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Surface: Das Pantheon


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Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Wenn Du Surface: Das Pantheon auch bewerten oder die Meinung anderer Spieler lesen möchtest, dann geht es hier lang

Autor: Maja K.
Datum: 21.09.2013
Deutsch (Normal): 31.01.2014

Bekanntes „Surface-Prinzip“ - gut umgesetzt
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Der Eisenbahntunnel durch den „Bergrücken des Leviathan“ ist fertiggestellt worden und die allererste Fahrt mit dem Capital Express steht bevor. Du bist Gina und hast dich mit deinem Mann Richard und deiner Tochter Melanie im Zug verabredet um an dieser historischen Fahrt teilzunehmen. Sowieso schon spät dran, wirst du auch noch auf dem Bahnsteig von einem Fremden angerempelt und dein Gepäck fällt runter und öffnet sich. Schnell packst du alles wieder zusammen, aber nicht schnell genug: Der Zug fährt ohne dich los und verschwindet für immer im Tunnel. Zum Jahrestag des Unglücks begibst du dich zum Tunneleingang, wo dich schon ein mysteriöser Dr. Bors erwartet und dir seine Hilfe anbietet. Blind vor Hoffnung, deine Familie doch noch wiederzusehen, beginnt eine atemberaubende Reise in eine andere Dimension.

Es ist nicht notwendig die 3 vorangegangenen Surface Spiele zu kennen, um diesen Teil zu spielen. Aber falls du die Vorgänger kennst und dir würde eine Szene aus Surface: Das Pantheon gezeigt, würdest du sofort die Handschrift erkennen, die Elephant Games der Surface Reihe verpasst hat: Es sind zum einen diese Rot-Töne in allen Schattierungen, die in den Szenen, die eine gelungene Mischung aus real und gezeichnet sind, mal mehr mal weniger dominieren. Zum anderen wurde und wird mit realen Schauspielern gearbeitet. Diese Tatsache ist ja längst nicht jedermanns Fall. Aber diesmal hat sich Elephant Games verbessert: Die Darsteller wirken „überarbeitet“, als hätte man nochmal den Pinsel geschwungen.

Auch wurde völlig auf Lippen-Bewegungen bei den Dialogen verzichtet - eine Wohltat, denkt man zurück an die Katastrophe bei Surface: The Soaring City, wo das Gesprochene absolut nicht synchron mit den Lippenbewegungen war! Zudem sind die Bewegungen der Charaktere nicht fließend, bzw. echt (das sah in der Vergangenheit schon mal ungewollt komisch aus), sondern so eine Art Stopp-Motion - das hat schon etwas Künstlerisches! Nur die Zwischensequenzen sind etwas langatmig und etwas unscharf.sie enden in einem mehrere Sekunden dauernden Standbild, als müsstest du das Geschehene jetzt erst einmal sacken lassen. Stellenweise nervig sind auch Gina’s Monologe.

Hast du einen von den 3 wohlbekannten Schwierigkeitsgraden gewählt, die du auch während des Spiels wechseln kannst, wird du bemerken, dass Surface: Das Pantheon einen sehr fließenden Spielverlauf hat. Das Inventar ist selten überfüllt und gefundene Gegenstände kommen fast alle recht bald ohne großes Kopfzerbrechen zum Einsatz: Oft schon in derselben oder einer benachbarten Szene. Solltest du aber doch mal nicht weiter wissen, gibt dir der Tipp übereifrig Auskunft, was als nächstes zu tun ist und ist damit eher eine Lösung als ein Tipp. Ein Journal hält alles was wir Wissenswertes erfahren haben fest. Für einen schnellen Wechsel zwischen den Schauplätzen sorgt eine Karte. Sie zeigt dir zwar an wo noch offene Aufgaben sind, aber nicht ob der Bereich aktiv ist. Es kann also sein, dass du den  angezeigten Bereich aufsuchst, dann aber feststellst, dass dort zwar ein Minispiel auf dich wartet, aber noch etwas fehlt um es zu aktivieren.

Ganz typisch für die Surface Reihe sind auch die Wimmelbilder. Sie sind zwar alle nach Liste, aber markierte Dinge bedeuten, dass du Sachen aus dem Inventar passend in das Bild einsetzen musst. Daher kommt es schon mal vor, dass du ein WB nicht beim ersten Anlauf fertig spielen kannst, weil dir noch ein Gegenstand fehlt. Alle Wimmelbilder werden übrigens nur 1-mal gespielt.

Bei den Minispielen hat sich Elephant Games einiges Neues ausgedacht: Da wird ein „Spielsteine in die richtigen Aussparungen bringen“ zu einer großen Herausforderung, da die Spielsteine an eine Kette gebunden sind, die wiederum für andere unüberwindbar ist. Genauso sieht es auch bei anderen Varianten aus, wie z. B. ganz neue Rotations-Puzzle, Zahnräder platzieren oder Kugeln mittels Magneten auf die richtigen Felder treiben. Da wird schon dein Hirnschmalz in Wallung gebracht. Dazu gibt es noch alte Bekannte, die sich verkleidet haben, wie alle Lampen zum Leuchten bringen, Memory, Schiebepuzzle usw. Vom Schwierigkeitsgrad ist für jeden etwas dabei und sollte es dennoch zu schwierig werden, kann man die überspringen-Funktion benutzen.

Im Zusammenhang mit den Minispielen und Wimmelbildern wirst du feststellen, dass die Tipp- und überspringen-Funktion viel zu groß ist und dass du diese daher auch schon mal versehentlich anklickst. Das schmerzt nicht nur, weil du ja eigentlich das kniffelige Minispiel gerne selber gelöst hättest, sondern es ist in der Sammler-Edition umso ärgerlicher, da dir dadurch die eine oder andere Auszeichnung verloren geht.

Weitere erwähnenswerte Sammler-Editions Extras sind die, für die Surface - Reihe typischen Blumen, die in den Szenen versteckt sind und die uns Zugang zum Pantheon, der Ruhmeshalle, gewähren. Je nachdem wie viele Blumen wir entdeckt haben, können wir Minispiele und Wimmelbilder wieder spielen und auch noch zusätzliche Puzzles freischalten. Und es können zahlreiche Auszeichnungen erarbeitet werden. Für das Hauptspiel im 2ten Schwierigkeitsgrad wirst du gut 4 Stunden benötigen, das Bonus-Kapitel kommt noch einmal mit einer guten Stunde einher und ist mit einer 5 Jahre später angesiedelten Geschichte weiterführend.

Wer auf die Standard-Version warten möchte, den erwartet ein solides Abenteuer mit kniffeligen Puzzles und einer interessanten Geschichte. Elephant Games hat sich mit Surface: Das Pantheon auf jeden Fall weiter entwickelt und zeigt, dass eine Serie nicht generell schlechter werden muss, sondern die Skala nach oben offen ist.


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