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The Agency of Anomalies: Gedankeninvasion


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Orneon

Download (Sammler): BigFish Games.de
Download (Normal): BigFish Games.de

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Autor: Elke M.
Datum: 10.12.2013
Deutsch (Normal): 25.04.2014

Mit Abstand schwächster Teil der Reihe, bei dem die Spannung komplett auf der Strecke bleibt
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Während unseres letzten Falles „The Agency of Anomalies: Der letzte Auftritt“, fanden wir etwas über die Existenz einer geheimen Bruderschaft heraus, die sich Seekers Brotherhood nennt. Als wir Renee treffen, die ihren Mann Alfred in einem Sanatorium in den Alpen vermutet, ahnen wir bereits, dass die Bruderschaft der Suchenden darin involviert sein könnte. Wir versprechen Renee ihren Mann zu finden, da sie seit längerer Zeit nichts mehr von ihm gehört hat. Ein Professor mit Namen Gerome Swens versprach ihr, ihn zu heilen. Per Seilbahn machen wir uns auf den Weg zum  Sanatorium, doch kaum dort angekommen, merken wir, dass wir in eine Falle gelockt worden sind.

Die Grafik wirkt nach all den farbenfrohen Spielen der letzten Zeit fast blass, aber angenehm puristisch und trotzdem detailgenau. Die Zwischenszenen und die Stimmen sind nicht überragend, aber wir haben die Möglichkeit uns schnell hindurch zu klicken, da die wichtigsten Informationen zur Geschichte sowieso in unserem Tagebuch festgehalten werden. Zusätzlich wird immer wieder eingeblendet, was unser aktuelles Ziel ist, dazu können wir sie auf der Karte nachlesen.

Auch die Auswahl des Schwierigkeitsgrades ist bescheiden gehalten. Im normalen Modus lädt der Tipp schneller und aktive Bereiche glitzern. Die Fortgeschrittenen müssen länger darauf warten, bis der Hinweis-Button wieder zur Verfügung steht, außerdem wurde das Funkeln auf wenige Szenen begrenzt. Im dritten und schwersten Modus gibt es dann überhaupt keine Hilfestellung mehr, wir sind auf uns allein gestellt. Einzig die Karte unterscheidet sich nicht in allen drei Schwierigkeitsstufen, so dass wir durch sie auch im schweren Modus einigermaßen gut Vorwärts kommen. Wir können uns über die Karte fortbewegen, sehen unseren Standort und auch die Bereiche, an denen wir noch etwas zu erledigen haben. Allerdings können es auch nur Teilstücke einer Aufgabe sein, die erst zu einem späteren Zeitpunkt abgeschlossen wird, was wir sehr schnell selbst merken, da die komplette Handlung sehr geradlinig verläuft und uns zu keinem Zeitpunkt grübelnd vor eine ungelöste Situation stellt.

Im Sanatorium angekommen, ist es unsere Aufgabe, vier Patienten zu finden und sie von der Gehirnwäsche des Professors zu befreien. Wir spüren also die Patientenakten auf, um zu wissen, mit wem wir es zu tun bekommen. Das Inventar füllt sich zügig, viele der eingesammelten Gegenstände werden gleich wieder benutzt und verschwinden dann aus unserem Inventar, obwohl wir sie im weiteren Verlauf noch einige Male brauchen könnten. So kommt es dann zu absurden Situationen wie im Falle eines Messers, dass nach einmaligem Gebrauch wieder weg ist. Kurze Zeit später wäre aber gerade dieses Messer für eine weitere Aufgabe notwendig. Stattdessen erhalten wir aber ein Feuerzeug, mit dem wir ein Seil durchbrennen, das eine Heckenschere an einer Wand festbindet. Mit dieser Heckenschere durchschneiden wir dann ein Tuch, das eine Türe zuhält. Zum einen hätten wir sowohl das Seil selbst aufknoten können und auch das Tuch locker vom Türknopf losbinden können, weil der Spalt mehr als groß war, zum anderen hätte man uns einfach ein Schneidewerkzeug für den weiteren Gebrauch im Inventar überlassen können, damit uns diese unlogische Vorgehensweise erspart geblieben wäre. So jedoch erhalten wir über die gesamte Spieldauer ein buntes Sammelsurium an allem was so schneidet, schlitzt und abtrennt, um…. (bitte Satz selbst vervollständigen, da mir kein plausibler Grund eingefallen ist, warum das so ist).

Mit den 18 Wimmelbildern haben sich die Entwickler zumindest Mühe gegeben. Einige spielen wir ein zweites Mal, allerdings kann es dann sein, dass uns eine andere Variante davon angeboten wird. Klassische Wortsuchlisten mit kleinen, unwichtigen Interaktionen gibt es verhältnismäßig wenige, ich habe 4 Stück gezählt. Bei den anderen Wimmelbildern müssen wir Gegenstände wieder in die Szene einsetzen, Objekte nach Umrissen suchen, oder auch mal eine Kulisse aufräumen. Zusätzlich stoßen wir ein paarmal auf die Version, bei der wir vorgegebene Bildfetzen in einem Gesamtbild finden müssen. Wer so gar kein Freund von normalen Wimmelbildern ist, könnte mit dieser Art von Wimmelbildern wohl eher auf seine Kosten kommen.

Mehr als enttäuschend sind dafür die Minispiele. 16-mal versucht man, uns mit vielen gängigen Rätseln zu beglücken, allerdings geht dieser Plan nicht überhaupt nicht auf. Entweder sind die Minispiele viel zu einfach, oder so schlecht erklärt, dass wir nicht einmal an Hand des Lösungsbildes erkennen können, was zu tun ist. Da gibt es zum einen das Spiel, bei dem man mit einem Würfel über Felder fahren muss, um an ein vorgegebenes Ziel zu gelangen. Allerdings spielt die Zahl, die man auf dem Würfel sieht, überhaupt keine Rolle. Wenn wir z. B. eine 6 würfeln, und trotzdem nur ein Feld fahren, geht das genauso. Damit ist der Schwierigkeitsgrad gleich null und die Erklärung für das Spiel selbst außer Kraft gesetzt. Bei einem anderen Rätsel, auf dem Tierbilder und Zahlen zu sehen sind, habe ich keine logische Erklärung für ein Spielprinzip gefunden und selbst der Blick ins Lösungsbuch hat mir nicht weitergeholfen, so dass die Skip-Funktion gute Dienste verrichtet hat. Bei allen anderen Spielen handelt es sich z. B. um Verschiebe- oder Rotationspuzzles, um Vögel, mit denen wir eine Waage ausbalancieren müssen oder um Blöcke, die wir drehen müssen, bis alle den Buchstaben B zeigen. Dasselbe Spiel gibt es noch einmal mit Statuen, nur müssen die am Ende alle Leuchten, nachdem wir sie genug kreiseln haben lassen.

Nachdem wir den Hauptteil abgeschlossen haben, wartet noch ein kurzes Quiz auf uns, bei dem wir Fragen zur Handlung und zu den Akteuren beantworten können. Liegen wir mit Allem richtig, erhalten wir eine von 21 Auszeichnungen, ansonsten spielt das Quiz keine Rolle.

Je nachdem wie lange wir uns mit dem einen oder anderen Minispiel abgemüht haben, benötigen wir für die Normalversion ca. 3,5 bis 4 Stunden. Das Ende ist genauso wenig spannend wie der Rest der Handlung, dennoch abgeschlossen. Das Bonuskapitel beschert uns eine Stunde zusätzliche Spielzeit, und hier wird ein Nebenschauplatz des Hauptteils aufgegriffen und die Geschichte von einem anderen Agenten der Agency of Anomalies erzählt. Viele Orte darin sind neu, zusätzlich spielen wir nochmal 15 Wimmelbilder und 8 Rätsel und das Finale ist doch einigermaßen überraschend. In den Extras werden uns als Sammelobjekte 31 Spazierstöcke angeboten, die relativ schwierig im Hauptteil versteckt wurden und 6 wiederspielbare Minispiele. 

„The Agency of Anomalies: Gedankeninvasion“ ist mit Abstand der schwächste Teil der Reihe. Optisch ist es den Entwicklern zwar durchaus gelungen, die Atmosphäre einzufangen. Die schwachen Rätsel, die zu keinem Zeitpunkt düstere, aber durchgängig langweilige Handlung und die vorhersehbaren Aufgaben und Aktionen lassen keine Spielfreude aufkommen. Selbst für eingefleischte Fans dieser Reihe ist ein Probedownload unbedingt empfehlenswert, obwohl es nach der Gratisstunde eher schwächer als besser wird. Wer diese Reihe noch nicht kennt, sollte unbedingt zuerst die anderen Teile unter die Lupe nehmen, da sie wesentlich unterhaltsamer sind. Die Sammleredition ist aber auf jeden Fall reine Geldverschwendung.


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