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The Broken Clues
Herausgeber:BigFish Games
Entwickler:HSA Studios

Wenn Du Broken Clues auch bewerten möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.

Eigentlich kann Big Fish Games gute Spiele rausbringen. Grossartige Spiele, nette Spiele, unterhaltsame, durchschnittliche. Nun,"Ausnahmen bestätigen die Regel", das hat nicht nur meine Oma immer gesagt. Mit The Broken Clues hat BigFish Games bewiesen, dass es auch abgrundtief schlechte Spiele veröffentlicht. Broken Clues (heisst soviel wie zerbrochene Hinweise) sollte besser Broken Game heissen. Da könnte man dann wenigstens von "Nomen est Omen" sprechen. Und hätte somit den einzigen Pluspunkt des Spieles. Um es vorweg zu nehmen: Natürlich kannst Du das Demo runterladen. Du kannst aber auch die Nachlese lesen und anschliessend einer Deiner Haarspitzen beim wachsen zu sehen. Glaub mir, das ist viel spassiger.

Nicht einfach zu lesen (aber andererseits grammatikalisch und rechtschreibetechnisch mehr als kreativ), doch es enträtselt der geneigte Spieler am Anfang, dass der wohlhabende Geschäftsmann Mr. Harrison gemeuchelt wurde. Die hilflose Polizei, die keine Zeit mehr für diesen Fall erübrigen kann, beauftragt den Privatdetektiv Matthew Hebrew..... ja, klar.... Eine reiche Stütze der Stadt ist tot, aber die Polizei geht lieber Omas über die Strasse helfen... *sich die Lachtränen aus den Augen wischt*... aber weiter. Es gibt zwei Hauptverdächtige: Der Geschäftspartner Mr. Samson und eine Sängerin namens Ms. Linda. "Unsere aufregende und anspruchsvolle Geschichte startet hier!" sagt uns der Text (mehr oder weniger... wie gesagt: Kreativität). Aha. Oh. Nagut.

Du bekommst eine Liste von Orten, an denen Du suchen musst. Englischfreunde erfreuen sich an dem schönen Satz: "List of places to be investigate", aber wenn Du Angelist bist, die Freude ist noch lange nicht vorbei. Jeden Ort besuchst Du dreimal hintereinander. Spätestens im zweiten Level wird Deine Vorfreude sich arg beschränkten Grenzen halten.
Zuerst erhältst Du eine Liste von Objekten. Einige wirst Du kennen. Star, Hammer, Cat... Andere wiederum sind entweder als Rätsel gedacht und man hat nur vergessen, es auch als solches zu deklarieren oder vielleicht waren die Entwickler betrunken? Oder die Programmierer des übersetzungsprogrammes? Wer weiss und wir wollen nicht päpstlicher werden, als es der Papst ist, vielleicht steckt ja ein Sinn hinter "wash brush" und "glide camera" ... Was allerdings ein "pen drive" ist, weiss ich immer noch nicht. Ich habe einen der drei spärlichen Hinweise genutzt und konnte es immer noch nicht erkennen. Mein Teleskop ist gerade in der Reinigung.

Danach folgt in der gleichen Szene eine Liste von 10 gleichen Gegenständen (Löffel, Stifte etc.). Und zum Schluss dann "Such die Unterschiede"

Tja und da kommen wir dann zum nächsten Punkt. "Such" .... wenn Du also irgendwie entschlüsselt hast, was ein gras catcher ist, dann such mal schön. Es gibt keine Garantie, dass das Objekt wirklich zu sehen ist. Manche sind schlicht und ergreifend hinter einem anderen. Oder, wie weiter oben schon angedeutet, viel zu klein. Oder Ton in Ton.... Schon zu Beginn des Spieles wirst Du das uneingeschränkte Vergnügen einer Zahnwurzelbehandlung ohne Betäubung empfinden, wenn Du 12 Teilen eines Briefes zu suchen hast... die Briefschnitzel in Cremeweis. Ebenso wie Wände, Decke, Bett und überwürfe. Dazu gleissen dann Sonnenstrahlen in das Zimmer. Da kommt Freude auf und das frustrierte Auge tränt.
Auch die Tatsache, dass bei den Unterschieden es von Zeit zu Zeit einfach keine Unterschiede gibt, bringt den eh schon nicht vorhandenen Spielspass nicht weiter auf Trab. Dazu kommt dann, dass ganz geringe Unterschiede in Schatten oder Farbgebung zu sehen waren. Dummerweise haben die Entwickler das nicht gesehen. Und so klickst Du auf Unterschiede, die nicht als solche erkannt werden und wirst fündig bei Unterschieden, die keine sind.
Und um das Fass dann endgültig voll zu machen: Jeder falsche Klick wird mit einer Zeitstrafe von 3 Sekunden bestraft. Bei drei Hinweisen. Keiner Möglichkeit, weitere zu verdienen. Und einem Englisch, dass allein schon dafür sorgt, dass man Hinweise braucht. Einfach aus der Unmöglichkeit heraus, den Sinn im Unsinn zu erkennen.

Nach einem Level bekommst Du dann Sätze, die Dich weiterbringen in der Geschichte, bzw. einen übergang schaffen sollen. Jedes Wort für sich gesehen, ist tatsächlich englisch. Meist sogar fehlerfrei geschrieben. Aber dann hat jemand die Lostrommel gedreht und die Worte sind rausgepurzelt, direkt in das Spiel. Die Reviewerin einer englischen Seite hat ein paar Häppchen rausgesucht, die ich Euch nicht vorenthalten möchte

  • "Found out the manifest things in the Dining room of Harrison's house."
  • "Dick out the obscured from Harrison's car."
  • "Is something secret still revealing out of the Restaurant in Royal Heritage!"
  • "Hold on to hotel Royal Heritage to get out of the hidden secrets!"

Und das sind nicht die Ausnahmen. So geht es weiter. Es mag sein, dass zum Ende des Spieles irgend etwas anders wird. Vielleicht wurde dem Lostrommeldreher gekündigt oder dem übersetzer ist der Alkohol ausgegangen. Ich werde es nicht erfahren. Ich habe aufgehört, weil ich keine Lust habe, über einen langen Zeitraum einfach nur frustriert zu ein.

Ich habe mich oft über deutsche übersetzungen geärgert. über manchmal mangelhafte Grammatik, Rechtschreibung oder einfache falsche übersetzungen. Da kannte ich Broken Clues noch nicht. Kennt jemand den Quatsch Comedy Club? Thomas Hermanns hat immer das Fundstück der Woche präsentiert. Etwas Bizarres, Verrücktes. Broken Clues wäre da gut aufgehoben. Denn das Spiel ist ein Witz. Allerdings ein schlechter, wenn man dafür Geld bezahlen soll.

Jeder Spieler akzeptiert Fehler ab und an. Vor allem, wenn der Rest des Spieles ok ist und unterhaltsam. Broken Clues ist nichts davon. Es ist schlecht. Nicht nur die Sprache, sondern das gesamte Spiel. Die Designer sind vermutlich farbenblind und glauben, es liegt daran, dass sie Objekte nicht wieder finden. Oder haben einen Bildschirm von der Grösse einer Anzeigetafel im Fussballstadion. Oder wissen, dass der Schnorchel hinter dem Weinglas liegt und damit unsichtbar ist.

Die halbe Tasse gibts, weil es ein Spiel ist. Punkt. Mehr Positives gibt es zu Broken Clues nicht zu sagen.

Lange Rede kurzer Sinn: Geniess die Freude, wenn Deine Haarspitze wächst. Das ist lohnender!

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