A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | 0-9
links to Forum/Spenden/Facebook Spenden forum facebook

  • Nachlese
  • Tips&Tricks
  • Lösung
  • Direkt download


Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery


tassentassentassentassentassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Persha Studia

Download: BigFish Games.com

Wenn Du Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Claudia K.
Datum: 27.05.2012

Marie Tesla verbindet eine schwere Last mit ihrem Nachnamen. Ihr Urgroßvater Niklas Tesla, der bei seinem letzten Experiment getötet wurde (so vermutet man), hat der Welt die Farbe gestohlen. Bei einer Explosion wurde eine atmosphärische Blase erzeugt, die nun alles grau erscheinen lässt. Marie, selbst Wissenschaftlerin, macht sich auf zu den Archiven von Tesla. Sie will noch einen letzten Versuch starten und herausfinden, ob es irgendwelche Hinweise darauf gibt, dass man das Ergebnis dieses schrecklichen Experimentes rückgängig machen kann. Ihre überraschung und ihr Unglaube sind groß, als ihr Urgroßvater, Niklas Tesla persönlich, sich durch eine atmosphärische Blase hindurch mit ihr in Verbindung setzt.

Nun, zunächst einmal ist die Geschichte nicht neu. Unsere Heldin, die ihren Urgroßvater zunächst nicht gerade freundlich empfängt, muss die Welt retten. Und um das zu tun, ist eine Zeitreise nötig. Und für diese Zeitreise wiederum muss so einiges gefunden und repariert werden. Gut, dass Niklas ihr immer wieder zur Seite steht. Und ihr dabei mehr und mehr von all dem erzählt, was damals 1943 wirklich passiert ist. Dabei vermischt die Geschichte den 1943 nicht mehr existierenden Wardclyffe Turm, der für Experimente genutzt werden sollte, mit dem Tod von Tesla in einem Hotelzimmer. Persha Studia schafft es, dem interessierten Spieler so eine interessante, und (in Teilen) durchaus glaubwürdige Geschichte zu erzählen.

Grafisch gesehen ist es natürlich so, dass die Teile der Gegenwart etwas farblos wirken. Denn du siehst sie ja so, wie Marie ihre Welt sieht. Dabei hat man besonders Wert darauf gelegt, nicht alles schwarz-weiß erscheinen zu lassen, sondern wirklich farblos, ausgebleicht. Und irgendwie kann man Maries ärger verstehen, in so einer Welt möchte man wirklich nicht leben. Während der Zeitreisen aber sind die Bilder freundlich, farbenfroh und einfach schön anzusehen. Es ist keine Brillanz dahinter, die Grafiken sind gezeichnet und man sieht es ihnen an. Aber das ist als Kompliment gemeint, nicht als Punktabzug.

Der Ablauf ist in Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery natürlich wie immer: Du suchst und findest Gegenstände in den Szenen und in Wimmelbildern. Diese haben anfänglich noch Objekte, die man nicht sofort sehen kann, im Laufe des Spieles werden diese aber immer weniger. Die Wimmelbilder selber sind selten komplett überladen, die Gegenstände sind gut zu finden, einen Tipp braucht man eher, weil man übersieht, was vor der Nase liegt. Einige Szenen wirst du zwei Mal spielen müssen, dann aber mit unterschiedlichen Suchobjekten.

Puzzles bieten sich an in einem Spiel um Niklas Tesla, war er doch ein Erfinder. Aber hier ist man auf sicherem Boden geblieben, bietet keine Neuigkeiten, allerdings ist das Bekannte gut verpackt. Logik und Geduld, ab und an auch mal ein Legepuzzle oder ein Reaktionsspiel. Ein Puzzle wirst du im Verbund mit der Zeitreisemaschine mehrmals spielen müssen, allerdings immer mit anderer Lösung. Und während viele der Puzzles im mittleren Schwierigkeitsbereich sind, so sind doch auch ein paar Kopfnüsse darunter. Gute Kopfnüsse, für all die, die richtig Spaß am Knobeln haben. Schade, dass es nirgendwo eine Neustartfunktion gibt.

Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery ist definitiv ein Spiel für Menschen, die es geschichtenbasiert mögen. Denn wirklich interessant wird es durch die Monologe von Tesla. Zwar kannst du sie rasch durchklicken und wirst auch ohne die Hinweise, die er dir gibt, dein Ziel erreichen können, aber man verpasst einfach etwas, lässt man sich darauf nicht ein. Das Voice Over ist angenehm und auch die Spannung, wer denn nun der Bösewicht in der Geschichte ist, bleibt durchaus ein wenig erhalten, auch wenn man schon früh Hinweise darauf bekommt.

Kritikpunkte gibt es wenig, in Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery. Die Navigation ist manchmal etwas verwirrend. Das Buch ist mehr oder weniger sinnlos, zwar sind dort deine Aufgaben niedergeschrieben, die aber kannst du eh nicht in der aufkommenden Reihenfolge abarbeiten, sondern musst dich nach dem Spiel richten. Am unangenehmsten wird dieses Spiel bei all denen auffallen, die keine leistungsstarken Computer haben. Es scheint extrem Ressourcen zu fressen. Während man bei anderen Spielen geruhsam noch andere Dinge aufhaben kann, sollte man hier darauf verzichten. Genauso wie man darauf verzichten sollte, einen Messenger zu gebrauchen - schreiben ist kaum möglich. Es scheint, man war da in der Programmierung etwas schlunzig.

Davon aber abgesehen sind die 3,5 bis 4 Stunden von Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery absolut empfehlenswert. Es ist keine Sammleredition, du hast zu Beginn die Wahl, ob Tipp und überspringfunktion schnell oder langsam aufladen (aber auch bei "schnell" ist es nicht wirklich flott - bei einem Puzzle doch mal rumprobieren, dafür reicht die Zeit und vielleicht klappt es dann ja doch!). Die Wimmelbilder sind ausreichend, aber nicht übermäßig in der Anzahl, die Puzzles sind gut, der gesamte Spielverlauf macht Spaß. Mach dich auf, rette die Welt. Nicht vor bösen Geistern, sondern vor der Farblosigkeit. Und ein klein wenig scheint es, als wollten uns die Entwickler etwas sagen. Nämlich, dass unser Drang nach Fortschritt das Bekannte nicht selten und zu Unrecht verblassen lässt.

Es ist nicht so einfach, die Welt wieder bunt zu machen, wie es am Anfang scheint und so ist das Ende der Geschichte schon fast ein wenig poetisch. Und Niklolas Tesla erscheint als ein Held, der sich für die Welt geopfert hat. Vermutlich war es nicht so, aber für einen Moment möchte man es fast glauben. Tesla's Tower: The Wardenclyffe Mystery gehört zu den Spielen, die man öfter sehen möchte. Der im Casual Games Bereich offensichtlich neue Entwickler Persha Studia hat noch etwas technischen Lernbedarf. Spielerisch aber überholt er mit seinem ersten Spiel 90% aller Sammlereditionen, die von großen Namen getragen werden. Das sollte ein Wimmelbild-Puzzle-Abenteuer Fan wirklich nicht verpassen.

 


Copyright © 2008- 2017 Gamesetter.com

Go to top