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The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt


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Herausgeber: BigFish Games.com
Entwickler: Oreon

Download (Normal): BigFish Games.com
Download (Sammler): BigFish Games.de

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Autor: Claudia K.
Datum: 14.09.2012
Deutsch: 24.01.2013


Gerufen von einem Mitglied einer Theatergruppe, machst du dich auf den Weg. Nicht nur die Eigentümerin des Theaters, Patrizia Edelstein, ist verschwunden. Auch die Schauspieler sind in Gefahr. Sie verlieren ihre menschliche Gestalt ebenso wie ihre paranormalen Fähigkeiten. Es scheint, dass eine geheime Bruderschaft Patrizia dazu bewegen konnte, mysteriöse Experimente zu machen. Und offensichtlich waren diese erfolgreich.

Aber zum Glück für dich ist die Metamorphose noch nicht völlig abgeschlossen und mehr oder weniger freiwillig geben dir die Schauspieler ihre paranormalen Fähigkeiten, die dir deine Aufgabe ab und an erleichtern. So kannst schon mal weit entfernte Gegenstände erreichen, Elektrizität schaffen, wo keine ist und anderes. Auf deiner Suche nach Patrizia und Hilfe für die Schauspieler kommt dir eine solche paranormale Unterstützung gelegen.
Es gibt viel zu tun, in The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt. Zum Beispiel im Wimmelbildsektor. Neben den üblichen Wortsuchlisten mit ein bis zwei interaktiven Objekten gibt es auch Wimmelbilder, in denen nach Umrissen gesucht wird und einige, in denen Dinge zurückgelegt werden müssen. Viele Gegenstände aber finden sich selbstverständlich auch in den einzelnen Szenen. Du brauchst sie, um dir nach und nach das gesamte Theater und die nähere Umgebung zu erschließen.

Eine Karte gibt es nicht, ab und an wirst du deshalb eine ziemliche Laufleistung hinlegen müssen. Dafür aber entschädigen nicht nur die intelligenten Rätsel, sondern auch die Puzzles. Und die werden auch entscheiden, ob du ca. 3-4 oder eher 5-6 Stunden Spielzeit für The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt veranschlagen kannst. Oreon hat eine großartige Mischung aus Puzzles geschaffen, die nicht wirklich neu sind, aber fast alle sind mit viel Kreativität erweitert worden. Selbst ein einfaches "Suche die jeweils gleichen Objekte" wird hier etwas weniger alltäglich und Legepuzzles müssen nicht immer in kürzestes Zeit zu lösen sein.

Logik und Geduld sind in den meisten Puzzles gefragt. Nicht alle sind wirklich kniffelig, aber Spaß machen sie und sind schon deshalb auch für Anfänger geeignet. Willst du eine paranormale Fähigkeit einsetzen, so musst du ein Minispiel absolvieren, um die Fähigkeit zu aktivieren. Und auch, wenn diese Minispiele bei der erneuten Benutzung die gleichen sind und der Schwierigkeitsgrad nicht wesentlich steigt, das Spiel selbst ist jedes Mal ein wenig anders.

Grafisch ist das Spiel sehr schön anzusehen. Es gibt keinerlei Ekel oder Horrorfaktor, sondern klare Bilder und vor allem in den Wimmelbildern auch mal perspektivische überraschungen. Musst du eine Kiste durchsuchen, so schaust du eben von oben auf die Gegenstände, nicht wie sonst gerade aus darauf. Zwar sind Wimmelbilder überladen, aber sobald man sich an die Perspektive gewöhnt hat, kann man seine Suchlisten gut abarbeiten.
Spielst du im ersten oder zweiten der beiden zu Beginn angebotenen Modi, so wird sich der Tipp (und auch die überspringfunktion) nach der Nutzung angemessen schnell wieder aufgeladen, nur im dritten Modus gibt es keinerlei Hilfen. Im Spiel gibt es zusätzlich diverse Auszeichnungen, eine davon gibt es, findet man in jeder der 31 örtlichkeiten eine Schallplatte. über das Buch können alle Videoeinspielungen noch einmal abgespielt werden, in seltenen Fällen hilft es dir auch mal dabei, dich an Codes zu erinnern. Der Tipp zeigt dir, wird er außerhalb der Wimmelbilder angewendet, neben übersehenen Gegenständen oder Rätseln/Puzzlen (bei denen dann auch zu benutzende Inventargegenstände gezeigt werden), die Richtung, in du gehen kannst. Allerdings wird er da in erster Linie auch die Laufleistung erhöhen, denn du wirst nicht zur nächsten, logischen Aktion geführt, sondern zunächst immer erst einmal dahin, wo eventuell ein Puzzleteil abgelegt oder eine Wimmelbildszene gespielt werden kann.

Es gibt kaum etwas auszusetzen an The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt. Bei einigen Spielern werden die Wiederholungen innerhalb eines Puzzles vermutlich nicht positiv ankommen. Eine Eigenschaft, die Oreon schon in anderen Spielen gezeigt hat und bis heute nicht versteht: Ein eh schon langes Puzzle wird nicht interessanter, wenn man die Dinge mehrmals wiederholen muss. Wimmelbildszenen wiederholen sich, allerdings in der Normalversion in so großen Abständen, dass man erst später merkt, dass man dort doch schon mal gesucht hat. Oft wird dann hier auch zwischen den verschiedenen Sucharten gewechselt. Das sehr beliebte "Lege die Dinge an ihren Platz zurück" kommt leider zu selten vor. Der Tipp hält sich nicht an logische Abläufe. Aber all das ist schon fast Meckern auf hohem Niveau.

Die Sammleredition gibt dir neben ca. 45 - 60 Minuten zusätzlicher Spielzeit und den üblichen Verdächtigen auch die Möglichkeit, sechs der Puzzles noch einmal zu spielen, bzw. so oft wie du möchtest. Im Bonusextra findest du neue Orte, allerdings ist der Laufaufwand hier sehr hoch und Wimmelbilder (Such- und Umrisslisten) wiederholen sich sehr schnell.

Die Geschichte von The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt wird dir durch Tagebuchseiten weitererzählt, die du im Verlauf findest. Außerdem erhältst du durch die Dialoge mit den Schauspielern Einblicke und Hinweise. Der Protagonist macht ebenfalls Bemerkungen, wenn etwas Neues oder Ungewöhnliches geschehen ist. Das Gute daran: Er nimmt sich selbst nicht so ernst und so schleicht sich ein leichter, fast subtiler Humor in die Geschichte und die Geschehnisse, die dem altbekannten Tenor: "Rette XY, erledige Gefallen und besiege das Böse" das dramatisch Schwere nimmt. Trotzdem sei zu bemängeln: Besonders nachvollziehbar ist die Geschichte nicht immer und auch stilistisch ist sie nicht unbedingt immer ansprechend.

The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt gehört zu den Top-Spielen, die uns in diesem Jahr angeboten wurden. Auch die, die nicht den "Ohne Hilfe" Modus gewählt haben, können sehr selbstständig erforschen und entdecken. Die Wimmelbilder und Puzzles sind abwechslungsreich, interessant, machen Spaß, sind manchmal kniffelig und manchmal einfach nur schön. Eine Prise Humor und eine lange Spielzeit runden das Spiel ab. Die Sammleredition ist nur sehr bedingt empfehlenswert, die Normalversion von The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt gehört in jede Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer-Sammlung.


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