A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook


  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download
img
The Blackwell Convergence
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Wadjet Eye Games

Wenn du auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang.

Autor: Sabine

New York City, 17.30 Uhr. Die Schriftstellerin Rosangela Blackwell, genannt Rosa, und ihr spiritueller Führer Joey Mallone sind auf Geisterjagd und versuchen in einen Büroraum zu gelangen, in dem sie zwei davon vermuten. Zunächst ist allerdings keiner zu sehen, doch dann entdeckt Rosa hinter einem Vorhang einen Geist, der draußen auf dem Fenstersims steht. Es ist Allen Reiken, der sich vor ein paar Monaten, aus lauter Verzweiflung und mit der Überzeugung ein absoluter Verlierer zu sein, das Leben nahm. Joey und Rosa schaffen es, diese Überzeugung ins Gegenteil umzuwandeln und Allen kann die irdische Welt nun beruhigt verlassen. Noch am selben Abend sind die beiden bei der Eröffnungsfeier einer Kunstgallerie eingeladen, wo Rosa auf Monique Stahlman trifft, die ebenfalls eine interessante Geistergeschichte zu erzählen hat. Der Schauspieler Frank Lyons soll an einer Brücke im Central Park umhergeistern, nachdem er dort bei Dreharbeiten ums Leben kam. Rosa und Joey können ihn nicht nur ausfindig machen, sondern auch ihn, genau wie Allen, mit einer befreiten Seele ins Jenseits entlassen, doch dann passiert etwas Unerwartetes. Eine alte Frau in Geistergestalt, die sich selbst die Countess nennt, erscheint und von da an beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Countess agiert aus dem Glauben heraus, Menschen zu helfen, indem sie sie tötet....

Zu Beginn des Spiels glaubt man auch, und zwar daran, dass irgendetwas mit den eigenen Augen nicht ganz stimmen kann. Alles sieht plötzlich so verschwommen und verzerrt aus, aber keine Sorge, deine Augen erfreuen sich bester Gesundheit. Die Glaubensursache ist einzig und allein in der miserablen Grafik des Spiels zu suchen, aber wahrscheinlich hatte der Designer diesen berühmten Knick in der Pupille und denkt daher als Einziger: "Mein Gott, ist dieses Spiel schön geworden, noch nie ist mir eine Grafik so gut gelungen wie hier!" Na ja, mit der Zeit gewöhnt man sich ja bekanntlich an alles. Immerhin werden einem die meisten Objektnamen angezeigt, sobald sie mit dem Cursor in Berührung kommen, auch die Untertitel sind überraschenderweise gut lesbar und die Dialoge oft sogar mit einem Hauch von Humor versehen. Ich kann nur dazu raten, die Dialoge zu verfolgen, auch wenn die Möglichkeit besteht, sie zu überspringen. Es kann sonst ganz leicht passieren, dass man nach dem Spiel mit Grübchen an der Stirn vor dem PC sitzt und denkt: "Hä, worum ging es jetzt überhaupt?"

Die Herausforderung dieses Spiels besteht aus vier Dingen. Erstens: Bei den Gesprächen mit sämtlichen Personen dürfen immer nur bestimmte Optionen aus einem Menü oder einem Notizbuch gewählt werden, ansonsten verquatscht man sich immer mehr und kann am Ende die Aufgabe nicht zu Ende bringen. Zweitens: Man sollte in Bezug auf "Wo komm' ich her? - Wo geh' ich hin?" stets den Überblick behalten, was einem aber durch das aufmerksame Verfolgen der Dialoge ganz gut gelingen sollte. Drittens: Die paar wenigen Inventarobjekte, die dieses Spiel zu bieten hat, müssen gefunden und selbstverständlich auch wieder eingesetzt werden, wobei Fundort und Einsatzort meist nur wenige Zentimeter auseinander liegen. Viertens: Einige Begriffe, die man selbst herausfinden muss, müssen an Rosa's Computer in die Suchmaschine "Oogle" eingegeben werden, um neue und wichtige Informationen zu erhalten. Der Name der Suchmaschine kam mir gleich irgendwie bekannt vor, aber fehlt da nicht ein Buchstabe?

Das Spiel an sich besteht aus den Tagen 1, 2, 3 und 4, wobei an jedem dieser vier Tage mehrere Orte besucht und mehrere Aufgaben erledigt werden müssen. Zum Beispiel muss man Türen mit Büroklammern öffnen, Fachgespräche mit einem Maler führen, mit einer Katze spielen, einen alten Mann beim Kaffeetrinken stören, Verstecken spielen, einen alten, weiblichen, streitlustigen Geist einfangen und noch einige andere Dinge, typische Minispiele gibt es hier nicht. Ab und zu ist es für eine Aufgabe von Nöten, seinen Charakter zu wechseln, nicht du zu Hause, sondern im Spiel, denn da Joey ja ein waschechter Geist ist, hat er bei manchen Aufgaben einen ganz klaren Vorteil....er kann nicht noch einmal sterben und besitzt zudem die Fähigkeit Gegenstände einfach durchschweben zu können. Wer sich nach dem Lesen dieses Textes dem Ganzen in dieser Form nicht mehr gewachsen fühlt, hat die Möglichkeit sich wärend des gesamten Spiels Erklärungen zu dessen Ablauf einblenden zu lassen, sogar der Designer mit dem Pupillenknick taucht auf Wunsch auf und liefert interessante Hintergrundinformationen zu den einzelnen Szenen.

Ich war zu Anfang nicht sehr begeistert von dem Spiel, was nicht zuletzt an der schlechten Grafik lag, aber nach und nach habe ich mich damit abgefunden und kann jetzt sagen, dass es doch noch ein relativ gutes Spiel gewesen ist. Zu verdanken ist das der Schwierigkeit, immer die richtige Frage bzw. Antwort zu erwischen und den gut gelungenen und ausführlichen Dialogen, die einen hin und wieder sogar ein wenig schmunzeln lassen. Wer in einem Spiel gerne knobeln und tüffteln möchte, ist hier fehl am Platz, aber wer sich durch das Nicht-Vorhandensein von Rätseln und guten Grafiken nicht stören lässt, ist mit diesem Spiel durchaus gut beraten.

Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top