die unter Wasser brennen. Ein Mal war eine Riesenmaus zu sehen, die sich aber bestimmt aus einem anderen Spiel hierher verlaufen hatte.

Der Adventureteil ist genauso ausgeprägt, genauso schön, genauso logisch. Inventarobjekte werden mit einer Hand angezeigt, wenn man mit der Maus über den Bildschirm fährt. Stellen, an denen etwas getan werden muss, mit zwei Zahnrädern. Es ist alles unmissverständlich vom Gameplay gemacht worden, aber rätseln muss man selbst. Was fängt man mit den Inventarobjekten an, die man gesammelt hat? Wofür braucht man sie? Öfters müssen auch zwei oder mehr Gegenstände erst miteinander kombiniert werden, bevor man sie benutzen kann. Es gibt Texthinweise, die zu Rate gezogen werden können. Sie verraten aber nicht, was zu tun ist, sondern schubsen den Spieler lediglich in die richtige Richtung.

Lediglich die Minirätsel, die auch vertreten sind, können übersprungen werden. Aber für alles gibt es Tipps in unterschiedlicher Form. Dein bester Freund hierbei ist Sprocket. Er ist ein Roboter und hilft dir, wo er kann und solange er kann. Dafür siehst du ihn selbst suchen, bis er das Richtige gefunden hat. Hast du seine 8 Energiepunkte verbraucht, muss sich der Gute erst wieder aufladen. Für die Suchszenen hat er 4 unterschiedliche Tipps für dich parat, für die er 1, 2, 3 oder 5 Energiepunkte braucht. Wenn er einen verbrauchten Energiepunkt wieder aufgeladen hat, gibt das ein niedliches akustisches Signal.

überhaupt hat Sprocket einiges zu sagen, denn in den Zwischensequenzen gibt er auch immer wieder seinen Senf dazu. Die Geschichte wird in einer Sprachausgabe erzählt und niemand leiert seinen Text herunter. Die Passagen sind sehr gut gesprochen, man hört gern zu. Ebenso wie der Hintergrundmusik, die sehr angenehm zu den Geschehnissen passt. Das ist aber auch kein Wunder, denn sie stammt von Somatone, die auch für Dream Chronicles und MCF: Return to Ravenhurst schon aktiv waren. Bei diesem Spiel sollte man sich sogar die Credits ansehen. Was sonst niemanden interessiert, wird hier liebevoll in Karikaturen dargestellt, die echt zum Lachen sind.

Mit insgesamt 5 Kapiteln hört sich das Spiel recht kurz an, der Eindruck täuscht jedoch. Pro Kapitel ist genug zu tun, dass eine Spielzeit von ca. 4-5 Stunden für den durchschnittlichen Spieler wohl realistisch wäre. Und mit dem reinen Durchspielen ist es auch noch nicht vorbei. Der "Free Play"-Modus im Hauptmenü wird frei geschaltet, in dem die Szenen für unendlichen Spielspass gespielt werden können. Spielst du das Spiel ein zweites Mal normal durch, findest du sämtliche Suchszenen verändert vor.

Eigentlich kann man nur sagen: Dieses Spiel ist ein absolutes Muss, wenn man gern sucht und rätselt. Am Ende denkt man nur: Bitte mehr davon und glücklicherweise wird auch am Ende die Fortsetzung bereits angekündigt.

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