Surface: Rückkehr in die Anderwelt


tassentassen tassen
Herausgeber: BigFish Games
Entwickler: Elephant Games

Download (Normal): BigFish Games.de
Download (Sammler): BigFish Games.de

Autor: Uschi W.
Datum: 04.02.2016
Deutsch (Normal): 01.03.2015

Althergebrachtes verpackt in einem kurzen Spiel
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Du erhältst einen Anruf deiner Mutter, dass die Stadt, in der deine Familie lebt, in furchtbarer Gefahr schwebt. Natürlich reist du sofort an und sogleich tun sich einige  gefährliche Risse in Boden und Mauerwerk auf. Die Stadt wirkt wie leergeräumt, kein Mensch weit und breit. Durch Notizen, die du findest, erfährst du bald einiges über die Ereignisse: die Menschen sind, wie vom Erdboden verschluckt, verschwunden und ein etwas verrückter junger Mann scheint nicht nur in die Sache verwickelt zu sein, sondern auch einen Weg in eine andere Welt gefunden zu haben.

Gleich zu Beginn darfst du wie immer unter 4 Modi aussuchen, der 4. auch wie immer benutzerdefiniert, bei diesem kannst du auch das übermäßige Glitzern bei Gegenständen und  Bereichen in denen du etwas tun kannst, im Spiel und/oder in den Wimmelbildern abstellen.
Im Spiel selber gibt es neben dem Inventar endlich auch wieder ein altmodisches Tagebuch, leider wirst du es nur selten benötigen. Es lässt sich über die Karte, die gut gemacht ist, öffnen.

Die Grafik selber ist gut aber nicht überragend und der Sound ist über weite Streckennicht besonders auffällig, manchmal aber fällt er unangenehm auf.
Die Geschichte wäre ja ganz spannend, auch wenn wir sie schon zigmal gespielt haben: Stadtbewohner verschwinden auf geheimnisvolle Weise, die Spur führt in eine noch geheimnisvollere Welt namens Argony auf dem  Grund eines Sees, der König dieser Welt vertraut einem Bösewicht. Leider ist es leicht dieser Spur zu folgen, immer können wir nur einige der Szenen besuchen um beide Welten retten zu können, unweigerlich führt der Weg zum Ziel.

Einige deiner Aktionen machen tatsächlich Sinn; andere sind wiederum mehr als hanebüchen. So findest du zum Beispiel den Herzschlüssel des Beauty Cases, das in deinem  Auto steht, unter einer Kachel im Garten deiner Eltern. Oft bräuchtest du einen Gegenstand kurz nach dessen Gebrauch nochmals, aber da ist er bereits aus dem Inventar verschwunden. Ein Klumpen Ton verflüssigt sich im Feuer. Du brichst ein Stück Glas aus einem Fenster mit Hilfe eines Taschentuches, greifst aber dann lustig in eine zerbrochene, eingeschraubte Glühbirne. Auf einem ansonsten leeren Blatt Papier findest du eine skizzierte Zitrone, damit ja kein Zweifel aufkommt, was denn zu tun sei… Wenigsten werden dir deine Gegenstände im Gefängnis abgenommen und du musst sie erst wieder finden.

Die Wimmelbilder sind sehr abwechslungsreich, du wirst folgendes finden: Wortlisten, die einmal mehr einmal weniger Interaktion bieten,  eine Geschichte aus der du einige Worte finden musst, Interaktive Umrisslisten, Paare suchen, Zeichen suchen. Auch die Suche mit einem begrenzten Sichtfeld, also mit Taschenlampe oder Ähnlichem, wird wieder modern. Eine Alternative zum Wimmeln gibt es weder in der Standard- noch in der Sammleredition. Im Großen und Ganzen hast du viel Abwechslung aber wenig Herausforderung.

Bei den Minispielen ist es ganz ähnlich, es gibt durchschnittlich viele und keines ist irgendwie eine Herausforderung.  Diesmal darfst du ein Bild zusammenstellen, Marionetten ihrem Schatten anpassen, Zahlen verbinden, nach Vorlage anordnen, einen Weg vorbei an Wachen und Hunden finden, und einiges mehr. Mit einem 3Gewinnt-Spiel alla Luxor machst du dem Bösewicht am Ende recht unspektakulär den Garaus.

In den Extras der Sammleredition findest du nebst wiederspielbarer Minigames und Wimmelbilder auch 150 Blumen und einige Fantasietiere. Außerdem gibt es ein Bonuskapitel, aber das Ende des Hauptspieles ist schlüssig und lässt keine Wünsche offen.

FAZIT: Das Spiel ist ganz gut aufgebaut, mit zu leichten aber abwechslungsreichen Aufgaben, bleibt jedoch hinter den Erwartungen, sowohl bei der Spannung als auch bei der Länge zurück, als ob dem Entwickler Team die Freude oder die Zeit ausgegangen wäre. Es kann sich in keinster Weise mit seinen Vorgängern messen: 2 ½ Tassen